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1. Oktober 2021
Entscheider

Florian Rehm im Exklusiv-Interview: „Ich bin nicht nur Jäger­meister“

Der Unternehmer und Mehrheitsgesellschafter der Mast-Jägermeister SE spricht über seine Neigung zur Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und die Grünen, und seine Entscheidung gegen einen Chefposten bei Jägermeister.

Florian Rehm, Unternehmer und Mehrheitsgesellschafter der Mast-Jägermeister SE, im Gespräch über ein Erbe, das sein Leben prägt, Studium trotz Puddingzweig und einen Pakt mit dem eigenen Unternehmen … Foto: Holger Isermann.

Interviews mit erfolgreichen Familienunternehmer:innen führen wir gewöhnlich in einem klimatisierten Büro in der Firmenzentrale. Florian Rehm bittet uns an diesem Dienstagnachmittag im September nicht nach Wolfenbüttel, wo die Mast-Jägermeister SE, die in 150 Ländern aktiv ist und vor Corona mehr als 100 Millionen Flaschen ihres Kräuterlikörs verkaufte, ihren Hauptsitz hat. Stattdessen treffen wir den Mehrheitsgesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzenden auf dem rund 13 Kilometer entfernten Rittergut Lucklum, das seiner Familie gehört.

Rehm wartet bereits draußen auf dem Parkplatz, denn er möchte mit uns in seinem olivgrünen Defender eine Tour über Felder und Wiesen des landwirtschaftlichen Bio-Betriebs machen.

Florian Rehm ist „kein Manager“

Dass er in den Medien häufig auf seine Rolle als Jägermeister-Erbe beschränkt wird, stört ihn, erzählt uns Rehm, während wir über einen gräsernen Feldweg holpern. Er sei mehr als das, und habe sich bewusst vor einigen Jahren gegen den Chefposten im Vorstand entschieden. „Ich bin kein Manager“, sagt er. Und weiter: „Ich glaube, meine Qualitäten sind, dass ich emotionale Intelligenz habe, dass ich Menschen spüre. Ich will eher befähigen, habe Lust ihnen Raum zu geben und will meinen aber auch bewahren.“

Die Landwirtschaft sei in diesem Sinne sein Rückzugsort. Doch ganz ablegen kann der Unternehmer das Familienerbe auch an diesem Tag nicht – bildhaft prangt ein symbolischer Hirsch auf seiner Gürtelschnalle.

Auf einer kleinen Anhöhe halten wir kurz an. Von hier aus können wir einen Großteil der Region überblicken und dank klarem Himmel sogar den Harz ausmachen. Die Welt dort unten in Lucklum scheint in Ordnung: Bio-Hähne widmen sich gackernd ihrem Futter, Pferde wie Rinder grasen auf saftigen Weiden und gegenüber des Ritterguts entsteht gerade ein Waldorfkindergarten.

„Wir allein können die Welt nicht retten, dazu reicht unsere Kraft nicht aus. Aber hier, wo wir leben und unser Unternehmen sitzt, können wir einiges bewegen.“ Uns gegenüber steht ein auffallend selbstreflektierter Mensch, der sich Gedanken um seine Kinder, die Umwelt, die Gesellschaft und seine Rolle in all dem macht – und der in einem Leben zwischen Bürde und Möglichkeiten sich selbst gefunden hat.

Hier lesen Sie das komplette Interview mit Florian Rehm

Herr Rehm, wann haben Sie erfahren, dass Jägermeister Ihrer Familie gehört und daraus eine Aufgabe für Sie erwachsen könnte?

Ich bin in Wolfenbüttel geboren, aber am Starnberger See in Bayern aufgewachsen. In den Ferien bin ich immer zu meinen Großeltern gefahren. Das war für mich lange Zeit Wolfenbüttel. Über Jägermeister wurde damals nicht gesprochen, das Unternehmen hat in meinem Leben keine Rolle gespielt. Wahrscheinlich auch, weil man in dieser Zeit einfach große Sicherheitsbedenken hatte.

Jägermeister wurde richtiggehend aus Ihrem Leben ferngehalten?

Ja, vollkommen. Ich bin nicht als klassisches Unternehmerkind aufgewachsen, habe alle Abschlüsse gemacht, die möglich sind – weil mein Umfeld wohl zwischendurch an meinem Ehrgeiz gezweifelt hat (lacht). Ich habe einen Hauptschulabschluss, dann war ich auf der Realschule und schließlich kamen das Fachabitur und das Studium. Und wenn ich heute zu einem Klassentreffen nach Bayern fahren würde, dürften längst nicht alle Mitschüler:innen wissen, dass Jägermeister unserer Familie gehört.

Wann hat sich das geändert?

Mit 17 hat meine Großmutter das erste Mal bewusst mit mir über Jägermeister gesprochen – sie hat das Gespräch aber gleich mit dem Zusatz versehen: Mach dir keine Gedanken, das Unternehmen wird ohnehin verkauft.

