1. April 2013
Management & Trends

Social Media für Unternehmen

Die wichtigsten sozialen Netzwerke im Überblick

Standort38 wirft einen Blick auf einige wichtige soziale Netzwerke, die auch für die Unternehmenskommunikation eine Rolle spielen.

Der weltweite Marktführer (über eine Milliarde Mitglieder) hat auch in Deutschland bereits 25 Millionen User und gilt als Archetyp des „Social Network“. Auch wenn der Börsengang zunächst floppte: Wer sich oder sein Unternehmen im Web 2.0 wirkungsvoll präsentieren will, kommt am „blauen Riesen“ derzeit kaum vorbei.

Mit nur 140 Zeichen die Welt verändern: Dieses Ziel verfolgt Twitter seit 2006. Heute hat die Mikroblogging-Plattform weltweit stattliche 850 Millionen Mitglieder, die nicht nur im Arabischen Frühling eifrig Tweets absetzten, lasen und teilten. Die meisten Follower hat übrigens Popstar Justin Bieber, über 35 Millionen Menschen lesen die Kommentare des 19-jährigen Kanadiers.

Im Juni 2011 machte sich der Internet-Gigant daran, die Welt der Social Networks zu erobern. Mittlerweile hat sich Google+ als „Big Player“ etabliert: Eine halbe Milliarde Menschen sind auf der Plattform angemeldet. Die Zahl der aktiven Nutzer liegt allerdings deutlich niedriger. Auch wenn der Nachzügler von der „Pole Position“ noch weit entfernt ist, macht nicht zuletzt die Marktmacht Youtubes und der Suchmaschine das Netzwerk relevant.

Aufregende Kunst, die angesagteste Couture und heiße Shopping-Tipps: Die Anfang 2010 gegründete Foto-Community Pinterest wird noch überwiegend von Frauen bevölkert. Der „Facebook-Killer für Schöngeister“ (Focus Online) gehört bereits zu den 35 meistbesuchten Websites der Welt und ist durch seine hohe Viralität für Unternehmen besonders attraktiv.

„Für Privates gibts Facebook, für Berufliches gibts Xing!“, behauptet das in Hamburg ansässige Business-Netzwerk selbstbewusst. Gegen den Trend konnte das deutsche Pendant zu LinkedIn im vergangenen Jahr sogar zulegen und vernetzt im deutschsprachigen Raum doppelt so viele Mitglieder (sechs Millionen) wie der konkurrierende US-Riese.

Einst das mitgliederstärkste soziale Netzwerk in Deutschland, befinden sich StudiVZ & Co. seit mehreren Jahren und trotz zweier Eigentümerwechsel auf steiler Talfahrt (siehe Seite 18). SchülerVZ wird zum 30. April eingestellt. Auch andere Anbieter wie Wer-kennt-wen oder Lokalisten haben im Vorjahr massiv an Traffic verloren.

Das standortbezogene soziale Netzwerk trägt der Entwicklung zu mobilen Empfangsgeräten wie Smartphones und Tablets Rechnung. Über die App teilen User ihren Standort mit, verbinden sich mit Freunden und geben Tipps und Bewertungen zu nahegelegenen Geschäften oder Restaurants. Mit der Zunahme mobiler Internetnutzung gewinnt ein solches Empfehlungsmarketing im Sinne des „Mobile Commerce“ immer mehr an Bedeutung.

Gilt bei vielen Social Networks das Prinzip „Sehen und gesehen werden“, so muss es bei Myspace eher heißen: „Hören und gehört werden.“ Von Anfang an bot das US-Netzwerk besonders Bands und anderen Musikschaffenden eine Heimat. Nach rasantem Anstieg der Mitgliederzahlen zu Beginn befindet sich Myspace seit einigen Jahren jedoch in einer tiefen Krise.

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