Junge Firmen ziehen auf den Fliegerhorst

Die voll eingerichteten Büros des Coworking Space sind in der Kaiserstadt in unterschiedlichen Varianten mietbar

Die neuen Büros der Bornemann AG im alten Fliegerhorst. Foto: Firma Bornemann

Die Bornemann AG hat in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude auf dem Fliegerhorst in Goslar ein Coworking Space eingerichtet. Seit Anfang 2019 sind die ersten Büros vermietet. „Schon als wir noch in der Bau und Planungsphase waren, erreichten uns über die Stadt die ersten Anfragen“, sagt Ben Bornemann, der den Komplex verwaltet und die Mieter betreut.

Die Idee, voll eingerichtete Büros mit flexiblen Mietverträgen und Arbeitsplatz auf Zeit anzubieten, hatte Lars Bornemann. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude, in dem sich die angebotenen Büros befinden, gehörte zu einem von der Bornemann AG erworbenen Gebäudepaket. „Wir wollten die Räume sinnvoll nutzen und wussten, dass es Einzelunternehmer und Startups schwer haben, in Goslar Räume zu finden“, so Ben Bornemann.

Gleichzeitig schätzt Lars Bornemann die kreative Kraft von jungen Unternehmen. Einerseits profitierten die Unternehmen selbst davon, sich die Sozialräume mit anderen Firmen zu teilen, auf der anderen Seite setzt die Bornemann AG auch auf Synergieeffekte zwischen ihrem etablierten Unternehmen und den Mietern des Coworking Space. „Es ist denkbar, dass wir in Absprache mit unseren Mietern auch Beratungsangebote entwickeln oder Einrichtungen unseres Unternehmens, etwa das Video- und Fotostudio, öffnen. Aber da schauen wir, wer zu uns kommt und wie die Bedürfnisse sind“, erläutert Ben Bornemann. Zu den ersten Mietern gehörte eine Firma, die Umbauarbeiten in den eigenen Büros mit der Möglichkeit zur Kurzzeitmiete überbrückte.

Mit flexiblen Vertragslaufzeiten und günstigen Mieten richtet sich „Coworking Fliegerhorst“ an Startups, Einzelunternehmer und kleine Firmen, die etwa im Nebenerwerb geführt werden. Mit zur Philosophie der Coworking Spaces gehört es, dass der Ort zum Arbeiten kein unternehmerisches Risiko darstellen sollte. In den Mieten ist auch die Nutzung der Breitbandverbindung, Strom, Wärme und Wasser enthalten, zusätzlich gibt es für alle Mieter in der gemeinsamen Küche Kaffee.

Im Gegensatz zu Open Space-Lösungen mit 24-Stunden-Plätzen gibt es auf dem Fliegerhorst kleine Büros mit Schreibtisch und Stuhl, in denen auch Regale für die persönlichen Unterlagen und Materialien bereitstehen. „Wir haben zwar die Möglichkeit, sich einen Platz für seinen Laptop in einem der beiden Gruppenbüros für bis zu zehn Personen zu mieten, wir sehen den Bedarf in Goslar aber eher in Büros für eine, zwei oder vier Personen mit Mietdauern ab einem Monat. Eine Grenze für die Länge der Mietdauer gibt es nicht“, so Ben Bornemann. Der Eintritt zum Gebäude und den Büros wird über RFID-Chips geregelt. Parkplätze und ein Nahversorgungszentrum gibt es direkt vor der Tür, der Fliegerhorst ist zudem mit den Stadtbuslinien erreichbar.

Ben Bornemann. Foto: Firma Bornemann
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