Rehm wollte Landwirt werden

In Ihrer Zukunftsplanung hat das Unternehmen keine Rolle gespielt?

Nein, man hat mir immer gesagt: Geh deinen Weg. Deshalb war für mich klar, dass ich Landwirt werde. Ich bin zum Agrarbildungszentrum nach Schönbrunn gegangen, wo ich übrigens auch meine Frau kennengelernt habe. Vielleicht hat mir die Kindheit außerhalb des Unternehmens in den letzten Jahren auch geholfen, Dinge anders anzugehen und zu denken. Ich habe eben nicht schon von klein auf in diesem System gesteckt …

… und haben sich so eine Außen­perspektive auf das Unternehmen bewahrt?

Genau.

Bekannt ist, dass Sie heute mit 55 Prozent Mehrheitsgesellschafter von Jägermeister sind. Wie kam es dazu?

Es gab verschiedene sehr bewusste Weichenstellungen meiner Großmutter, die ich damals aber nicht als solche erkannt habe. Als der Gedanke in mir reifte, Landwirtschaft zu studieren, fragte sie, ob ich nicht auch ein betriebswirtschaftliches Fach wählen könnte.

Ein sonniger Spätsommertag und ein schattiges Plätzchen unter großen Bäumen bildeten den Rahmen für das offene Gespräch mit Florian Rehm. Foto: Holger Isermann.

Womit hat sie das begründet?

Sie sagte, wer weiß, ob du überhaupt Landwirt wirst. Vielleicht machst du später doch etwas anderes und du solltest dich möglichst breit aufzustellen. Der Druck zu Studieren war von außen aber auf jeden Fall da …

… warum?

Weil das wie eine Eintrittskarte in das Unternehmerleben war – zumindest in das unsrige. Ich war damals konfrontiert mit einer alten Welt voller gestandener Herren. Günter Mast, der Übermanager, mein Großvater, saß im Aufsichtsrat und es wurde einfach auf bestimmte Voraussetzungen geschaut. Also habe ich in drei Jahren mein Duales Studium durchgezogen und bin dann zu Avacon gegangen. Damals war mir nicht ganz klar, wohin die Reise gehen sollte und plötzlich starb mein Großvater mit 81 Jahren. Das war ein entscheidender Moment für mich, weil meine Großeltern eine furchtbar wichtige Rolle in meinem Leben gespielt haben. Kurz vor seinem Tod sagte mein Großvater zu mir: Hör zu, du bekommst das Gut Reinau, damit du etwas Eigenes hast – und egal, wie du deinen Weg gehst, du sollst unabhängig sein.

Hat er versucht das genauer zu erklären?

Er sagte, er sei so früh in seinem Leben abhängig geworden, weil er als Kriegswaise nach Wolfenbüttel gekommen ist, wo er zunächst als Kinderarzt praktizierte, bevor ihn sein Schwiegervater Curt Mast drängte, ins Unternehmen zu gehen und seine Praxis aufzugeben. Bei Jägermeister war er nicht unglücklich, aber sein eigener Weg wäre ein anderer gewesen. Und ich glaube heute, dass er mir die Freiheit schenken wollte, meinem Herzen folgen zu können.

Wie ging es dann weiter?

Ich habe 2003 bei Avacon gekündigt und mir eine einjährige Auszeit genommen, um als Praktikant meinen landwirtschaftlichen Betrieb kennenzulernen. Und in dieser Zeit hatten wir 125-jähriges Firmenjubiläum bei Jägermeister. Da fragte meine Oma mich, ob ich mich irgendwo einbringen möchte. Das war wahrscheinlich ein Schlüsselmoment, denn parallel hat sie mich zum Vorsitzenden der Curt Mast Jägermeister Stiftung gemacht und mich so in die Nähe des Unternehmens gebracht, ohne mir dieses selbst aufzubürden.

Dazu kam es aber doch schneller als erwartet, oder?

Ja, mein Onkel hat kurz danach den Aufsichtsrat verlassen und meine Oma sagte zu mir: Florian, jetzt ist niemand aus der Familie mehr im Unternehmen, kein Opa, kein Onkel Günter – nur fremde Manager. Damals kam die Idee auf, dass ich in irgendeiner Form die Nachfolge antrete. Um möglichst schnell viel Berufserfahrung zu sammeln, bin ich zu Wrigleys nach Nürnberg gewechselt und wollte 2004 für das Unternehmen nach Südafrika gehen …

… aber?

Zu dieser Zeit kam das damalige Jägermeister-Management zu meiner Großmutter und wollte ein Unternehmen kaufen, das außerhalb unserer Branche lag. Sie war geradezu entsetzt, dass Manager sich in dieser Form Gedanken um ihr Vermögen machen, anstatt sich voll und ganz auf Jägermeister zu konzentrieren.

