30. März 2021
Impulse

Grenzenlos und trotzdem gleichgewichtet

Wie Sie auch in Zeiten des Homeoffice für eine gesunde Work-Life-Balance sorgen können

Illustration: studiogstock/Freepik.

Zweifelsohne, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, gibt es viele Argumente, die für eine Verlagerung der Arbeitswelt in die privaten vier Wände sprechen. Der Arbeitsweg verkürzt sich auf ein Minimum und dringende Aufgaben im Haushalt können kurzfristig erledigt werden. Doch die zunehmende Entgrenzung von Privat- und Arbeitsleben kann auch zu einer sogenannten Work-Life-Dysbalance führen. Wir haben für Sie Tipps zusammengestellt, mit denen Sie das Gleichgewicht beider Welten für sich und Ihre Mitarbeitenden stärken können.

1. Spitzenleitung
Gute virtuelle Führung ist essenziell, um im Homeoffice eine Balance zwischen individuellem Nutzen und organisationalem Erfolg zu ermöglichen. Laut einer Studie der Universität Konstanz unter rund 700 Beschäftigten im Homeoffice sollten Führungskräfte deshalb entsprechend sensibilisiert und ausgebildet werden, damit flexible Arbeit, Zusammenhalt und Teamidentifikation miteinander vereinbar werden.

2. Richtschnur
Etwa 56 Prozent der Befragten gaben an, im Homeoffice länger als vertraglich vereinbart zu arbeiten. Langfristig besteht dadurch die Gefahr einer Überlastung. Um ausreichend Ruhephasen und eine gesunde Work-Life-Balance zu gewährleisten, sollten verbindliche Konzepte, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt und regelmäßig kommuniziert werden.

3. Stand der Dinge
„Kommunizieren Sie Ihre Verfügbarkeit“, lautet ein Tipp des US-amerikanischen Softwareunternehmens Zoom für gelungenes Arbeiten im Homeoffice. Freigegebene Kalender und gepflegte Statusmeldungen verschaffen Freiraum – für Berufliches wie Privates.

4. Work-Life-Blending
Milde walten lassen. Ob in Meetings platzende Kinder, durch den Raum hüpfende Haustiere oder Corona-Frisur – Privates und Berufliches strikt voneinander zu trennen, funktioniert dieser Tage nur selten und eine Verschmelzung beider Welten ist bis zu einem gewissen Grad unvermeidbar. Deshalb: keine falsche Vermeidungshaltung. Das nimmt den Druck raus, macht nahbar und sorgt für Solidaritätsgefühle. Schließlich ist jeder Berufs- auch ein Privatmensch.

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