Silicon Germany

Bestsellerautor Christoph Keese stellt sich die Frage, wie Deutschland den Anschluss an die Digitalisierung verpassen konnte

Keese bohrt den Finger tief in die Wunde deutscher Unternehmen – für ihn bewegt sich in Deutschland noch viel zu wenig. Foto: Knaus

Ein Zitat von William Gibson, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor, der unter anderem den Begriff Cyberspace prägte, stellt Bestsellerautor Christoph Keese an den Anfang seines neues Buchs: „Die Zukunft ist schon da, sie ist nur ungleich verteilt“. Stimmt, aber das war sie eigentlich schon immer. Keese stellt sich dazu zwei Fragen: 1) Wie konnte Deutschland den Anschluss an die Digitalisierung verpassen? 2) Wie können wir den Rückstand wieder aufholen? Der Wirtschaftswissenschaftler analysiert die Lage (Im Land des digitalen Defizits), nennt die Gründe für den gegenwärtigen Zustand (Vernetzung, Produktion, Spezialisierung, Management) und beschreibt die Herausforderungen, die auf uns zukommen (Technologie, Plattformen, Disruption, Geschäftsmodelle). Anschaulich und analytisch, unterhaltsam und informativ, zuweilen auch polemisch und diskussionswürdig offenbart der Silicon-Valley-Kenner die vielen Schwachstellen und bohrt den Finger tief in die Wunde deutscher Firmen und Konzerne. Er erläutert an vielen Beispielen, was Unternehmen, Politik und Gesellschaft tun sollten. Sein Fazit: Es bewegt sich durchaus einiges, aber noch immer viel zu wenig.

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