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7. Juli 2021
Impulse

Wer soll es machen?

Die Kandidtat:innen der Oberbürgermeister- und Landratswahlen unserer Region kurz vorgestellt ...

Der September ist – vorsicht Superlativ – Superwahl-Monat. Zumindest in Niedersachsen. Denn zwei Wochen vor der Bundestagswahl sind wir am 12. September aufgerufen, die Vertreter:innen für Regionsversammlungen, Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte, Samtgemeinderäte, Stadtbezirksräte und Ortsräte zu wählen. Außerdem werden die Posten der Hauptverwaltungsbeamt:innen neu besetzt – sprich die politischen Chefsessel in Landkreisen und kreisfreien Städten. Das sind überaus wichtige Gesichter einer Stadt oder eines Kreises und vor allem nach innen Impulsgeber für Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft – oder eben nicht. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele, aber wir wollen fair bleiben und nicht zurück, sondern nach vorn blicken. Denn wenn man Professor Dr. Nils C. Bandelow von der TU Braunschweig glaubt, haben Amtsinhaber:innen auch im kommunalen Kontext ohnehin einen Bonus.
Fest steht: Sie haben die Wahl. Neben Beständigkeit können Sie sich für neue Gesichter entscheiden, für erfahrene Verwaltungsmitarbeiter oder Quereinsteiger und natürlich für ganz unterschiedliche Parteien und Programme. 31 Kandidat:innen zwischen Harz und Heide stellen wir auf den folgenden Seiten vor – mit Fakten, ihrem Wirtschaftsprofil und Orten im Netz, an denen man mehr erfahren kann. Wir haben uns damit bewusst dagegen entschieden, auf einzelne Interviewangebote einzugehen oder umfangreichere Portraits über zweifelsohne spannende Persönlichkeiten zu schreiben, die ab 1. November dieses Jahres politische Verantwortung übernehmen wollen. Denn auch das hilft vor allem den Kandidat:innen, die auf eine professionelle Infrastruktur – beispielsweise von Parteien – zurückgreifen oder sich schlichtweg eine aufwendigere Kampagne leisten können. Die gesamte Wahl ordnet außerdem Politikwissenschaftler Nils C. Bandelow für uns ein. Also … machen Sie was draus – mit dem Ergebnis können wir alle bestenfalls bis zum 31. Oktober 2026 (gut) leben!

Sie haben die Wahl!
Diese Kandidat:innen aus der Region stellen sich ihr …

Für die Vorstellung auf den folgenden Seiten haben wir wirklich viel recherchiert (u.a. in den Medien und auf Internetseiten von Parteien), E-Mails geschrieben und telefoniert. In einem ersten Schritt wurden Kandidat:innen identifiziert und dann kontaktiert, erinnert und wieder erinnert. Natürlich war unser Ziel, allen von ihnen die Möglichkeit zu geben, sich und damit in der Summe die Vielfalt der Optionen vorzustellen. Das hat weitestgehend geklappt, aber nicht in jedem Fall. Wenn Sie – und damit sind nun wirklich die Bewerber:innen selbst gemeint, sich hier also nicht wiederfinden sollten, haben wir genau das nicht geschafft. Sie waren für uns entweder nicht auffind- oder erreichbar. Lassen Sie uns gern darüber sprechen – die Kontaktdaten der Redaktion finden Sie auf Seite 3. Einen politischen Sonderfall gibt es übrigens in der Region – und zwar Goslar. Die Kaiserstadt ist laut Kommunalverfassungsgesetz eine so genannte große selbstständige Stadt. Sie ist damit zwar nicht kreisfrei, hat aber mehr Kompetenzen und das Amt des Oberbürgermeisters zu besetzen. In diesem Fall haben wir uns auf die Landratskandidat:innen konzentriert.

