Der Schreibtisch von Eric Jaremkewicz - Standort38
22. August 2017
Portraits

Der Schreibtisch von Eric Jaremkewicz

Inhaber der Eric Jaremkewicz GmbH

Eric Jaremkewicz an seinem Schreibtisch. Foto: Kristina Künnemeyer

Fenster, Türen und Beschläge soweit das Auge reicht und vier freundliche Gesichter empfangen uns in der Aussigstraße 11 im Ölper Knoten. Wir befinden uns bei der Eric Jaremkewicz GmbH. Namensgeber Eric Jaremkewicz arbeitet hier zusammen mit zwölf Mitarbeitern, darunter auch Tochter Anika und Sohn Dennis, die später einmal den Familienbetrieb weiterführen sollen. Dieses Jahr gibt es Grund zum Feiern, denn die Geburtsstunde der nun fast zehnjährigen GmbH war am 20. September 2007.

Noch bevor er den eigenen Betrieb eröffnete, leitete der gelernte Tischler und Rollladen-Meister den elterlichen Betrieb, der ebenfalls Fenster und Türen anbot. „Während dieser Zeit habe ich mich kaufmännisch weitergebildet und bin dann 2007 meinen eigenen Weg gegangen“, erinnert sich der 51-Jährige. Der gebürtige Braunschweiger, der sich selbst als „waschechten Wendener“ bezeichnet, bietet neben Fenstern, (Innen-)Türen, Rollladen, Fensterbänken und Terrassendächern auch Wintergärten mit oder ohne Beschattung. „Alles, was der Maurer offen lässt, wenn er das Haus fertigstellt, können wir mit unserem großen Sortiment schließen.“

In den letzten Jahren hat vor allem der Bereich Einbruchsschutz an Bedeutung dazugewonnen. „Die Einbruchszahlen sprechen für sich. Mittlerweile haben wir im Fensterbereich standardmäßig den RC2-Beschlag, also eine Vier-Pilzkopfverriegelung mit Aushebelsicherung. Gerade heute haben wir erfahren, dass man bei einem Kunden versucht hat, einzubrechen, aber an unseren Fenstern sind die Einbrecher gescheitert. Wenn die eindringen wollen, gehen sie mit rabiater Gewalt vor.“ Die Scheibe habe laut Fachmann heutzutage eine viel höhere Stabilität als früher – ähnlich wie bei Flugzeugen oder Autos, bei der die gesamte Verglasung an den Karossen fest verklebt wird. „Dieser Methode hat man sich auch beim Fenster angenommen. Ich würde mir heute nichts anderes mehr einbauen, wenn es denn schon Kunststofffenster sein sollen“, verrät der Holzfenster-Fan.

Auch zum Smart-Home-Hype hat er eine Meinung: „Smart Home bietet zwar tolle Innovationen, aber selbst wenn sie den Einbrecher auf Kamera aufnehmen, schützt es sie nicht davor, dass er einbricht – anders ist das mit qualitativ hochwertigen Fenstern und Türen.“ Der Fachmann weiß, worüber er spricht und zeigt uns Bewegtbild des LKA, das beweist, wie einfach ein Einbruch ist, sind die Fenster nicht gewappnet. „Wir schneiden unser Angebot auf den Kunden zu und nicht andersherum. Ich verkaufe nicht auf Teufel komm raus, sondern berate den Kunden eingehend“, betont der Inhaber. Der zukünftigen Betriebsübergabe steht man im Hause Jaremkewicz vorausschauend gegenüber: „Es ist nicht bloß ein Plan, dass später einmal meine Kinder den Betrieb fortführen sollen. Wir setzen das jetzt schon um. Ich werde aber noch nicht komplett aussteigen, sondern mich mehr im Hintergrund betätigen.“

Seine Heimat Braunschweig schätzt der Unternehmer als Ballungsraum mit Sogwirkung. „Land und Leute sind sympathisch und die Natur ausgesprochen schön.“ Wenn Eric Jaremkewicz gerade einmal nicht am Schreibtisch sitzt? „Dann beschäftige ich mich mit Fenstern und Türen“, stellt er lachend fest und führt aus: „Ich habe den großen Vorteil, mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben. Ich spiele zwar noch ein bisschen Fußball in einer Ü40-Mannschaft und gehe leidenschaftlich gerne zur Eintracht, aber ansonsten beschäftige ich mich neben der Arbeitszeit tatsächlich mit Fenstern und Türen.“

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