Der Schreibtisch von Achim Friedrichs - Standort38
23. Februar 2017
Portraits

Der Schreibtisch von Achim Friedrichs

Geschäftsführer der Friedrichs Garten- und Landschaftsbau, Tiefbau GmbH

Achim Friedrichs an seinem Schreibtisch. Foto: Kristina Künnemeyer

"Im Kritisieren war ich schon immer ganz gut, daraus erwuchs die Idee, etwas Eigenes zu machen", erläutert Achim Friedrichs amüsiert seine Entscheidung zum grünen Startup vor zwanzig Jahren – der Friedrichs Garten- und Landschaftsbau, Tiefbau GmbH.

Mit zwei Garagen und einem Arbeitsplatz im Schlafzimmer fing alles an. Die schnell anwachsende Auftragslage ließ auch die Belegschaft rasant wachsen. Längst verlegt der Betrieb nicht mehr nur Terrassen; er hat sich zum Komplettanbieter entwickelt und das Angebot reicht vom klassischen Garten- und Landschaftsbau, Baumpflege und hochwertigem Privatgartenneubau über Wasseranlagen und -technik bis hin zu Wlan-gesteuerten Beregnungsanlagen, Mäh-Robotern und Garten- sowie Poolbeleuchtung. Auch das Installieren von Outdoorküchen und Sonnensegeln sowie das Bauen von Schwimmteichen und Naturpools gehört zum Repertoire. Bereits ein Jahr nach der Existenzgründung erhielt das Unternehmen einen Großauftrag bei Toshiba in Braunschweig.

Vom Startup wandelte es sich bis heute zum Traditionsunternehmen: „Viele Mitarbeiter sind mittlerweile 15 Jahre dabei und kennen mich noch als Landschaftsgärtner auf der Baustelle.“ Täglich sind 48 Mitarbeiter, davon 26 gewerbliche auf den Baustellen, neun Auszubildende und drei Bauleiter sowie eineinhalb Planer für Friedrichs unterwegs. Arbeitet das Unternehmen ansonsten über die Grenzen Braunschweigs hinweg, beispielsweise in Wolfsburg, Salzgitter oder Gifhorn, konzentriert sich der Winterdienst auf die Löwenstadt. Zwischen sieben und 22 Uhr müssen die Straßen verkehrssicher sein; „Momentan betreuen wir etwa 500 Objekte. Wir fangen nächtens gegen halb drei Uhr an. Unser Kundenspektrum reicht vom kleinen Fußweg über große Parkplätze bis zu den Gehwegen der Stadt Braunschweig. Das bedeutet: Der eine fährt mit einem Besen los; der andere mit Radlader und Streuer. Da sind schnell mal 22 Mitarbeiter aus dem Garten- und Landschaftsbau auf den Beinen. Bei uns werden alle das ganze Jahr durch beschäftigt.“


Seit über 20 Jahren Spezialist für Baumpflege, hochwertigem Privatgartenneubau und mehr. Foto: Kristina Krijom
Aufgewachsen in Braunschweig und „sozusagen auf Besuch in Göttingen geboren“, hatte Gründer Achim Friedrichs ursprünglich angefangen, Maschinenbau an der TU Braunschweig zu studieren. Das Studium war ihm jedoch nicht praktisch genug; auch der Wechsel zum Bauingenieurwesen brachte keine Erfüllung: „Ich wollte abends sehen, was ich tagsüber kreativ erschaffen habe. Da entschloss ich mich spontan für eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner.“ Besonders reizen ihn komplexe Gärten, die eine organisatorische Herausforderung darstellen. „Auf der Baustelle ist man sein eigener Her, das schätzen auch die Kolonnenführer – das sind eigentlich einzelne Chefs, sage ich immer.“ Heute befasst sich Friedrichs allem voran mit Qualitäts-, Organisations- und Personalfragen. Das praktische Arbeiten konzentriert sich auf den heimischen Garten. „Neben unseren hauseigenen Fähigkeiten liegt uns besonders das Koordinieren anderer Gewerke, zudem haben wir gute Reaktionszeiten und sind zuverlässig.“

Seit 2009 ist das Unternehmen Mitglied im Galanet – ein weiterer Beweis für qualitativ hochwertige Arbeit und Innovationslust. Denn bei Friedrichs legt man Wert auf innerbetriebliche Fortbildung und Workshops mit den bundesweiten Galabau-Partnern. „Seit Jahren geht es in der Branche bergauf; in der Region prägt zudem Volkswagen die Klientel, die hochwertige und exklusive Gärten wünscht. Wir sind ein Dienstleister im Luxussegment und nach Sportwagen und Küche ist es häufig das eigene Grün, das verschönert wird.“

Fernab der Arbeit nimmt sich Achim Friedrichs am liebsten Zeit für seine Frau und seine zwei Kinder. Auch Bootsurlaube und Motorradreisen gehören zum Freizeitprogramm. Wie sein Unternehmen, geht auch er mit der Jahreszeit: „Mein Winterhobby ist Gitarrespielen.“

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