2. März 2021
Arbeit & Bildung

Vier Tage mehr Gerechtigkeit

Der Equal Pay Day rückt auf den 10. März vor

Ausschlaggebend für den Gender Pay Gap sind viele Faktoren. Foto: Sandra Wellner.

In diesem Jahr arbeiten Frauen in Deutschland bis zum 10. März umsonst – jedenfalls, wenn man die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern in Arbeitstage umrechnet. Immerhin – der sogenannte Gender Pay Gap ist laut Statistischem Bundesamt zuletzt von 20 auf 19 Prozent gesunken, deshalb rückt der Equal Pay Day vier Tage nach vorn. Kein Grund allerdings sich auszuruhen. Europaweit liegt der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen bei 15 Prozent und Deutschland wie in vielen anderen Gerechtigkeitsfragen abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze.

Ausschlaggebend für den Gender Pay Gap sind übrigens viele Faktoren: Frauen wählen häufiger soziale Berufe oder arbeiten in Teilzeit und schaffen es seltener in Führungspositionen als Männer. „Geld ist die wichtigste Stellschraube auf dem Weg zur Gleichstellung! Anders als oft angenommen, fallen Paare ja nicht freiwillig in alte Rollenstereotype zurück, etwa nach der Geburt des ersten Kindes. Im Gegenteil: Es ist meist eine Frage der Vernunft – wer weniger verdient, bleibt zuhause, und wer zuhause bleibt, verdient weniger. Ein Teufelskreis“, betonte die Fair Pay Innovation Labs-Gründerin Henrike von Platen 2018 im Standort38-Interview. Das hat an Aktualität wenig eingebüßt.

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