2. Februar 2015
Engagement

Stiftung-Serie: Schon immer Braunschweigisch

Stiftung Nord/LB - Öffentliche wurde zu Braunschweigische Stiftung

Michael Doering (Vorsitzender des Vorstandes der Öffentlichen Versicherung Braunschweig), Vorsitzender des Vorstandes Gerhard Glogowski, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Axel Richter, Stellvertretender Vorsitzender Christoph Schulz (Vorstandsmitglied der NORD/LB, Vorstandsvorsitzender der Braunschweigischen Landessparkasse), Richard Borek (Geschäftsführender Gesellschafter der Richard Borek GmbH & Co. KG) und Julius von Ingelheim (Volkswagen AG). (Foto: Braunschweigische Stiftung)

Neuer Name, bessere Fördermöglichkeiten und engerer Schulterschluss: Stiftung Nord/LB Öffentliche wurde „Die Braunschweigische Stiftung“. „Es entsteht damit keine neue Stiftung, aber eine noch stärkere, weil wir Kräfte bündeln“, erläuterte Braunschweigs Ehrenbürger Gerhard Glogowski als Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

Der Zeitpunkt für die schon seit Längerem gewünschte Zusammenlegung mit der Schwester-Stiftung „Stiftung Sport und Kultur für Braunschweig“ sei unter rechtlichen Gesichtspunkten angesichts des Verkaufs der Volkswagen Halle an die Stadt günstig gewesen. Mit dem neuen Namen verändert sich auch die Rechtsperson der Stiftung nicht. „Braunschweigisch waren wir schon immer jetzt heißen wir auch so!“, so lautet das Motto.

„Die Braunschweigische Stiftung ist ein Selbstbestimmungsorgan des Braunschweigischen und vertritt dessen Interessen“, versicherte Glogowski. Sie werde als Wächter des Braunschweigischen, Initiator von Projekten und Verwirklicher von Ideen auf dem Gebiet des einstigen Herzogtums Braunschweig auftreten. Der frühere niedersächsische Ministerpräsident erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Stiftung Nord/LB Öffentliche auch als Abwehr gegen etwaige Ansinnen eines Verkaufs der Öffentlichen Versicherung durch das Land Niedersachsen ins Leben gerufen worden sei.

Die wesentlichen Strukturen der Stiftung bleiben unverändert: Das Tätigkeitsgebiet ist nach wie vor  das Braunschweigische Land mit seinen Teilregionen Braunschweig, Wolfenbüttel, Helmstedt, Salzgitter, Holzminden, Seesen/Bad Gandersheim, Harz und Thedinghausen. Die Zusammensetzung der Gremien war weitestgehend identisch. Mit Richard Borek und Julius von Ingelheim gehören jetzt zwei weitere Mitglieder zum Vorstand der Braunschweigischen Stiftung, die vorher bereits im Vorstand der Stiftung Sport und Kultur für Braunschweig vertreten waren.

Der bisherige Stiftungszweck  mit der Förderung von Kunst und Kultur, Wissenschaft, Wissenschaftstransfer und Forschung, Sport sowie bürgerschaftlichem Engagement  wird allerdings um die Förderung von Bildung und Erziehung sowie der Braunschweigischen Identität ergänzt. Die Programmatik der Stiftung wird hinsichtlich ihrer Projektfelder, Stiftungsziele und Instrumente nicht verändert. „Die Möglichkeit, nun auch Förderungen im Bereich Bildung und Erziehung anbieten zu können, ist eine sehr sinnvolle Erweiterung“, erklärte Michael Doering, Vorstandsmitglied der Stiftung.  Damit werde die Grundidee der Stiftung, Verantwortung zu übernehmen für die Region und das Gemeinwohl der Menschen vor Ort, perfekt abgerundet werden.

Durch die Zulegung der Stiftung Sport und Kultur für Braunschweig erhöht sich das Kapital der Braunschweigischen Stiftung von gegenwärtig 39 Millionen Euro auf 50 Millionen Euro. Das Startkapital der Stiftung Nord/LB Öffentliche betrug 1994 rund 45 Millionen D-Mark.

Autor: Ralph-herbert Meyer

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