„Oben ohne“ oder doch mit Schlips? - Standort38
10. Juli 2019
Impulse

„Oben ohne“ oder doch mit Schlips?

Das sagen Entscheider aus der Region und sehr unterschiedlichen Branchen zum Thema Dresscode ...

Foto: Unternehmen

Wie gewohnt kommen auch beim Thema Dresscode Entscheider aus der Region und sehr unterschiedlichen Branchen zu Wort. Das zeigt vor allem eins – wie die Unternehmen aus dem eigenen Umfeld mit globalen Fragen umgehen und auch, welch unterschiedliche Antworten sie für sich darauf finden. Denn eins ist klar: Den einen Weg gibt es nicht, auch nicht bei der Frage, was Mann und Frau im Job auf der Haut tragen …

Jessica Gümmer-Postall

Personalvorstand Evangelische Stiftung Neuerkerode

„Bei der Evangelischen Stiftung Neuerkerode gibt es übergeordnet keinen Dresscode, aber innerhalb der meisten Gesellschaften (Krankenhaus, Seniorenwohnheim, Altenhilfe insgesamt, etc.) wird eine einheitliche Arbeitskleidung zur Verfügung gestellt. In den Bereichen ohne Arbeitskleidung (Verwaltung, Eingliederungshilfe, Suchthilfe, etc.) wird großen Wert auf ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild gelegt.“

Foto: Marek Kruszewski

Dr. Uwe Horn

Mitglied der Geschäftsführung der Autostadt GmbH

„Das Thema eines informellen Dresscodes stellt sich uns nicht – denn wie jeder Besucher auf den ersten Blick in der Autostadt erkennt, tragen wir alle einheitliche Dienstkleidung. Diese stellen wir als Unternehmen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung. Damit verbunden sind natürlich gewisse Regeln, wie diese Dienstkleidung zu tragen ist, also welche Hose mit welchem Shirt kombiniert werden kann. So ist die klassische, elegante Autostadt-Kleidung zum Beispiel nicht ganz optimal für den Einsatz bei einem Workshop mit Kindern. Und auf einer Rallye benötigt ein Techniker andere Kleidung als ein Gärtner in unserem Park. Wichtig ist uns, dass wir für unsere Gäste immer sofort als kompetenter Ansprechpartner erkennbar sind – egal in welcher Situation. Dafür ist die Dienstkleidung ideal.“

Foto: Unternehmen

Michael Schulz

Kaufm. Geschäftsführer bei Bertrandt in Tappenbeck

„Einen offiziellen Dresscode gibt es bei uns nicht. Während Krawatten bei uns zunehmend aus dem Alltagsbild verschwinden, hat sich der Casual Friday fest etabliert.“

Foto: Unternehmen

Andreas Wenzel

Personalleiter Klier Hair Group

„In der Klier Hair Group gibt es einen zweiteiligen Dresscode, der sich danach richtet, wo sich die Mitarbeiter aufhalten beziehungsweise mit wem sie zusammentreffen. In der Verwaltung sind kurze Hosen oder ein Jogger ein klares No Go! Wir sind ein Unternehmen, das mit Schönheit zu tun hat. Die Friseure haben in den Salons – in nahezu allen Konzepten – das in der Branche stark verbreitete Schwarz zu tragen. Damit nimmt sich der Mitarbeiter gegenüber dem Kunden zurück. Der hausinterne Dresscode hört da aber nicht auf. Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen haben wir kein Problem damit, ob ein Mitarbeiter tätowiert ist oder ein Piercing hat. Aber wir verlangen, dass der Mitarbeiter gepflegte Haare hat und eine richtige Frisur trägt. Ein Zopf ist bei uns ausdrücklich nicht gern im Salon gesehen. Ein Stylist hat sich seine Haare schön zu machen, schließlich ist er Vorbild für den Kunden. Wenn Mitarbeiter aus der Verwaltung in die Salons gehen oder wir eine Veranstaltung haben, bei denen unsere Mitarbeiter aus den Salons mit Mitarbeitern aus der Verwaltung zusammentreffen, dann gibt es eine klare, unausgesprochene Erwartungshaltung: Wir tragen alle schwarz. Auch die Geschäftsführung passt sich hier dem Dresscode der Mitarbeiter an.“

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Ernst Gruber

Sprecher des Vorstandes Volksbank Wolfenbüttel

„Seit 1. März 2019 heißt es bei uns „oben ohne“, denn die Krawatten sind weg. Der digitale Wandel bringt auch einen gesellschaftlichen mit sich. Dieser neue Zeitgeist spiegelt sich nun auch in unserem Auftreten gegenüber unseren Kundinnen und Kunden wider, natürlich in gewohnter Form: schick und gepflegt. Wir wollen uns damit noch mehr als modernes und zukunftsfähiges Unternehmen präsentieren. Die positiven Rückmeldungen aus unserer Kundschaft bestätigen unseren Entschluss.“

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Sebastian Brandes

Vorstandsvorsitzender der Salzgitter Maschinenbau AG

„Einen offiziellen Dresscode gibt es in unserem Unternehmen nicht. Die Mitarbeiter in der Verwaltung dürfen grundsätzlich selbst bestimmen, welche Kleidung sie tragen. Wenn allerdings wichtige Kunden zu Besuch sind oder ein Meeting mit Geschäftspartnern stattfindet, ist das äußere Erscheinungsbild natürlich ein wichtiges Indiz für das Image unseres Unternehmens. Das wissen die Mitarbeiter und kleiden sich dem Anlass entsprechend. Machen unsere Mitarbeiter einen positiven Eindruck, werden die Produkte, für die unser Unternehmen steht, automatisch aufgewertet. In der Vorstands- und Führungsebene werden überwiegend Business-Outfits getragen.“

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Anita Hönigsberg

CAO bei H&D – An HCL Technologies Company

„Einen offiziellen, festgeschriebenen Dresscode für alle Mitarbeiter gibt es bei H&D nicht. Unsere Mitarbeiter können selbst sehr gut einschätzen, welche Kleidung zu welchem Anlass geboten ist. Im täglichen Umgang wird der ungeschriebene Dresscode „Business Casual“ gelebt. Das passt sehr gut zu unserer Unternehmens- und Duz-Kultur.“

 

 

 

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