21. September 2022
Impulse

„Schöner arbeiten“ mit Krumpholz

Das Braunschweiger Traditionsunternehmen berät Kunden bei Büroeinrichtungen

Geschäftsführerin Alexandra Honcza. Foto: Magnus Kleine-Tebbe

Ganz große Runde in der Zentrale des Braunschweiger Büroeinrichters Krumpholz: Ein namhafter Sozialdienstleister aus der Region will seine dezentrale Büroorganisation an allen Standorten vernetzen und auf den Stand der Technik bringen. Wenn solch ein Großkunde fragt, „was geht?“, ist das Braunschweiger Traditionsunternehmen mit allen Sparten gefordert: Als Komplettanbieter für Büromobiliar und Bürotechnik sowie als Ideengeber für Büroplanung, Arbeitsabläufe und Medientechnik. Alles aus einer Hand – davon haben KrumpholzKunden nach dem Aufbau noch jahrelang etwas, erklärt Alexandra Honcza, die geschäftsführende Gesellschafterin der Familienfirma.

Krumpholz sorgt auch rechtzeitig für Nachschub beim Verbrauchsmaterial. Vor allem erklären die Experten die Bürotechnik und halten sie im Betrieb. „Da geht es sofort um Kosteneffizienz“, weiß Honcza. Deswegen ist ein Krumpholz-Serviceteam täglich unterwegs mit einem klaren Auftrag: „Wenn wir gehen, können unsere Kunden wieder arbeiten.“
Empfangsmitarbeiterin Heike Hartmann, von Honcza als „unser guter Geist“ vorgestellt“, begrüßt am Stammsitz oft und gerne auch Privatkunden. Zwar ist Krumpholz klar auf Gewerbetreibende ausgerichtet, sagt Chefin Honcza. Doch warum sollten Einzelkunden auf Expertise und Service verzichten?

Zumal die Produktauswahl oft so abläuft, wie Alexandra Honcza schmunzelnd schildert: „Zufriedene Mitarbeiter wollen so einen Stuhl wie im Büro auch gerne zu Hause haben.“ Krumpholz liefert gerne und nimmt die Nachfrage als Bestätigung: „Mit qualitativ hochwertigen Drehstühlen haben wir uns einen Namen gemacht“, sagt Honcza. Und das über all die Jahre seit der Gründung 1949 durch Roman Krumpholz.

Firmenkunden, die ein neues Büro planen, lädt Krumpholz in seine Braunschweiger Zentrale ein. In Garbsen gibt es eine Filiale für kleinere Vorhaben, in Wolfsburg eine Niederlassung mit Schwerpunkt auf Designklassikern, vorzugsweise fürs Homeoffice. Die großen Projekte gliedert Krumpholz in zwei Stränge: Büroeinrichtung und Bürotechnik. Die Einrichtung setzt auf Emotion, Farbe und Gefühl.

Alexandra Honcza freut sich jedes Mal, wenn sich Chef oder Chefin oder ein Projektteam trauen, das „GrauSpektrum“ in der Einrichtung zu verlassen. Ihr liegt viel daran, Emotion und Herzlichkeit zu vermitteln. Der Bürotechnik-Strang kennt dagegen vor allem die Kriterien Effizienz, Schnelligkeit und Kostenersparnis.

Dienstleistung als Alleinstellungsmerkmal

„Alle Produkte könnte man auch im Internet kaufen“, sagt Alexandra Honcza unverblümt. Das kann sie sich leisten, weil Krumpholz’ Dienstleistung im Netz nicht zu haben ist. Bei der Einrichtung berücksichtigen die 42 Experten Grundriss, Wände und Akustik. Ein Trend sei immer stärker zu bemerken, sagt die Unternehmerin: „Chefs wollen nicht mehr repräsentieren, sondern teambezogen mitarbeiten.“ Der repräsentative Echtholz-Schreibtisch sei ein
Auslaufmodell.

Außerdem hören sich die Krumpholz-Leute genau an, wie beim Kunden gearbeitet wird. Darauf lässt sich die neue Systemlandschaft genau abstimmen. Krumpholz entwirft auch auf Maß. Die Einbauten übernehmen regionale Partner-Tischlereien. Bei den Möbeln empfehlen die Experten um Honcza europäische, am liebsten deutsche Hersteller: „Wir haben den Markteinblick, wer was besonders gut kann.“ Und nein, es muss nicht immer das Teuerste sein: „Wir zeigen gute Produkte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.“

Expertise ist das eine, Haltung das andere. Und auch da hat Krumpholz einiges in petto. Das Braunschweiger Traditionsunternehmen engagiert sich nach innen und außen aus Überzeugung sozial – und das ganz praktisch. So beherbergt Alexandra Krumpholz bereits seit Wochen eine ukrainische Familie im Firmengebäude, trotz laufenden Umbaus. Selbst die Familienkatze der Ukrainer fand Obhut.

Honcza, Jahrgang 1971, war jahrelang bei den Wirtschaftsjunioren dabei und bringt sich inzwischen in die Kaufmännische Union ein. Für Braunschweig schlägt ihr Herz. Viele Krumpholz-Mitarbeiter sind in Vereinen aktiv. Ihr Ansatz lautet: „Jeder sollte sich selber fragen, was er oder sie nach bestem Wissen und Gewissen tun kann.“

Flexibel und familiengerecht

Firmenintern geht Familienleben vor, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genießen maximale Flexibilität. Alexandra Honcza ist das ein Anliegen aus eigener Erfahrung: Als sie vor zwölf Jahren die Firmenleitung von ihrem Vater Johann Honcza übernahm, war ihre Tochter gerade fünf Monate alt. Seitdem führt Honcza die Firma als alleinerziehende berufstätige Mutter. Ihr Sohn ist 15 Jahre alt.

Sich selbst nennt Honcza manchmal scherzhaft „Teilzeit-Unternehmerin“. Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Oft verlagert sich Arbeit einfach in die Nacht. Dennoch prägt diese Gegebenheit das gesamte Betriebsklima positiv: Krumpholz setzt auf Eigeninitiative und Eigenverantwortung. Honcza formuliert das selbstbewusst: „Mein Team kann auch ohne mich Entscheidungen treffen.“

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