IHK mit neuem Fahrplan

Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg bringt bei Vollversammlung Beschluss auf den Weg

Olaf Kahle, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg. Foto: Tamme

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg hat nach intensiver Diskussion in ihrer Sitzung am Donnerstag, den 9. März 2017, in Wolfsburg die Zukunft der IHK beschlossen. So wird es ab April eine Arbeitsgruppe mit Namen „IHK-Kooperation“ geben, die den ergebnisoffenen Auftrag hat, bis spätestens zur Sitzung im September 2017 Positionen und Anforderungen der IHK Lüneburg-Wolfsburg für die tiefere Kooperation mit Nachbar-IHKs zu erarbeiten.

Im Februar hatten die Präsidien der IHK Lüneburg-Wolfsburg und der IHK Braunschweig beschlossen, den Vorschlag der Präsidenten Olaf Kahle und Helmut Streiff zur Prüfung einer gemeinsamen IHK weiterzuverfolgen. Es folgte eine öffentliche Fusionsdiskussion, die einige Mitglieder verunsicherte. „Als Reaktion auf diesen zum Teil auf falschen Tatsachenbehauptungen fußenden Diskurs haben wir im Vorfeld der Vollversammlung beschlossen, die Sondierungsgespräche vorerst zu stoppen, um alle Mitglieder mitzunehmen“, erklärte Olaf Kahle.

Partizipation, Ergebnisoffenheit und Entscheidungsfindung waren die Schlüsselworte, die im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion standen. Denn einige Mitglieder fühlten sich im Vorfeld nicht ausreichend umfassend genug informiert. „Genau deshalb soll es ja diese Arbeitsgruppe geben. Wir stehen hier am Anfang einer Diskussion und nicht am Ende“, erklärte Kahle dazu. Gemeinsam mit Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert stellte er die Chancen einer näheren Kooperation vor und auch bereits etablierte Zusammenarbeit sowie gemeinsame Projekte. Kahle betonte, dass es um die zukünftige, langfristige Ausrichtung der IHK gehe. „Eine IHK 2030 muss stark, dezentral und fit für die Zukunft sein. Wenn wir uns jetzt nicht mit diesem Prozess befassen, vergeben wir eine Chance. Das könnten wir eines Tages sehr bereuen.“

In geheimer Abstimmung sprachen sich 77 Prozent der 57 anwesenden Mitglieder für die Gründung einer Arbeitsgruppe aus, 13 Vollversammlungsmitglieder stimmten dagegen. Die  beschlossene Arbeitsgruppe wird aus den Mitgliedern des Präsidiums sowie aus jeweils zwei weiteren Vollversammlungsmitgliedern aus jedem Landkreis und aus der Stadt Wolfsburg bestehen. Das erste Treffen ist für Ende April angesetzt.

 

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