Ausgezeichnete Forschungsarbeiten - Standort38
6. November 2019
Forschung & Technologie

Ausgezeichnete Forschungsarbeiten

Preisverleihung am 10-jährigen Jubiläum des Niedersächsischen Forschungszentrum für Luftfahrt

v.l. Sebastian Lück (VDI Luft- und Raumfahrtpreis), Madlen Leinemann und Andrija Dabanović (Karl-Doetsch-Nachwuchspreise) und das Forscherteam Felix Nolte, Srinivas Vasista und Marco Burnazzi (Hermann-Blenk-Forscherpreis). Foto: Isabell Massel/TU Braunschweig

Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums des Niedersächsischen Forschungszentrums für Luftfahrt (NFL) wurden am 30. Oktober vier Forschungsarbeiten mit dem Hermann-Blenk-Forscherpreis sowie den Karl-Doetsch-Nachwuchspreisen und dem VDI Luft- und Raumfahrtpreis ausgezeichnet. Die Forschungsarbeiten lieferten neue Erkenntnisse über Strömungen inner- und außerhalb von Luft- und Raumfahrzeugen sowie ein Mechanismus für mehr Auftrieb an Flugzeugtragflächen.

Der Hermann-Blenk-Forscherpreis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, ging an Dr.-Ing. Srinivas Vasista, Dr.-Ing. Felix Nolte und Dr.-Ing. Marco Burnazzi. Felix Nolte vom Institut für Flugzeugbau und Leichtbau der TU Braunschweig entwickelte im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 880 für Hochauftrieb künftiger Verkehrsflugzeuge ein dreidimensionales Design für eine sogenannte „Droop Nose“ von Flugzeugtrageflächen. Auch daran beteiligt waren Srinivas Vasista und Marco Burnazzi vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Die Karl-Doetsch-Nachwuchspreise – jeweils mit 1.000 Euro dotiert – wurden Madlen Leinemann und Andrija Dabanović verliehen. Mit ihrer Masterarbeit leistete Madlen Leinemann einen Beitrag zum besseren Verständnis der Grenzschichttransition an Steuerflächen von Hyperschall-Flugkörpern. In ihrer Arbeit am Institut für Strömungsmechanik der TU Braunschweig konstruierte sie ein Steuerflächenmodell, das eine Analyse der aerodynamischen Steuereigenschaften von beispielsweise Raumfahrzeugen während des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre ermöglicht.

Andrija Dabanović konnte in seiner Studienarbeit am Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik des DLR nachweisen, dass Flamelet-Modelle eine schnelle und ausreichend genaue Alternative zu bisher üblichen, rechenintensiveren Strömungssimulationsmethoden für die Auslegung und Optimierung von Hybridraketen sind.

In seiner Masterarbeit am Institut für Flugantrieb und Strömungsmaschinen der TU Braunschweig beschäftigte sich Sebastian Lück mit der Genauigkeit konventioneller Strömungssimulationsmethoden zur Vorhersage mehrstufiger Turbomaschinenkomponenten. Für seine Arbeit erhielt er den VDI Luft- und Raumfahrtpreis, der mit 1.000 Euro dotiert ist.

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