„Wer nie abbiegt, bleibt auf der Strecke“

Perspektivwechsel und Geschäftsführertausch beim AGV Arbeitgeberdialog in Wolfenbüttel

Anzeige Es war ein unterhaltsamer und inspirierender Jahresauftakt im Lessingtheater in Wolfenbüttel. Foto: AGV

Es war ein unterhaltsamer und inspirierender Jahresauftakt im Lessingtheater in Wolfenbüttel. Am Mittwoch hatte der Arbeitgeberverband Region Braunschweig (AGV) zum ersten Arbeitgeberdialog 2019 geladen. Im Mittelpunkt stand das neue Projekt „Geschäftsführertausch“ – die Idee: Zwei Chefs wechseln für einen Tag ihren Arbeitsplatz und lernen eine andere Branche sowie ein neues Unternehmen mit seinen ganz eigenen Fragen kennen: Wie findet man dort Kunden und welche Bedürfnisse haben diese? Was zeichnet die Zusammenarbeit der Mitarbeiter aus? Welche neuen Innovationen verändern gerade die Märkte?

Die Kandidaten für den ersten Perspektivwechsel hätte man besser nicht casten können. Wibke Berger, Geschäftsführerin, der Vierke Corporate Fashion & Concepts GmbH und Dirk Bode, Vorstandsvorsitzender der fme AG, stellten sich der Premiere und machten sowohl in der rund 15-minütigen Dokumentation als auch auf der Bühne im Lessingtheater eine sehr überzeugende Figur: Reflektiert, kompetent und zugleich offen für das Experiment zeigten sich beide und wurden so zum authentischen Testimonial für das Projekt.

Das kam bei den rund 500 Gästen genauso an, wie die anschließende Keynote von Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser. Der Comedian und Moderator hat 2001 das erfolgreiche Format „Nightwash“ entwickelt und einige Jahre moderiert. Mit Leitsätzen wie „Wer nie abbiegt, bleibt auf der Strecke“ und Anekdoten aus dem digitalen Wandel im Leben seiner Eltern, zeigte der 57-Jährige, dass er Unterhaltung gekonnt mit Inhalt zu kombinieren versteht.

Wer nach diesem Abend selbst mittendrin statt nur dabei sein möchte, kann sich ab sofort auf www.geschaeftsfuehrertausch.de für einen persönlichen Perspektivwechsel anmelden und bestenfalls neue Impulse mit ins eigene Unternehmen nehmen. Mit jedem Entscheider, der sich traut und wirklich auf das Experiment einlässt, könnte aus der einmaligen Unterhaltungsshow mehr und mehr ein ernstzunehmender Beitrag zu einer besseren Arbeitswelt werden. Und spätestens dann hätte der Geschäftsführer- mit dem trashigen Frauentausch im positiven Sinne nicht mehr allzu viel gemeinsam.  

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