3. Juni 2013
Engagement

Zukunft heißt Chancengleichheit

Die Achterkerke-Stiftung unterstützt die Förderung von Kindern

Heinz-Egon und Brigitte Achterkerke auf Usedom. (Foto: privat)

Begabten Kindern zu helfen, ihre Begabung zu entfalten: Das ist das erklärte Ziel der Achterkerke-Stiftung. Im März 2008 hatte der Braunschweiger Maschinenbauunternehmer Heinz-Egon Achterkerke dieses Projekt ins Leben gerufen. Dazu stiftete er zusammen mit seiner Frau Brigitte ein 2-Millionen-Euro-Vermögen in Form von Immobilien darunter die Achterkerke-Villa auf Usedom.

Mit dem Slogan „Chancengleichheit + Soziale Kompetenz = Zukunft“ unterstützt die Achterkerke-Stiftung heute erfolgreich begabte, aber benachteiligte Kinder, um ihnen Werte mit auf den Weg zu geben und sich für ihre Chancen auf eine gute Ausbildung einzusetzen. „Wenn alle Kinder frühzeitig gefördert und gefordert werden, finden sie auch in ihren Traumberuf“, sagt der Stiftungsgründer. „Jedes Kind ist auf seine Weise begabt, ob es nun mathematische oder soziale Fähigkeiten sind“, gibt Achterkerke als Philosophie vor. Laut Satzung ist der Zweck der Stiftung „die Förderung von begabten Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien sowie von allein erziehenden Elternteilen, deren Wohnsitz auf der Insel Usedom oder im Bereich der Stadt Braunschweig liegt.“ Die Förderung passiert beispielsweise durch Schulgeld, Vereinsbeiträge oder den Kauf eines Musikinstrumentes. Dadurch legte beispielsweise die hochbegabte Nele Schlötzer ihr Abitur an einer Hochbegabtenschule ab.

Momentan fördert die Stiftung Virginie Paul, die zur Hochbegabtenschule Pforta geht. Die Stiftung übernimmt dafür die Kosten. In Braunschweig erhält derzeit Robert Wiswe eine Förderung für das Fach Klavier an der Städtischen Musikschule. Zudem hat sich die Achterkerke-Stiftung das Ziel gesetzt, soziale Kompetenzen zu vermitteln: Gewaltprävention gehört beispielsweise zu den Herzensangelegenheiten. „Wir wollen alles tun, was die Kinder von der Straße holt“, erläutert Achterkerke. Der Glaube an die Begabung der Kinder hat ihn dazu gebracht, die Stiftung zu gründen. „Ich möchte etwas zurückgeben, was ich selbst erfahren durfte“, erklärt Achterkerke, der aus einfachen Verhältnissen stammt und stets von wohlhabenderen Familien gefördert wurde. So nahm der Braunschweiger als Leichtathlet an Deutschen Meisterschaften teil und spielte als Torwart bei Werder Bremen.

Verschiedene Stiftungsprojekte sollen für das Wohl der Kinder sorgen. So beteiligt sich die Achterkerke-Stiftung an dem Projekt „Papa ist auf Montage“ der JVA Bützow (Mecklenburg-Vorpommern), bei dem inhaftierte Väter wieder auf den Familienalltag nach ihrer Haftzeit vorbereitet und ihre Familien unterstützt werden. Jährlich finanziert die Stiftung auch den Jugend-Vorbildpokal, welchemit 1.000 Euro dotiert ist. Der Preis, für den Jugendliche ihr Vorbild wählen, unterstützt die Jugendarbeit in den Vereinen.

Gesichert ist die Stiftung durch die Mieteinnahmen der Achterkerke-Immobilien beispielsweise Ferienhäuser auf der Insel Usedom. Zusätzlich fließt ein Teil des Ertrages vom Achterkerke-Maschinenbaubetrieb in die Stiftung ein. Aber Zustifter werden gerne gesehen. Wer sich beteiligen möchte, kann sich selbst, seinen Verein oder seine Firma im „Freundeskreis“ der Stiftung anmelden. „Ich hoffe, dass sich die von uns geförderten Jugendlichen später daran erinnern und dann anderen Kindern ein ebenso gutes Leben ermöglichen“, so Achterkerke, der nach fünfjährigem Bestehen der Stiftung ein positives Fazit zieht. Die Stiftung genieße einen sehr guten Ruf. Lobenswert sei zudem die Zusammenarbeit mit Schulleitern und Vereinen, die an den Projekten beteiligt sind. Auch für die Zukunft plant die Stiftung spannende Projekte in diesem Jahr etwa einen Workshop für begabte Gitarrenschüler mit namhaften Soulmusikern.

 

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