23. Mai 2016
Aus der Region

Braunschweigs Startup-Szene bekommt mehr Raum zum wachsen

Gründerquartier zeigt erstmals Flagge

Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa (rechts) enthüllte vor der Gründervilla am Rebenring das Banner des Gründerquartiers gemeinsam mit (v.l.n.r.): Florence Hahn (Technologiepark der Braunschweig Zukunft), Dr. Karen Minna Oltersdorf (Haus der Wissenschaft), Frithjof Hansing (Protohaus), Dr. Manuela-Christina Hahn (Gründungsinkubator der TU Braunschweig), Chris Töppe (Protohaus), Angela Wandrey (Gründungsberaterin der Braunschweig Zukunft), Felix Martin Draheim (Torhaus Nord) und Jörg Saathoff (Gründungsinkubator der TU). Foto: Braunschweig Zukunft GmbH / Marek Kruszewski

„Mit dem Ideeninkubator der Technischen Universität, dem Haus der Wissenschaft und dem Protohaus im Businesscenter Rebenpark nebenan haben wir zusammen mit Gründervilla und Technologiepark ein regelrechtes Gründerquartier direkt am Univiertel. Dazu gehören auch der Gründertreff Torhaus Nord und das Hackerspace Stratum 0.“  Dies waren die Worte, mit denen Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa vor der Gründervilla am Rebenring ein Banner enthüllte. Es illustriert einen wichtigen Ausschnitt der Braunschweiger Gründerwelt.

Der Wirtschaftsdezernent, zugleich Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft, zeigt sich überzeugt: „Die Vielzahl der Einrichtungen und Initiativen, die sich in diesem Quartier mit Innovationen, Wissenstransfer und Gründungen beschäftigen, ist etwas Besonderes. Auch wenn Gründer in keiner Statistik vollständig erfasst werden, ist die Konzentration von Gründergeist und technologiebegeisterten Menschen zwischen Bültenweg und Hamburger Straße sowie beidseits des Rebenrings so groß, dass dies beim Namen genannt werden muss.“

So bietet das Gründerquartier neben informellen Treffpunkten auch offizielle Beratungsangebote und ist Experimentierraum in unmittelbarer Nähe vom Zentralcampus der Technischen Universität. „Auf kürzeren Wegen und in einem innovativeren Umfeld kann man sich mit seiner Innovations- oder Gründungsidee wohl in der ganzen Region nicht bewegen", konstatiert Leppa. Er sei überzeugt, dass sich das Gründerquartier zu einem innovativ-kreativen Schmelztiegel entwickelt, um den herum die Gründerszene gedeiht. Sofern es deutlich sichtbar Flagge zeige, werde seine Anziehungskraft weiter zunehmen. Dazu gehöre die Präsentation auf dem Banner, auf Plakaten, auf dem Flyer und im Internet.

Der Umzug der Wirtschaftsförderung in die Schuhstraße ermögliche der Gründervilla den benötigten Platz. Denn der Technologiepark nebenan sei seit Jahren ausgebucht, hält der Dezernent fest. Derzeit seien dort 23 Gründer untergebracht. Seit seiner Gründung 1986 seien im Technologiepark 149 Firmen mit mehr als 1.600 überwiegend hochqualifizierten Arbeitsplätzen entstanden. Dabei sind beinahe alle Firmen in Braunschweig geblieben. Leppa resümiert: „Diese Zahlen zeigen die Bedeutung der Gründerförderung für unsere Stadt.“

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