22. November 2019
Aus der Region

Harz-Heide-Pakt verabschiedet

Mit neuer Dynamik den Zusammenhalt der Region Braunschweig-Wolfsburg stärken

Repräsentanten aus der Region Braunschweig-Wolfsburg kamen mit den regionalen Landtagsabgeordneten in Hannover zusammen, um über die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts zu diskutieren. Foto: Allianz für die Region GmbH/Sascha Gramann

Auf Initiative der Allianz für die Region diskutierten vergangenen Mittwoch rund 60 Vertreter aus der hiesigen Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Politik, über die zukünftige Organisation der Region Braunschweig-Wolfsburg. Im Fokus standen vor allem das Fördermittelmanagement zur Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandortes und der verbesserte Einfluss auf die Entscheidungen in der niedersächsischen Landespolitik, aber auch in der Bundes- und Europapolitik.

Matthias Wunderling-Weilbier stellt das Projektbüro Südostniedersachsen vor. Foto: Allianz für die Region GmbH/Sascha Gramann

„Die Bedeutung der größten Wirtschaftsregion Niedersachsens wird künftig im niedersächsischen Parlament und in der Landespolitik wesentlich prägnanter sichtbar werden“, lautete das Fazit von Ulrich Markurth, Aufsichtsratsvorsitzender der Allianz für die Region und Oberbürgermeister Braunschweigs. Die Veranstaltung „Die Region in Hannover“ stellte dabei auch eine erste konkrete Idee zur künftigen Zusammenarbeit zur Diskussion. „Die Entfaltung der regionalen Stärke hängt im Wesentlichen ab von drei Treibern: Die kommunale Familie, die Wirtschaft und die Wissenschaft. Bereits jetzt werden in der Region gemeinsam zukunftsfähige Strategien entwickelt. Wir wollen diese Stärke ausbauen und somit eine neue Dynamik des Zusammenhalts erreichen“, sagte der Landesbeauftragte Matthias Wunderling-Weilbier.

Neue Wege der Fördermittelakquise

Landtagsabgeordnete unterzeichnen Absichtserklärung „Harz-Heide-Pakt“. Foto: Allianz für die Region GmbH/Sascha Gramann

Ziel sei es, dafür ein neues Instrument zu etablieren, um auch konkrete und regional bedeutsame Projekte mit Fördergeldern zu unterstützen. Gemeinsam sollen entsprechende zukunftsfähige Ideen identifiziert und umgesetzt werden. Die operative Arbeit soll in einem Projektbüro erfolgen. Die Allianz für die Region und das Amt für regionale Landesentwicklung übernehmen dafür gemeinsam die Verantwortung. „Es geht hierbei um bahnbrechende trendsetzende Großprojekte, die mit Fördermitteln von EU, Bund und Land als Leuchtturmprojekte überregionale Strahlkraft entfalten, wovon alle profitieren werden“, betonte Oliver Syring, Geschäftsführer der Allianz für die Region.

Abgeordnete unterzeichnen Absichtserklärung

Mit dabei waren 19 Landtagsabgeordnete aus den Städten und Landkreisen Braunschweig, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg, die parteiübergreifend die mit Abstand größte regionale Gruppe im Landesparlament sind. Die Sprecher der Parteien versicherten abschließend, sich bei Vorhaben aus der Region nach Möglichkeit gegenseitig überparteilich zu unterstützen. Sie finden sich in dem so genannten „Harz-Heide-Pakt“ zusammen, in dem sie gemeinsam die Interessen der Region Braunschweig-Wolfsburg gegenüber Dritten stärken und in einem breiten Bündnis mittelfristig die Abbildung der Region forcieren wollen.

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