Der Schreibtisch von Gregor Kubiack - Standort38
30. Mai 2017
Portraits

Der Schreibtisch von Gregor Kubiack

M. D., Inhaber der Privatpraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie in Braunschweig

Gregor Kubiack an seinem Schreibtisch. Foto: Kristina Krijom

Ein Ziepen im Rücken, ein schmerzendes Knie, ein Schnitt in der Hand – damit kennt sich Gregor Kubiack aus. Seit dem ersten Juni 2015 leitet er die Privatpraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Jasperallee in Braunschweig.

In Frankfurt fing damals alles an: dort nahm der gebürtige Wiesbadener sein Medizinstudium auf und lernte seine Frau, die heute Zahnärztin ist, kennen. Gemeinsam ging es in die USA, wo Kubiack an der Universität Los Angeles im Jahr 2006 den Titel Medical Doctor erhielt. Auch in Deutschland hat er sein Medizinstudium abgeschlossen und die klassischen Stationen von Unfallchirurgie bis Orthopädie durchlaufen. Promoviert hat er seinerzeit am Klinikum Braunschweig bei Professor Gösling. Die Privatpraxis, damals von Dr. Jäger ins Leben gerufen und dann 36 Jahre lang von Dr. Schneider-Sickert geführt, steht den Braunschweigern mittlerweile seit über vierzig Jahren zur Verfügung. Drei Mitarbeiterinnen – medizinische Fachangestellte und Krankenschwestern – komplettieren die Arbeit des Doktors, der die Kompetenzen seiner Angestellten betont schätzt.

Was das häufigste Leiden seiner hiesigen Patienten ist, wollen wir wissen: „Unser Spezialgebiet ist die Wirbelsäule. Das liegt auch an meinen persönlichen Qualifikationen, die uns von anderen Praxen unterscheiden. Wir decken das gesamte Spektrum ab, aber von 25 Patienten am Tag, suchen mich zehn bis fünfzehn wegen ihrer Wirbelsäule auf. Bei gut 90 Prozent dieser Patienten findet sich ein anatomisches Korrelat – wie beispielsweise Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule“, berichtet der 41-Jährige.

Von der Stoßwellen- und Elektrotherapie über Akupunktur, manuelle Therapie und Injektionsttherapie – dem Anspritzen von Wirbeln – bis zu kleinen ambulanten Eingriffen, bietet die Praxis alle gängigen Behandlungen. „Aufgrund ihrer beruflichen Einspannung ist es für viele meiner Patienten attraktiv, hier alles aus einer Hand zu bekommen und kein Ärztehopping durchmachen zu müssen.“ Neben seiner Rolle als Orthopäde und Unfallchirurg ist Kubiack auch Notarzt der Städte Braunschweig und Goslar und verfügt über ein gutes Netzwerk: „Ich bin Teil eines Zirkels, bestehend aus Lehrstuhlinhabern der MHH. Wir treffen uns regelmäßig, um uns über die neuesten Therapiemethoden auszutauschen. Aber auch Fortbildungen finde ich unheimlich wichtig. All das macht die Qualität der Versorgung so hoch.“

Trotz einiger Erfahrung auf diesem Gebiet, kehrte er der Plastischen Chirurgie den Rücken und erzählt: „Jene Welt war mir auf Dauer dann doch zu oberflächlich. Ich habe bei vielen Ästhetikern hospitiert und dabei viel gelernt – unter anderem bei Prof. von Heimburg, der auf diesem Gebiet einer der führenden Experten in Deutschland ist. Ich will den Menschen nichts verkaufen. Durch meine verschiedenen Fachschwerpunkte kann ich ganzheitlich behandeln. Die gegenseitige Wertschätzung zwischen meinen Patienten und mir stimmt ganz einfach“, stellt er mit einem Lächeln fest. Die Region schätzt er auch wegen ihres Standortvorteils: „Die Abrechnung ist hier für Ärzte die gleiche, aber das Kostenniveau ist geringer.“ In seiner Freizeit besitzt die Familie oberste Priorität; außerdem kann sich der amerikanophile Arzt für schnelle, formvollendete Autos begeistern.

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