Frischer Wind

Regionalverband Großraum Braunschweig mit neuem Gesamtkonzept für Ausbau der Windenergie

Der Windenergieausbau wird zukünftig an 49 Standorten umgesetzt.

Der Regionalverband Großraum Braunschweig konnte nach sieben Jahren das Windverfahren abschließen und legt nun ein Gesamtkonzept für einen Ausbau der Windenergie vor. Die Mitglieder des Ausschusses für Regionalentwicklung müssen sich erst über das Konzept beraten, bevor es durch die Verbandsversammlung im März beschlossen werden kann.

„Mit einer sozial- und umweltverträglichen Planung setzen wir jetzt unsere rechtliche Verpflichtung um, für einen Ausbau der Windenergie zusätzlichen Raum zu schaffen“, betont Detlef Tanke, Verbandsvorsitzender des Regionalverband Großraum Braunschweig. Die bestehenden 34 Vorranggebiete für Windenergie, sollen um 15 Flächen ergänzt werden, sodass der Windenergieausbau künftig an 49 Standorten umgesetzt wird. So soll aus knapp 3.100 Hektar Vorrangflächen eine Gesamtfläche von 6.770 Hektar werden.

Verbandsdirektor Hennig Brandes ergänzt: „Durch unser Verfahren bleiben 98,7 Prozent des insgesamt 509.000 Hektar großen Verbandsgebietes von Windenergie frei. Lediglich 1,3 Prozent der Fläche des Regionalverbandes steht für die Windenergie zur Verfügung. Durch das Ausschlussverfahren bündeln wir die Windräder auf verträgliche Standorte, es kommt nicht zu einer flächendeckenden Verspargelung der Landschaft.“

Brandes erklärt, warum das Verfahren so viel Zeit in Anspruch genommen hat: „Die außerordentliche Menge der Stellungnahmen und die damit verbundene Anzahl der Einzelhinweise machte das Verfahren langwierig. Rund 4.100 Stellungnahmen mit 22.000 Einzelbelangen mussten von der Verwaltung in den drei Verfahrensschritten bearbeitet werden. Individuell sind alle Einzelbelange abgewogen worden. Sich daraus ergebende Änderungen an Gebieten mussten aus rechtlichen Gründen erneut offengelegt werden. Das hat zu drei Offenlagen geführt.“

Die Verbandsversammlung kann im März 2019 nur über das Gesamtkonzept abstimmen. So ist es beispielsweise nicht möglich, einzelne Gebiete aus dem Beschluss herauszulösen.

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