1. April 2013
Rezensionen

Volle Drehzahl

Uwe Hück: Der hemdsärmelige Glatzkopf mit dem silbernen 911er hat es geschafft und doch nie vergessen, woher er kommt.

Deutschlands bekanntester Betriebsratsvorsitzender: Uwe Hück. (Foto: Campus)

Er wächst elternlos im Kinderheim auf, wird von Zimmergenossen unterdrückt, von Erziehern misshandelt und endet auf der Sonderschule. Eigentlich sind das keine Startbedingungen für eine Siegerbiografie. Doch Deutschlands bekanntester Betriebsratsvorsitzender Uwe Hück hat sich nicht nur sprichwörtlich durchgeboxt. Er startete eine steile Karriere, die er 2010 mit dem Posten des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Porsche AG krönt. Der hemdsärmelige Glatzkopf mit dem silbernen 911er hat es geschafft und doch nie vergessen, woher er kommt. Er ist nicht nur Kampfsportlehrer, sondern auch Jobvermittler, Vaterfigur, Sozialarbeiter. Hück springt ein, macht möglich, packt an. Seine 200-seitige Biografie lässt sich schnell weglesen, entpuppt sich gegen Ende aber auch als kitschige Selbstdarstellung. Der komplette Erlös des Buches fließt an ein Kinderheim und eine Antirassismus-Initiative. Für all das und überhaupt: Respekt… Herr Hück!

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