Wie hat sie reagiert?

Sie hat ein zweites Unternehmen neben Jägermeister gegründet und mich gebeten, in die Geschäftsführung zu gehen. Ich erbat mir Bedenkzeit. Denn ich war 28 und habe mich schon gefragt, ob das der richtige Schritt ist. Aber Bedenkzeit habe ich nicht bekommen (lacht). Sie hat das Ergebnis direkt kommuniziert. Da war sie rigoros und ich glaube heute, dass diese Gründung der späteren Solvia Vermögensverwaltung elementar war. Denn ohne das heutige Family Office gäbe es Jägermeister und unsere Unternehmerfamilie wahrscheinlich in dieser Form nicht mehr.

Das müssen Sie genauer erklären!

Es war die große Chance für mich und unsere Familie, sich neben Jägermeister entwickeln zu können. Im Vorstand bei Jägermeister hat damals niemand auf einen 23-Jährigen gewartet, hier wären die Widerstände auch viel zu groß gewesen. Aber meiner damals 84-jährigen Großmutter war klar, dass wir keine Zeit mehr verlieren dürfen und mich möglichst schnell dazu befähigen müssen, Verantwortung zu übernehmen. Ich brauchte einen Ort, um mich zu beweisen.

In mehr als 150 Ländern ist Jägermeister mittlerweile aktiv. Foto: Leevke Struck/Mast Jägermeister SE.

Warum Sie?

Mein Bruder war viel zu jung und meine Schwester war gerade aus Australien zurückgekehrt und hatte sich selbstständig gemacht. Meine Großmutter hat mal gesagt, sie sehe ihren Vater in mir, ich hätte dieses unternehmerische Gen in mir. Damals habe ich das positiv aufgefasst, heute sehe ich es etwas zwiegespaltener. Denn so stark er als Unternehmer war, so schwach war er als Vater und Familienoberhaupt.

Welche Strategie verfolgen Sie bei der Solvia?

Es gibt die Strategie „Solvia 2100“, das ist die Sparbüchse der Familie. Damit sichern wir die nächsten Generationen ab. Das zweite ist: In der Solvia findet nichts mit Alkohol statt. Jägermeister macht Alkohol, wir machen den Rest. Der dritte und entscheidende Punkt, der unsere Haltung abrundet: Jägermeister – Business first und Solvia – Family first.

Goethe: Was du erbst, das erhalte

Ist die Verantwortung für nachfolgende Generationen eine Bürde?

Von Goethe gibt es den schönen Satz: „Was Du erbst, das erhalte“. Viele Unternehmerkinder kennen dieses Zitat, aber kaum einer weiß, dass es noch weitergeht. Im Sinne von: „Und was dich belastet, das entledige Dir.“ Meine Mutter hat das immer vervollständigt. Denn waren die vorigen Generationen wirklich glücklich mit Jägermeister? Sicher längst nicht alle.

Was war Ihre Großmutter für ein Mensch?

Sie war eine sehr durchsetzungsstarke und vorausschauende Persönlichkeit. Ich erinnere mich zum Beispiel an zwei Begebenheiten. Sie hat früher einmal im Monat die Manager von Jägermeister getroffen und sich berichten lassen und ich durfte dabei sein. Das Management hat in einer dieser Runden vom Erfolg in Neuseeland berichtet. Und sie fragte: Wie sieht es in China aus? Die Verantwortlichen entgegneten: Naja, Neuseeland würde wirklich gut laufen, hier wären wir die größte Import-Marke. Und meine Großmutter sagte dann: Neuseeland hat zwar viele Schafe, aber wenig Einwohner. Das Land ist nicht entscheidend. Nach dem Gespräch sagte sie mir: Weißt du Florian, Manager müssen Dinge immer positiv verkaufen. Das ist auch gut so und du musst ihnen den Raum dazu geben, aber du darfst nie deine eigene Idee für das Unternehmen aus den Augen verlieren und musst es auf Kurs halten.

Und die andere Situation?

Die schließt daran an. Es war etwas drei Monate später bei einem Abendessen mit unserem Vorstand. Meine Großmutter fragte wieder nach China und war mit der Antwort nicht zufrieden. Also drehte sie sich zu mir um und sagte: Florian, ich glaube, du musst nach China reisen. Ich kenne das Land, habe es mehrmals bereist – wer von Ihnen, meine Herren war denn mal dort?

Jetzt sind wir gespannt!

Niemand. Einige Zeit später reiste der gesamte Vorstand und Aufsichtsrat nach China. Ich habe solche Schlüsselmomente oft erst später verstanden, in diesem Fall: Wie wichtig es ist, ein eigenes Zielbild zu haben. Und darin war sie einfach gut. Sie hatte klare Vorstellungen, insofern war sie eine Visionärin. Sie ist viel gereist, trotzdem war sie eine Wolfenbüttelerin. Mit ihrem Garten und ihren Rosen war sie irgendwie glücklich. Ich glaube, diese Naturnähe war schon immer wichtig in der Familie. Auch der Großvater Curt Mast hatte ja seinen Obstgarten und war passionierter Jäger.

