15. September 2014
Engagement

Stiftungsserie: Mint-Unterstützung

Stiftung NiedersachsenMetall

Ranga Yogeshwar und Ministerpräsident Stephan Weil bei 10 Jahre Stiftung NiedersachsenMetall. (Foto: www.hybrid-foto.de)

Breit angelegte Förderung und Hilfe bei der beruflichen Orientierung, das ist der Ansatz der Stiftung NiedersachsenMetall. Ihr Ziel ist es, das Interesse junger Menschen für die sogenannten Mint-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, möglichst frühzeitig zu wecken. „Wir wollen den Schülern früh Orientierung bieten“, erklärt der Ökonom Olaf Brandes, Geschäftsführer der Stiftung.

Die Stiftung NiedersachsenMetall macht Mint-Berufe schon in frühem Alter praktisch erfahrbar. Dadurch ermöglicht sie Schülerinnen und Schülern aller Schulformen, ihre Fertigkeiten in diesem Bereich zu entdecken. Sie ist direkt vor Ort in Schulen aktiv, unter anderem unterstützt sie die interaktive Wanderausstellung „Miniphanomenta“. Bei dieser Ausstellung können Grundschüler an Experimentierstationen naturwissenschaftliche und technische Phänomene erleben. Schüler in höheren Klassenstufen werden unter anderem durch Workshops bei der Berufsorientierung unterstützt. Die Stiftung legt besonderen Wert darauf, geschlechterdifferenziert zu arbeiten. Sie hat das erklärte Ziel, auch und insbesondere Mädchen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern, und richtet ihre Aktivitäten daher entsprechend aus. Der Hintergrund hierfür ist, dass Frauen in Mint-Berufen nach wie vor schwach vertreten sind.

Im Bereich der dualen Berufsausbildung stärkt die Stiftung NiedersachsenMetall die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Betrieben und Berufsschulen. Dadurch wird das erfolgreiche Modell der dualen Berufsausbildung näher an der beruflichen Praxis ausgerichtet. Abiturienten motiviert die Stiftung, beispielsweise durch das Planspiel „Management Information Game“, zur Aufnahme eines naturwissenschaftlichen oder technischen Studiums. In diesem Planspiel schlüpfen Schüler in die Rolle eines Verantwortlichen in einem Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie.

Die Stiftung NiedersachsenMetall fördert Schüler, die an einzelnen Hochschulen in einem sogenannten „Frühstudium“ ein technisches Studienfach näher kennenlernen wollen. Darüber hinaus erhalten die Schüler ausführliche Bewerbungstrainings. Aber auch für Mint-Lehrkräfte setzt sich die Stiftung ein. Eine praxisnahe Ausbildung und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte sollen dazu beitragen, die Qualität des Unterrichts zu verbessern. „Die Lehrkräfte nehmen dieses Angebot gut an, die Rückmeldungen sind durchweg positiv“, so Olaf Brandes.

Die Stiftung NiedersachsenMetall organisiert ferner 25 sogenannte „Mint-Kooperationsnetzwerke“ mit rund 140 Schulen, fast ebenso vielen Unternehmen und etlichen Hochschulen in ganz Niedersachsen. Die Kooperation zwischen Schulen, Betrieben und weiterführenden Bildungseinrichtungen soll dadurch intensiviert und optimiert werden. Die Schulen und Unternehmen definieren gemeinsam Ziele, die in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung fixiert werden. Die Zusammenarbeit wird von der Stiftung organisiert und unterstützt. Durch diese Zusammenarbeit entstehen wertvolle Synergieeffekte, von denen letztlich alle Beteiligten profitieren.

Gegründet wurde die Stiftung NiedersachsenMetall vom Verband der Metallindustriellen Niedersachsens, eine Vereinigung von Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie, im Jahr 2003 als Reaktion auf den in der Branche herrschenden allgemeinen Mangel an qualifiziertem Nachwuchs. Vorstandsvorsitzender ist der Diplomkaufmann Wolfgang Niemsch, Geschäftsführer der Lanico Maschinenbau Otto Niemsch GmbH in Braunschweig. Er wird unterstützt von Dr. Volker Schmidt vom Verband der Metallindustriellen Niedersachsens e.V., Rainer Scharnowski von der MAN Truck&Bus AG sowie einem siebenköpfigen Kuratorium.

Die Stiftung bekennt sich klar zum Standort Niedersachsen. Mit ihrem Vermögen von 45 Millionen Euro fördert sie vielfältige Bildungsaktivitäten im naturwissenschaftlichen, technischen, mathematischen sowie ökonomischen Bereich „und bekommt mehr Förderanfragen, als wir bewältigen können.“

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