Professionalisierung ist unverzichtbar!

Ein Kommentar von Malte Schumacher, Geschäftsführer EngagementZentrum

Malte Schumacher, Geschäftsführer EngagementZentrum. Foto: Holger Isermann

In der Fundraising-Lehre wird immer wieder darauf verwiesen, dass in einer Gemeinwohl-orientierten Organisation, die sich und ihre Aktivitäten über Spenden und andere Zuwendungen finanzieren möchte, die „institutional readiness“ dafür verankert sein muss. Wir übersetzen das gern mit dem Begriff „innere Haltung“, und meinen: Nur wenn allen Beteiligten klar ist, dass die Beschaffung finanzieller Mittel den kontinuierlichen Einsatz von Ressourcen erfordert, kann die Organisation im Bereich Fundraising erfolgreich aktiv werden.

Diese innere Haltung und Bereitschaft ist es auch, die wir in unseren Non-Profit-Organisationen brauchen, um nachhaltig und messbar Gemeinwohl-orientierte Wirkung erzielen zu können. Denn das ist es doch, was alle Non-Profit-Organisationen eint: Egal ob kleiner Verein, junge gGmbH, ländliche Kirchengemeinde oder große Förderstiftung – wir alle wollen möglichst gute Gemeinwohl-orientierte Ergebnisse erzielen. Basis dafür ist zunächst die kontinuierliche Reflexion. Wir Non-Profits müssen uns immer mal wieder fragen: Stimmt meine Zielsetzung noch – oder ist diese zu aktualisieren? Stimmen meine Struktur und mein Ressourceneinsatz noch – oder sind diese weiterzuentwickeln? Stimmen meine Ergebnisse noch – erziele ich die von meinen Mitgliedern, meinen Spendern, meinen Stiftern so sehr gewünschte Wirkung? Sind solche Fragen mit Nein zu beantworten, sollte die NPO sich mit dem Thema Professionalisierung auseinandersetzen! Denn in einer überbordenden Informationsflut bildet nur ein klar erkennbares professionelles Profil die Grundlage dafür, die eigenen Ressourcengeber zu überzeugen: Engagierte, Zeit-Stifter, Spender, Zustifter, öffentliche Töpfe und Sponsoren legen großen Wert darauf, ihre Zuwendungen in professionelle Strukturen zu geben.

Gerade Stiftungen sollten sich öffnen können für das Thema Professionalisierung, ist das deutsche Stiftungswesen doch zumindest zahlenmäßig ein Produkt der Gegenwart: Mehr als 75 % der heute in Deutschland bestehenden über 21.000 Stiftungen wurden seit 1990 gegründet und über 60 % seit der Jahrtausendwende – die Aufgeschlossenheit für modernes professionelles Denken und Handeln kann bei Stiftern und Stiftungsmitarbeitern also vorausgesetzt werden. Aber auch Vereins- und Kirchen-Engagierte sind über ihre beruflichen Aktivitäten mit einer professionellen Arbeitsweise vertraut – der Transfer passender Methoden und Instrumente sollte also auch hier kein Problem darstellen. Nun müssen wir Non-Profits immer auf die Kostenvermeidung schauen: einmal weil wir ja Geld-sammelnd agieren, zum anderen weil uns Auflagen gemacht werden vom Gesetzgeber oder von Spendensiegeln. Oftmals aber wird dies intern als Totschlag-Argument gegen die Professionalisierung der eigenen Arbeit genutzt: „Das kostet doch nur, das machen wir nicht!“ Viele Professionalisierungsangebote, die für Non-Profit-Organisationen existieren, senken jedoch deren Verwaltungskosten und sparen über die Nutzung von Synergieeffekten Ressourcen ein.

Schauen Sie also mal bei www.stifter-helfen.de vorbei, dort werden – ausschließlich an Non-Profit-Organisationen – Produktspenden namhafter IT-Unternehmen sowie Sonderkonditionen und Knowhow rund um moderne Technologien, Internet & Co vermittelt. Und prüfen Sie unser in Kooperation mit der Haus des Stiftens gGmbH realisiertes Angebot „Standardisierte Basisverwaltung für rechtsfähige, gemeinnützige Organisationen“: Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung, Jahresabschluss sowie Spendenverwaltung werden dort für Sie weitestgehend online abgewickelt – zu Konditionen, die sich gerade kleine rechtsfähige Organisationen leisten können. Es gibt noch viele weitere Professionalisierungs-Angebote für Non-Profit-Organisationen – setzen Sie sich aktiv damit auseinander! Schauen Sie sich das Angebot und die Hilfeleistungen des EngagementZentrums und anderer Gemeinwohl-orientierter Initiativen an: Die Zukunft gehört dem, der sie wirkungsvoll und professionell mitgestaltet.

Autor: Malte Schumacher

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