Lernen, Werken, Kicken

IHK-Sozialtransferpreis geht an Salzgitter und Braunschweig

Die Preisträger des IHK-Sozialtransferpreises 2018 zusammen mit Dr. Carola Reimann, Niedersächsische Sozialministerin (1. Reihe rechts), IHK-Vizepräsident Georg Weber (1. Reihe links) und Jury-Vorsitz Harald Tenzer (3. Reihe rechts).

„Die Region ist geprägt von engagierten Unternehmen, die sich oft schon seit vielen Jahren, in Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen, für das Allgemeinwohl stark machen“, begrüßte IHK-Vizepräsident Georg Weber den vollbesetzten Braunschweiger Kongresssaal zur Verleihung des Sozialtransferpreises. Die Auszeichnung würdigt besonderen unternehmerischen Einsatz – insgesamt drei Projekte konnten sich dieses Mal im Rahmen der 9. Vergabe hervorheben.

Gegen Mobbing und Schikane

Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an das Trio TAG Wohnen & Service GmbH, Kranichdammschule Salzgitter-Lebenstedt und Jumpers gGmbH, die sich gemeinsam im Projekt „Gewaltfrei Lernen“ engagieren. Das Projekt zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche durch einen geregelten Umgangscodex in ihrer Team- und Konfliktfähigkeit zu fördern. Claudia Hoyer, Vorstand der TAG Immobilien AG, erklärt: „Bei der Übertragung der vermittelten Werte von der Schule in den außerschulischen Bereich entstehen im Laufe der Zeit Umgangsregeln mit Wiedererkennungswert.“

Mehr-Generationen-Mehrwert

Das zweite Projekt stammt aus der Schmiede der Braunschweiger IKEA Deutschland-Niederlassung und dem Verein „Stadtteilentwicklung Weststadt“ und beschreibt, wie Senioren Jugendlichen beibringen, Dinge mit ihren eigenen Händen zu erschaffen, die dann auch noch einen Mehrwert für die Gemeinschaft im Wohnquartier haben. So wurden zum Beispiel Palettenmöbel gebaut und im Stadtteil aufgestellt. Vorteile verspricht das auf beiden Seiten: Die älteren Werkstattaktivisten können ihre sozialen Kontakte ausbauen, haben ein sinnvolles Ehrenamt gefunden und die jungen Werkstattaktivisten erfahren eine Wertschätzung für ihre Arbeit, die ihnen sonst nicht immer zuteil wird.

Sportliche Inklusion

„Begegnung statt Wettbewerb“ war das Motto, das Kinder der Remenhof-Stiftung und dem Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte und zwei Jugendmannschaften des SV Querum und des BSC Acosta auf dem Fußballplatz vereint hat. Mit dem Projekt „Wir sind Fußball“ geht der dritte Preis an die KICK OFF OHG und den Tiny Tots e. V. in Braunschweig. „Ziel des inklusiven Fußballturnieres war es, dass alle Kinder ihren Platz in der Gesellschaft finden“, so Marco Dehne, Geschäftsführer der Braunschweiger Soccerarena.

Harald Tenzer, Vorsitzender der Sozialtransferpreisjury, zollte den Preisträgern in seiner Laudatio großen Respekt: „Alle Personen, die sich in sozialen Projekten engagieren, haben Dank und Anerkennung verdient. Ihre Arbeit ist für das Leben in unserer Region von unschätzbarem Wert.“

Seit der erstmaligen Verleihung des IHK-Sozialtransferpreises im Jahr 2010 wurden 28 Projekte mit einer Summe von rund 180.000 Euro unterstützt, die von Sponsoren zur Verfügung gestellt wurden.

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