Konjunkturumfrage der IHK - Standort38
27. April 2020
Handel & Dienstleistung

Konjunkturumfrage der IHK

Beispielsloser Einbruch in der Region Braunschweig-Wolfsburg

Hauptgeschäfstführer Michael Zeinert IHK Lüneburg-Wolfsburg. Foto: ihklw/tonwert21.de.

Die Corona-Krise hat die Wirtschaft in der Region Braunschweig-Wolfsburg mit bisher nicht gekannter Härte getroffen. Das zeigt die IHK-Konjunkturumfrage für das erste Quartal dieses Jahres. Laut IHK-Aufzeichnungen hat es einen derartigen Einbruch seit Jahrzehnten nicht gegeben. Besonders massive Auswirkungen zeigen die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auf die Geschäftstätigkeit in großen Teilen des Einzelhandels, im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Tourismussektor und im Messe- und Veranstaltungswesen, die nahezu vollständig zum Erliegen geführt haben.

Doch auch abseits dieser Branchen lassen sich gravierende wirtschaftliche Einschnitte verzeichnen. Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der im Vorquartal einen Stand von 106 aufwies, stürzte auf einen Wert von 43 Punkten ab. Dies ist der niedrigste Wert, der jemals im Rahmen einer IHK-Konjunkturauswertung ermittelt wurde. Der Umfrage zufolge sind etwa neun von zehn Unternehmen mit den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie konfrontiert. „Die Ergebnisse unserer Konjunkturumfrage zeigen deutlich, wie ernst die wirtschaftliche Lage nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie und den in der Folge erlassenen gesundheitspolitischen Anordnungen auch im Wirtschaftsraum Braunschweig-Wolfsburg ist“, kommentiert Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, und ergänzt: „Wenn unsere Wirtschaft nicht weitreichenden Schaden nehmen soll, muss jetzt gegengesteuert werden. Und zwar nicht nur durch die Gewährung von Hilfen, sondern durch ein verantwortungsbewusstes Hochfahren der wirtschaftlichen Aktivitäten.“

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