Auf dem Rittergut Lucklum sitzt die Verwaltung der land- und fortwirtschaftlichen Aktivitäten von Florian Rehm. Foto: Mast-Jägermeister SE.

Wie war ihr Verhältnis zueinander?

Sie hat immer an mich geglaubt, obwohl ich den „Puddingzweig“, den hauswirtschaftlichen Zweig in der Realschule besucht habe, wie meine Großmutter zu sagen pflegte. „Mit diesem Puddingzweig wirst du nicht weit kommen, aber das kriegen wir dann auch noch hin, Florian.“ Mein Großvater Günther Findel war in dieser Frage sehr ähnlich. Eine typische Aussage war etwa: „Du bist halb gebildet.“ Das war für ihn jeder, der nicht das große Latinum hatte. Er meinte das nicht herablassend, aber ohne Latein konnte man sich seiner Meinung nach die Welt nicht erschließen. Er war ein ganz feingeistiger Mensch und damit im Unternehmen lange Zeit der Gegenpol zu Günter Mast.

Rehm: „Bewusst entschieden, nicht in den Vorstand von Jägermeister zu gehen“

Und Sie?

Ich bin kein Manager und habe mich ja sehr bewusst entschieden, nicht in den Vorstand von Jägermeister zu gehen. Meine Qualitäten liegen woanders.

Verraten Sie uns mehr?

Ich glaube, meine Qualitäten sind, dass ich emotionale Intelligenz habe, dass ich Menschen spüre. Ich will eher befähigen, habe Lust ihnen Raum zu geben und will meinen aber auch bewahren. Die Landwirtschaft ist für mich in dieser Hinsicht ein Rückzugsort.

Stichwort Raum: Wie viel Zeit bleibt Ihnen neben Unternehmen und Stiftungen eigentlich für Privates?

In den letzten Jahren ist mir sehr bewusst geworden, dass ich mich in Einklang mit meiner Familie bringen muss und heute ist sie mein Mittelpunkt. Ich sage also nicht, diese fünf Termine müssen noch gemacht werden und ich mache sie. Sondern ich frage mich, kann ich das dem System Familie und mir selbst noch zumuten?

Selbstachtung und -sichtbarkeit …

Absolut! Ich habe mich früher mit der riesigen Verantwortung für die Familie und die kommenden Generationen phasenweise extrem überfordert gefühlt. Das war 2011, kurz nachdem meine Großmutter gestorben ist, und die Last und Bürde zu viel wurde. Seitdem lasse ich mich coachen und versuche auch unseren Mitarbeiter:innen klar zu machen: Achtet auf euch selbst. Das ist gar nicht so schwer. Wahrscheinlich denken jetzt einige – klar, der kann sich das auch leisten. Aber das hat nichts mit arm oder reich zu tun, sondern mit der inneren Einstellung.

Seine Großmutter Annemarie Findel-Mast beschreibt Rehm als Visionärin … Foto: Mast-Jägermeister SE.Statt Vorstandschef sind Sie heute Chef des Aufsichtsrates …

Meine Schwester war inzwischen auch im Aufsichtsrat und wir haben uns oft zusammengeschlossen und Management-Entscheidungen diskutiert. Das führte irgendwann zu der logischen Konsequenz, dass ich von der Gastrolle in den Vorsitz des Aufsichtsrats gewechselt bin. Wir haben Führung übernommen.

Was war Ihr erster Impuls ins Unternehmen?

Wir haben 2009 zum ersten Mal eine Zehn-Jahres-Strategie vom Vorstand eingefordert, aber schnell gemerkt, dass wir mit einigen Punkten nicht zufrieden waren. Also haben meine Schwester und ich angefangen, unsere Vision aufzuschreiben und fünf strategische Punkte abgeleitet. Die sind eingeprägt auf einem Holzbrett, das wir an alle leitenden Angestellten von Jägermeister verteilt haben. Wir haben damit einen Pakt mit dem Unternehmen geschlossen. Mit der Mission „The Best Nights of Your Life“ werden wir die größte Spirituose der Welt. Dieses ambitionierte Ziel steht nicht mehr infrage , auch wenn es noch Generationen brauchen wird, es zu erreichen.

Wie gut funktioniert die Zusammenarbeit mit Ihrer Schwester?

