31. Mai 2015
Rezensionen

Ich halte nicht die Klappe

Dieses Buch reflektiert ein Stück deutsche Wirtschaftsgeschichte und ein bewegtes Arbeitsleben an den Schaltstellen der Macht

Thomas Sattelberger hält nicht die Klappe. (Foto: Murmann Verlag)

Das ist doch mal ein Buchtitel. Und eine klare Ansage. Thomas Sattelberger war in den 70ern Apo-Aktivist, dann Azubi bei Mercedes-Benz und stieg anschließend die Karriereleiter hoch hinauf. Daimler-Benz Aerospace AG, Lufthansa, Continental und die Telekom waren Stationen seines Wirkens. Sogar als „Papst der Personalentwicklung“ hat man den polarisierenden Diplom-Betriebswirt bezeichnet, der auch als Verfechter des Diversity Managments gilt, da er sich z.B. bei der Telekom für die 30 %-Frauenquote im Vorstand einsetzte. Dieses Buch reflektiert ein Stück deutsche Wirtschaftsgeschichte und ein bewegtes Arbeitsleben an den Schaltstellen der Macht. Das durchsetzungsstarke „Schlachtross“ propagiert den Mut zur Veränderung, Andersartigkeit und Selbstkritik. An letzteren mangelt es dem 66-Jährigen jedoch. Und heute? Der Dax-Ruheständler ist kinderlos, noch immer ruhelos und bewegt nur noch wenig.

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