6. Dezember 2017
Arbeit & Bildung

„Wir wollen die Karrierefähigkeit stärken!“

Welfenakademie bekommt berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang

Dr. Jens Bölscher, Geschäftsführer der Welfenakademie, Prof. Dr. Horst Günter, Wissenschaftlicher Leiter und Joachim Roth, Vorstandsvorsitzender. Foto: Merle Janßen

Kontinuierliche Weiterbildung ist der Schlüssel zum Erfolg – besonders für Fach- und Führungskräfte. Doch den Job aufgeben, um sich in den Hörsaal zu setzen, kommt für viele Berufstätige nicht in Frage. Die Welfenakademie hat mit ihrem neuen Studiengang „Management und Führung im Schwerpunkt Digitale Transformation“ jetzt ein berufsbegleitendes Modell auf den Weg gebracht.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Arbeitsplatz und regelmäßiges Einkommen bleiben erhalten. Nachteilig dagegen ist die Doppelbelastung, die ein berufsbegleitendes Studium mit sich bringt. Neben der regulären Arbeitszeit im Unternehmen müssen Lehrinhalte am Wochenende und im Selbststudium erarbeitet werden – ein ambitioniertes Vorhaben, das viel Disziplin erfordert. Diesen Spagat möglich machen will nun die Welfenakademie mit ihrem neuen Studienangebot.

Mit der Dresden International University, einem An-Institut der Exzellenzuniversität TU Dresden, hat die Welfenakademie schließlich einen Partner gefunden, der langjährige Erfahrung auf dem Gebiet des berufsbegleitenden Studiums mitbringt und beim Aufbau des neuen Modells unterstützt. „Uns verbindet der hohe Qualitätsanspruch“, betont Vorstandsvorsitzender der Akademie Joachim Roth, „jetzt wollen wir gemeinsam die Karrierefähigkeit in der Region stärken!“ Zu den zentralen Inhalten zählen unter anderem Betriebswirtschaftslehre, Personalführung sowie Controlling. An der Welfenakademie wird zudem ein Fokus auf psychologische Grundlagen, Kommunikation, Investition und Finanzierung gelegt – besonders im Hinblick auf die digitalen Veränderungsprozesse in Unternehmen.

Doch nicht nur an die Ausbildung, sondern auch an ihre Bewerber stellt man hohe Anforderungen; so werden die Hochschulreife, mindestens drei Jahre Berufserfahrung in einem groß- oder mittelständischen Unternehmen und die Qualifikation zum Fach- bzw. Betriebswirt vorausgesetzt. Der Startschuss für den neuen Studiengang fällt bereits am 1. Mai 2018, online angemeldet werden kann sich in Kürze. Im Regelfall dauert der Bachelor dann sieben Semester – unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich auf bis zu vier Semester reduzieren, schneller geht es jedoch nicht. Die Ausbildungskosten belaufen sich auf 480 Euro monatlich und können durch die Unternehmen gefördert werden.

Nach dem dualen Studium der Betriebswirtschaftslehre und den Weiterbildungsmöglichkeiten möchte sich die private Berufsakademie mit dem Bachelor-Studiengang „Management und Führung im Schwerpunkt Digitale Transformation“ ein drittes Standbein aufbauen. „Wir haben inzwischen rund 1.500 Menschen dual ausgebildet, aber für Berufstätige, die weiterarbeiten wollen, hatten wir bisher kein passendes Angebot“, erklärt Geschäftsführer Dr. Jens Bölscher den Entschluss. Zwar gebe es vergleichbare Studiengänge in Hannover, aber für viele Berufstätige aus der Region sei allein die Anfahrt zu zeitaufwendig. 

Die „Studierbarkeit“ liegt der Welfenakademie dabei besonders am Herzen: Mithilfe einer professionellen Belastungssteuerung soll die Vereinbarkeit von Ausbildung, Beruf und Freizeit optimiert werden. So lässt sich ein flexibler Stundenplan aufstellen, der Präsenztage am Wochenende sowie ein Selbststudium vorsieht. „Man muss dazu bedenken, dass die Studierenden durch ihre Berufserfahrung schon viel Wissen mitbringen und somit den Workload anders bewältigen können als ein 18-jähriger Studienanfänger“, erläutert Bölscher. Etwa 20 Stunden pro Woche müssen aber dennoch für das Studium einkalkuliert werden – ein Richtwert, an dem sich auch vergleichbare berufsbegleitende Studiengänge orientieren.

Zu Beginn ist ein erster Jahrgang mit 15 bis 20 Personen vorgesehen. „Wir legen Wert auf kleine Gruppen“, erklärt Prof. Dr. Horst Günter, der die wissenschaftliche Leitung des neuen Studiengangs übernommen hat. „Nur durch die intensive Betreuung der Studierenden kann Qualität gewährleistet werden.“ Mit Blick auf die Zukunft sind sich Bölscher, Roth und Günter einig: „Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass es in der Region Braunschweig/Wolfsburg zahlreiche Interessenten gibt und unser Modell langfristig Erfolg hat!“

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