Braunschweig

Kaspar Haller

38 Jahre | Unternehmer | Parteilos, für CDU, FDP und Volt
www.kasparhaller.de
LinkedIn: kaspar-haller | Instagram: kaspar.haller

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Nach der Corona-Krise müssen wir alles tun, um unserer Wirtschaft die besten Rahmenbedingungen für einen schnellen Wiederaufstieg zu bieten. Wir müssen lokale Arbeitsplätze erhalten, entbürokratisieren und digitalisieren. Bringen wir der Wirtschaft endlich wieder die nötige Wertschätzung entgegen, die sie verdient hat.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Entbürokratisierung und Beschleunigung bestimmter kommunaler Verfahren, insb. im Bereich Bau durch Reform der Strukturen (Agiles Arbeiten, Verantwortungsdelegation auf einzelne Teams); Digitalisierung der Verwaltung (Verwaltung auf einen Klick); Planung weiterer interkommunaler und klimaneutraler Gewerbegebiete.

Dr. Thorsten Kornblum

39 Jahre | Dezernent f. Personal, Digitalisierung, Recht, Ordnung | SPD
www.thorsten-kornblum.de
Facebook: @ThorstenKornblum | Instagram: thorsten.kornblum

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Wirtschaftliche Vernunft, gute Arbeitsplätze und Klimaschutz müssen zusammen gedacht werden, um die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Braunschweig zu gewährleisten. Innovative und smarte Lösungen werden gefördert und mutig umgesetzt. Die erfolgreiche Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ist eine zentrale Herausforderung, die wir anpacken werden.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Moderne, interkommunale Gewerbegebiete sind notwendig, um weiterhin Wertschöpfung zu ermöglichen und Arbeitsplätze zu schaffen. Ich werde die Stadtverwaltung weiter digitalisieren. Bei Verwaltungsleistungen sorge ich für weniger Bürokratie. Entscheidungswege müssen optimiert und beschleunigt werden.

Anke Schneider

56 Jahre | Dipl.-Mathematikerin | DIE LINKE
www.die-linke-bs.de
Facebook: @DieLinkeBraunschweig

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Digitalisierung: Nötige Investitionen, schleppender Breitbandausbau; Klimakrise: Notwendigkeit massiver Investitionen in Energieeffizienz und Umstieg auf Erneuerbare Energien, teilweise Umstellung der Produktpalette; Corona-Pandemie: viele, besonders kleine Firmen hart getroffen, gesamte Kulturbranche, Handel, Gastronomie, Beherbergung, Dienstleistungen und ihre Zulieferer.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Orientierung der kommunalen Förderpolitik an KMU; Investitionen in kommunale Infrastruktur, Auftragsvergabe bevorzugt an regionale KMU; Festhalten am Zentrenkonzept für den Einzelhandel; Unterstützung notwendiger Transformationen in der Produktion; Fortsetzung Technologiepark, Gründungsförderung; Weiterführung Corona-Kulturhilfsfonds, Beratungsangebote für Kleinunternehmen.

Mirco Hanker

55 Jahre | Dipl.-Kfm. | AfD
www.oberbürgermeisterfürbraunschweig.de | www.afd-braunschweig.de

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Generell ist es die umfassende Bürokratie, deren Regelungen den mittelständischen Unternehmen arg zu schaffen macht und teilweise Innovationen verhindert. Die Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen / Braunschweiger Wirtschaft war schon vor Corona unter Druck, der alleinige Fokus auf den Automobilsektor wird Arbeitsplätze & Wohlstand kosten. Fachkräftemangel & Ladensterben kommen „on top“ dazu.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Ich werde Bürokratie abbauen, wo es geht (vieles ist allerdings auf Bundesebene verursacht) und das Wirtschaften in Braunschweig wieder lukrativer machen. Die Unterstützung von Start-ups ist ebenso wichtig, wie die der Anpassungsprozesse der „Old Economy“. Wirtschaft muss breiter aufgestellt werden, der TU kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Ideen müssen aus dem akademischen Raum in den Markt.

