Der Schreibtisch von Dr. Olaf Knabe - Standort38
23. Oktober 2017
Portraits

Der Schreibtisch von Dr. Olaf Knabe

Inhaber der gleichnamigen Zahnarztpraxis

Dr. Olaf Knabe in seiner Praxis. Foto: Kristina Künnemeyer

Zahnarztbesuch – dabei denkt man unweigerlich an das Getöse von Bohrern, den Geruch von Desinfektionsmittel und weiße Crocs. Bei der Praxis von Dr. Olaf Knabe im Östlichen Ringgebiet von Braunschweig ist das anders. Und das nicht nur, weil wir heute zum Interview verabredet sind.

Die Designmöbel und Glaskaraffen im Wartebereich könnten einen fast vergessen lassen, dass man beim Zahnarzt sitzt. Die Behandlungszimmer im 2005 bezogenen Gebäude sind hell und freundlich und lehnt man sich auf dem Patientenstuhl zurück, erblickt man ein Himmelspanorama, das sich über die gesamte Decke erstreckt. Möbel und Accessoires sind hier kein Blendwerk, denn der renommierte Zahnarzt hat zwar Veneers – hauchdünne Keramikschalen zum Idealisieren von Zahnform und -farbe – im Portfolio, seine Praxis aber muss nichts sublimieren und ihre Tür steht Kassen- und Privatpatienten gleichermaßen offen. „Ich habe mich schon immer als Dienstleister verstanden. Ich möchte einfach, dass die Menschen sich hier wohlfühlen und das erreicht man besser durch eine angenehme Umgebung.“

Bereits mit dreizehn Jahren stand für Olaf Knabe fest, dass er einmal Zahnarzt werden will: „Der Besuch des Schulzahnarztes war für mich das Schlüsselerlebnis. In der DDR besuchte uns dieser mit einer Art Praxis-Wohnwagen und führte auch Behandlungen vor Ort durch. Stundenlang saß ich daneben und verfolgte fasziniert seine Arbeit.“ Seine Patienten sind ihm treu und manche, so erzählt er, würden nicht einmal die Narkosespritze spüren. „Am meisten ergreift mich, wenn die Menschen, die hier her kommen, berührt sind. Es ist toll zu sehen, wenn sich Angstpatienten mit jahrzehntelanger Zahnarztphobie vertrauensvoll an mich wenden und am Ende der Behandlung mit einem Lächeln und glitzernden Augen da stehen.“

Der Werdegang des gebürtigen Thüringers? „Der war straight.“ Das Examen schloss er im Jahr 1998 an der Medizinischen Hochschule in Hannover ab. Bereits nach einem Jahr wurde er in der ersten Praxis, in der er tätig war, zum Partner. Anschließend folgte die Selbstständigkeit. Neben ständigen Fortbildungen im Bereich Implantologie absolvierte der Doktor zudem Zusatzausbildungen für spezielle augmentative (knochenaufbauende) Verfahren und Weichgewebs-Chirurgie. Er ist Mitglied im Bund deutscher implantologisch tätiger Zahnärzte (BDIZ), im European Dental Study Club of UCLA (University of California Los Angeles), in der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde e.V. sowie im DGOI (Deutsche Gesellschaft für orale Implantologie).

In der Praxis unterstützen ihn seine Kollegen Fabian Kanus und Jennifer Lachmann sowie das neunköpfige Praxisteam. Das Therapiespektrum, über das der Zahnarzt Interessierte regelmäßig auf Patienten-Informationsabenden informiert, reicht von ästhetischen bis hin zu chirurgischen Eingriffen. „Immer mehr Erwachsene suchen uns auch für eine kieferorthopädische Korrektur auf. Dahingehend merken wir einen immensen Trend bis ins hohe Alter.“

Getreu dem Motto „Wer nicht wirbt, stirbt“, legt der Zahnarzt neben fachlicher Kompetenz viel Wert auf die zeitgemäße Außenwirkung seiner Praxis. So erhält man auf der Praxis-Website in einem Drohnenvideo einen „Vorgeschmack“ auf das, was einen in den Räumen an der Jasperallee erwartet.

Die wichtigste Eigenschaft eines Zahnarztes? „Geduld halte ich in meinem Beruf für eine unentbehrliche Eigenschaft. Vielen geht diese Tugend mit den Jahren verloren; vielleicht, weil es eine sehr filigrane, feinmechanische Arbeit ist, die zugleich absolut verantwortungsvoll ist und viel Konzentration erfordert.“ Daher legt Olaf Knabe auch Wert auf seine Freizeit: „Ich möchte meinen Patienten stets stressfrei und ausgeruht begegnen.“ Aus diesem Grund verreist der passionierte Golfer gerne und hat als Ausgleich neben dem Mountainbiken im Harz das Gärtnern für sich entdeckt. „Braunschweig ist toll gelegen und die Region ist gut organisiert. Ich bin hier angekommen.“

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