Sie ist ein wichtiger Sparringspartner für mich. Es war ein Schlüsselmoment, dass sie mir sagte: Ich erlaube dir als Bruder, das zu tun. Denn wenn man als Familie qua Unternehmensanteile und als Aufsichtsratsvorsitz ein Unternehmen derart dominiert, kann das ja ein totales Desaster werden. Und deswegen brauchte ich sie, die mich in den Arm nehmen konnte und gesagt hat: Das ist gut, dass du das machst und diese Entscheidung triffst, und ich stehe gern an deiner Seite!

Woher ziehen Sie die nötige Selbstsicherheit für wegweisende Entscheidungen bei Jägermeister oder im Family Office?

Anfangs war das gar nicht so leicht, aber dann habe ich irgendwann gemerkt, dass die Leute alle nur mit Wasser kochen. Ich kann mich noch an Präsentationen von Vorständen erinnern, die gesagt haben: Das ist so, und dies und jenes tun wir jetzt und dann kommt das dabei heraus.

Und?

Es ist natürlich nicht immer eingetreten und ich habe mich damals gefragt, woher dieses Selbstbewusstsein kommt, solche Prognosen trotzdem derart selbstsicher vorzutragen. Das hätte ich mich nie im Leben getraut. Heute muss ich eher schmunzeln, wenn jemand sich anmaßt, in die Zukunft schauen zu können …

… und Großvater Dr. Günther Findel (links) als feingeistigen Gegenpol zu Günter Mast. Foto: Mast-Jägermeister SE.

Gibt es Sitzungen bei Jägermeister, in denen Sie Ihre Manager bitten, die Show zu lassen und ehrlich zu sein …

Das braucht es gar nicht. Heute tun wir das ganz offen und schonungslos. Aber man muss ja auch unterscheiden: Was kommuniziere ich großflächig in ein Unternehmen hinein und was diskutieren wir in kleiner Runde.

Sie haben also schon einen Kulturwandel angestoßen?

Wir haben das Unternehmen komplett gedreht. Das war der Pakt mit unserem Vorstandschef Michael Volke. Wir haben überall kleine Feuer gelegt, damit von unten Hitze entsteht und das Silo-Denken aufgebrochen wird. Und ich habe Aufsichtsratssitzungen komplett verändert. Früher dauerten unsere Hauptversammlungen einen ganzen Tag, heute kaum mehr als zehn Minuten. Kein Mensch muss mir Jahresabschlüsse um die Ohren hauen. Das inspiriert mich nicht, das ist auch nicht Jägermeister-like.

Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Herrn Volke aus?

Er trifft Entscheidungen, aber ich bin trotzdem da. Und so bereisen wir auch den Globus. Früher hat man Programme entwickelt, um uns in Parallelwelten durch die Jägermeister-Welt zu führen. Heute reisen wir gemeinsam los, und im Zweifel reist er linksrum und ich rechtsrum und dann treffen wir uns wieder, weil es der Sache dient.

Auf Wandertour mit Dirk Rossmann

Wissen Ihre Kinder eigentlich von Jägermeister oder halten Sie das ebenso von ihnen fern, wie Ihre Eltern damals?

Ich habe ganz lange überlegt, wie ich es mache und darüber auch mit meiner Frau sowie einem wichtigen unternehmerischen Wegbegleiter gesprochen, mit dem ich regelmäßig wandern gehe: Dirk Rossmann. Und er hat gesagt: Florian, wenn du deinen Kindern, die hier in Wolfenbüttel aufwachsen, das nicht sagst, wie sollen sie denn Verantwortung für das, was auf sie zukommt übernehmen? Das hat mich überzeugt. In ihrem schulischen und Freizeitumfeld versuchen wir, es nicht zu adressieren, und sie normal aufwachsen zu lassen. Soweit das eben geht, wenn man aus der Jägermeisterfamilie kommt.

Rehm: Ich habe keine Lust, Schrauben zu verkaufen

Verantwortung ist ein gutes Stichwort: Gibt es eigentlich Momente, in denen Sie sich wünschen, dass Sie eine Apfelschorle oder einen Tee verkaufen und keinen hochprozentigen Alkohol?

Ich plädiere zwar für mündige Bürger, aber ich möchte auch keine weichgespülte Antwort geben. Das muss ich ganz klar sagen. Wir sind ein Familienunternehmen und der Vorstand weiß, dass er bestimmte Dinge nicht ausreizen darf. Wir haben Leitplanken gegeben – dass wir ein deutscher Steuerzahler sind und keine Steuersparkonstrukte wollen. Und eben auch, dass wir junge Menschen nicht in den Grauzonen verführen wollen. Wir liefern einen Feier-Moment, auf den ich stolz bin. Ich hätte keine Lust, Schrauben zu verkaufen und würde mit Würth nicht tauschen wollen, aber wir müssen verantwortungsvoll agieren.

Richtig Fahrt aufgenommen hat die Unternehmens- und Familien-Geschichte aber bereits eine Generation vorher – mit dem Jägermeistererfinder und passionierten Jäger Curt Mast. Foto: Mast-Jägermeister SE.

Das Thema gesellschaftliche Verantwortung zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Familie. Woher kommt der Stiftergeist?

Das ist wahrscheinlich ein bisschen die Veranlagung in der Familie gepaart mit den Möglichkeiten. Wir versuchen mit unseren Stiftungen einfach etwas zurückzugeben. Darüber hinaus haben wir in Krisen immer wieder festgestellt, dass es Momente gibt, in denen es mehr braucht. Deshalb haben wir zum Beispiel während Corona einen Solidarfonds für Wolfenbüttel ins Leben gerufen. Als 2015 die Flüchtlinge nach Deutschland strömten, haben wir dem Roten Kreuz hier ein Haus geschenkt, weil wir wollten, dass die Menschen mitten unter uns wirklich ankommen können.

Woraus leiten Sie dieses Verantwortungsgefühl für Wolfenbüttel ab?

Wir allein können die Welt nicht retten, dazu reicht unsere Kraft nicht aus. Aber hier, wo wir leben und unser Unternehmen sitzt, können wir einiges bewegen. Das war auch der Antrieb bei unserer Alkoholspende ans Klinikum in Braunschweig. Aus dem Unternehmen kam damals die Rückmeldung, dass es zu Produktionsengpässen kommen könnten. Aber liefern wir deswegen keinen Alkohol aus? Nein, an der Stelle tritt das Gemeinwohl in den Vordergrund.

Was antworten Sie den Zweiflern, die das für eine unternehmerische Inszenierung halten?

Es ist keine. Wir tun so etwas, weil wir so sind. Dafür gibt es unendliche viele Beispiele und die wenigsten kommunizieren wir öffentlich.

Nachhaltigkeitsziele und Greenwashing

Ihre Wachstumsziele sind ambitioniert – bleibt da Raum für Nachhaltigkeitsziele?

Ich erwarte von Jägermeister und unserer gesamten Unternehmensgruppe, dass wir uns so verhalten, dass ich meinen Kindern irgendwann guten Gewissens gegenübertreten kann. Dazu gehört ein Dreiklang: Wir wollen sozial, ökologisch und ökonomisch sein.

Der Aufsichtsratsvorsitzende zusammen mit Ministerpräsident Stephan Weil bei der Eröffnung des neuen Werks in Wolfenbüttel-Linden. Foto: Karl-Ernst Hueske.

Klingt gut, aber was heißt das konkret?
Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Wir haben vor vielen Jahren den Red Dot Design Award für ein Kunststoff-Cool-Pack gefüllt mit Jägermeister erhalten. Das werden wir jetzt sukzessive einstellen, obwohl es in einigen Ländern unsere erfolgreichste Zweiplatzierung ist. Das ist genau die Grenze und unterscheidet uns sicher von anderen Unternehmen. Mir geht es nicht um Greenwashing, ich will es wirklich richtig machen. Deshalb noch ein zweites Beispiel: Weil wir stark wachsen, müssen wir unsere Produktion erweitern. Am einfachsten wäre es, eine neue Halle zu bauen. Das heißt aber, dass wir neuen Boden versiegeln müssen. Vor einer solchen Entscheidung, erwarte ich heute, dass alle Optionen geprüft werden – wie in diesem Fall, ob die bestehenden Gebäude nachverdichtet werden können, obwohl es das doppelte kostet, oder deutlich länger dauert. Eine finale Entscheidung steht zwar noch aus, aber die offene Diskussion ist in vollem Gange.

Auch in der Landwirtschaft setzen Sie zunehmend auf Nachhaltigkeit. Wie denken konventionelle Landwirte darüber?

Das weiß ich nicht (lacht). Es ist ja immer die Frage, was sagt man mir direkt und was hinter vorgehaltener Hand. Aber ich versuche nicht zu dominieren.

Was heißt das konkret?

Hier prägt mich eine Aussage meines Großvaters: Geklautes Land kaufe ich nicht. Dazu muss man wissen, dass er aus einer landwirtschaftlichen Familie stammt und aus Westpreußen vertrieben wurde. Deshalb hat er bis zu seinem Tod kein Land in Ostdeutschland gekauft und ich versuche, bei Zukäufen immer umsichtig zu sein und lasse auch anderen Landwirten den Vortritt. Natürlich wollen wir uns auch hier in der Region entwickeln, aber im Zweifel halten wir uns zurück und natürlich kooperieren wir auch untereinander …

Lässt sich Bio-Landwirtschaft auf dem hier präsentierten Level refinanzieren?

Wir sind mittlerweile davon überzeugt, dass Bio das neue Normal werden wird. Die Verordnungen und gesetzlichen Vorgaben sind so anspruchsvoll geworden, dass die meisten konventionellen Landwirte wirklich darunter leiden. Dazu kommen die öffentlichen Anfeindungen: Wir werden als Umweltsünder oder Tierquäler bezeichnet, dabei bin ich mir sicher, dass die Landwirte unisono für eine bessere Welt kämpfen. Es ist nur nicht so einfach, aus der industriellen Landwirtschaft heraus, in die die Subventionen viele Bauern getrieben haben, einen anderen Weg einzuschlagen.

„Riechen Sie mal, das ist pures Leben.“ Eigentlich wollte Florian Rehm Landwirt werden … Foto: Holger Isermann.

Wie passt das zusammen? Die gleichen Menschen, die Landwirte beschimpfen, kaufen beim Discounter möglichst billig …

Es ist so leicht, immer auf die anderen zu zeigen: Du Industrie, du Politik, du Landwirt … aber mal selbst auf sich und die eigene Rolle auf der Welt zu schauen, fällt den meisten Menschen ungleich schwerer. Selbst wenn wir die ausklammern, die sich bestimmte Produkte wirklich nicht leisten können, bleibt noch viel Potenzial für ein anderes Konsumverhalten. Unsere Hähne kosten zum Beispiel 19,90 Euro das Kilo.

Wie kommt dieser Preis zustande?

Es handelt sich um eine Zwiehuhnrasse – die Hühner legen Eier und werden später ebenso wie die Hähne geschlachtet. Das passiert hier vor Ort mit einem Schlachtmobil, was allein zwischen fünf und sieben Euro pro Tier kostet. Natürlich könnten wir die Hähne auch alle in Körbe packen und für einen Euro zum Schlachthof bringen, aber das bedeutet viel Stress direkt vor dem Tod. Und womit wollen wir das rechtfertigen?

Sind Sie zufrieden mit dieser Haltung?

Die Hähne können hier glücklich und zufrieden 18 bis 20 Wochen leben. Ich persönlich finde selbst das noch erschreckend kurz, aber normale Hähne werden direkt geschreddert oder leben maximal vier Wochen.

Sind wir vor einigen Jahren mit der industriellen Landwirtschaft falsch abgebogen?

Ja. Aber unwissentlich. Wir sollten nicht immer abschätzig in die Vergangenheit schauen. Damals erschien dieser Weg letztendlich richtig. Heute sehen die Leute, dass etwas schiefläuft und es gibt gerade bei den jungen Landwirten einen regelrechten Aufbruch. Wir haben zwar Wissen dazugewonnen, aber auch unheimlich viele Dinge verlernt. Und ich glaube es wäre wichtig, dass wir innovative Ideen mit diesen alten Erfahrungen zu etwas Neuem verbinden. Ich lese zum Beispiel gern alte Landwirtschaftsbücher aus dem Antiquariat.

Rehm: Heute versuche ich, den Zug zu nehmen

Gab es ein Schlüsselerlebnis für Sie, das Sie zur Biolandwirtschaft gebracht hat?

Ich wollte immer Tiere haben. Sie sind für mich der logische Bestandteil einer Landwirtschaft und dann kam es vor einigen Jahren zur Begegnung mit den Hermannsdorfer Landwerkstätten, wo Herta-Gründer Karl Ludwig Schweisfurth nach vielen Jahren an der Spitze des Unternehmens zum Pionier für eine artgerechte und nachhaltige Lebensmittelherstellung wurde. Mir war nach dem Besuch sofort klar – das ist der Weg!

Dexter-Rinder grasen auf einer Wiese. Foto: Mast-Jägermeister SE.

Und jenseits der Landwirtschaft?

Vor drei Jahren wäre ich selbst noch für jeden Termin in Deutschland in den Flieger gestiegen. Schlichtweg, weil mir nicht klar war, was da klimatisch auf uns zukommt. Heute versuche ich, den Zug zu nehmen.

Was hat Sie zum Sinneswandel bewegt?

Die pure Faktenlage: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Venedig 2050 nicht mehr existiert. London wird klimatisch Barcelona sein. Ich habe drei Mädels daheim, in unserer Familie gibt es einen Haufen Kinder und ich möchte nicht, dass die mir irgendwann vorwerfen, dass ich nichts getan habe. Das treibt mich um!

Kann man mit diesem Wissen noch etwas anderes sein als Natur- und Klimaschützer?

Das schwierige beim Thema Nachhaltigkeit ist, dass wir alle noch keine Antworten haben. Niemand kann uns sagen, mach es so und du machst es richtig. Verzicht, Technologie – wahrscheinlich kommt es am Ende auf alle Aspekte an und die Lösungsansätze werden sich laufend ändern.

Und die Selbstwirksamkeitsfrage? Deutschland stößt nur rund zwei Prozent des weltweiten CO₂ aus …

Ich habe kein Verständnis für Menschen, die bei der Frage nur in Richtung China schauen, ganz so als ob man dort bewusst die Welt zerstören wollte. Wir kämpfen alle zusammen für das gleiche Ziel. Auch das Mikroklima wird übrigens wichtig sein und das können wir relativ stark beeinflussen, wenn wir Deutschland halbwegs gut hinbekommen. Außerdem macht uns das hoffentlich zum Vorbild für andere.

… und mit seinem Land Rover zeigt er uns die Bio-Landwirtschaft rund um das Rittergut Lucklum. Foto: Holger Isermann.

Welche Impulse braucht es dafür aus der Politik?

Wir benötigen klarere Vorgaben. Und es ergibt für mich keinen Sinn, beispielsweise die Grünen in diesem Zusammenhang als Verbotspartei zu verunglimpfen. Seit 20 Jahren bin ich bewusst Unternehmer und die Bürokratielast war noch nie so hoch, wie heute. Und das kommt bestimmt nicht von den Grünen. Die kann man als Partei gut finden oder nicht, aber diese Argumentation ist einfach schief.

Braucht es denn mehr Ver- oder Gebote?

Grundsätzlich würde ich sagen, dass die meisten Familienunternehmen ein so starkes Werte- und Verantwortungsgefühl haben, dass ich dem Staat gerne zurufen würde: Konzentrier dich auf die Leitplanken und trau der Gesellschaft mehr Eigenverantwortung zu!

Haben Sie ein Beispiel?

Als Corona ausbrach, habe ich relativ schnell mit dem Vorstand telefoniert und gesagt, dass ich möchte, dass wir allen Mitarbeiter:innen global eine Arbeitsplatzgarantie bis zum Ende des Jahres aussprechen. Wir haben gesagt: Liebe Mitarbeiter:innen, die Krise wird euch fordern, aber ihr werdet mit uns keine existenziellen Ängste haben. Und wir haben zum Vorstand gesagt: Wenn du Geld brauchst, kriegst du es, aber es wird keine Kurzarbeit bei Jägermeister geben.

„Wir tun so etwas, weil wir so sind.“: 50.000 Liter Alkohol zur Herstellung von Hand-Desinfektions­mitteln hat Jägermeister im März letzten Jahres dem Braunschweiger Klinikum zur Verfügung gestellt. Foto: Peter Siergk.

Warum nicht?

Wir haben jahrelang gut gewirtschaftet und ich verurteile Unternehmen, die Kurzarbeit in Anspruch genommen und es nicht gebraucht haben. Dieser moralische Kompass ist wichtig und aus meiner Sicht dann verloren, wenn große und erfolgreiche Unternehmen staatliche Hilfen in Anspruch nehmen und davon ihren Aktionären Dividenden auszahlen.

Wie kritisch blicken Sie auf die Politik?

Ich glaube, dass es an der Zeit war, die Ära Merkel zu beenden. Sie war sicherlich eine hervorragende Kanzlerin, aber jetzt braucht es eine neue Idee für Deutschland. Und die kann nur eng verknüpft mit der Klimafrage sein. Unabhängig davon finde ich es häufig unverschämt, wie die Gesellschaft mit Politikern umgeht – niemand von denen tritt ja an und will etwas Schlechtes.

Fehlt Ihnen das „Wir“ in der Gesellschaft?

Ich beobachte, dass wir immer mehr dazu neigen, andere aus einem gefährlichen Halbwissen heraus zu beurteilen. Und das versuche ich mir tatsächlich abzugewöhnen. Ich glaube fest, dass jeder Mensch es erstmal gut meint …

… ein positives Menschenbild?

Kommunikation ist das Mantra. Redet miteinander. In Unternehmen und im Privaten entstehen Probleme, weil Sender und Empfänger nicht miteinander funktionieren. Greift zum Hörer, schickt mir keine E-Mail. Fragt mich, ob ich es wirklich so gemeint habe. Das sage ich auch meinen Kindern: Schimpf nicht über deine Schwester, rede mit ihr. Das würde ich mir übrigens auch für mein Interview wünschen.

„Ich glaube fest,
dass jeder Mensch es
erstmal gut meint.“ Foto: Holger Isermann.

Wie meinen Sie das?

Ich würde mir wünschen, dass die Leute dieses Interview und mich nicht bewerten, sondern für sich stehen lassen. Das Gegenteil ist ja oft der Fall. Alle dürfen in den sozialen Medien schreiben, was sie wollen. Und ich kann nicht mit ihnen in den direkten Dialog treten. Deshalb entziehe ich mich dieser digitalen Öffentlichkeit, soweit es geht.

Warum sprechen Sie dann jetzt mit uns?

Ich habe lange darüber nachgedacht und mich auch mit meiner Familie beraten: Will ich diesen Einblick gewähren? Und mir ist klar geworden, dass ich so ein Gespräch, wenn überhaupt nur als Florian Rehm führen kann. Ich bin nicht nur Jägermeister, sondern mehr als das: Mensch, Unternehmer und am Ende des Tages Familienvater.

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