Birgit Huvendieck

51 Jahre | Dipl.-Biologin, Freie Therapeutin | BIBS
Twitter: bibs_bs | Facebook: @bibsBS | Instagram: bibs_buergerinitiativen

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Die größte Herausforderung ist, das Bewusstsein für die Neuorientierung unseres Wirtschaftens zu schaffen. Weg von der toxischen Wachstumsformel mit Profitmaximierung hin zu einer Gemeinwohlökonomie mit sparsamer Kreislaufwirtschaft zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen auch hier in Braunschweig. Umgestaltung und Umorientierung sind notwendig, in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Mit der Förderung von zukunftsfähigem Kleingewerbe und Handwerk, z.B. zur Errichtung von Photovoltaikanlagen auf unseren Dächern, um unseren Energiebedarf regenerativ zu erzeugen. Dazu braucht es entsprechende Fachkräfte und davon viele, um in der erforderlichen Geschwindigkeit die Anlagen zu errichten. Klimaschutz wird Millionen von Arbeitsplätzen schaffen.

Tatjana Schneider

47 Jahre | Professorin | Parteilos, für Bündnis 90/Die Grünen
www.tatjanaschneider.de | Facebook: @tatjanaschneiderbs

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Ökonomie und Ökologie zusammen denken heißt, Industrie und mittelständische Betriebe in CO2-neutrales Wirtschaften überführen. Zugleich müssen wir zusätzliche Flächenversiegelungen möglichst vermeiden. Das alles braucht neue Ausbildungsberufe und Umschulungen der Mitarbeiter*innen. Wir müssen gemeinsam dem zunehmenden Fachkräftemangel begegnen und der Einzelhandel sich an verändertes Kaufverhalten anpassen.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Ich möchte die Vernetzung zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung fördern; Anpassung und Netzausbau regional koordinieren, um regenerative Energien zu transportieren. Außerdem weiche Standortfaktoren stärken (Kultur, Bildung, Soziale Infrastruktur, bezahlbarer Wohnraum), damit wir für Fachkräfte attraktiv bleiben. Gute Ausbildung und Weiterqualifikation in attraktiven Berufsschulen bieten.

Gifhorn

Dr. Arne Duncker

56 Jahre | selbständiger Rechtsanwalt | Bündnis 90/Die Grünen
www.gruene-gifhorn.de/kommunalwahl-2021/

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
1. Digitalisierung
2. Umstellung des Verkehrs
auf neue Antriebsarten
3. Gefährdung von kleinen und mittleren selbständigen Betrieben und Betriebsgründern infolge der Corona-Pandemie

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Zu 1.: Breitbandausbau/Glasfaser auch in „Grauen Flecken“ mindestens <100MBit/sec, E-Government: „Behördengänge“ umfassend auch als schnelle Internet-Leistung.
Zu 2.: Ausbau Ladesäulen- und Tankinfrastruktur, Kooperationsvereinbarung Landkreis mit regionalen Fahrzeugherstellern u. Zulieferern zur Erprobung neuer Technik
Zu 3.: Gründerförderung, Schaffung regionaler Netzwerke und Co-Working-Zentren.

Dr. Andreas Ebel

50 Jahre | Landrat (Promivierter Forstwirt) | CDU
www.andreas-ebel.de | Facebook: @drandreasebel | Instagram: ebel_andreas

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Nun brauchen insbesondere die von der Corona-Krise gebeutelten Branchen wie Gastronomie, Handel und Tourismus unsere Unterstützung. Vor allem die Themen Fachkräftesicherung und High-Speed-Internet sind entscheidende Herausforderungen und damit Standortfaktoren, wenn es um Zukunftsfähigkeit geht. Wir müssen Abwanderung von Forschungs- und Entwicklungskapazitäten aktiv entgegenwirken.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Den Ausbau des schnellen Internets habe ich mit aller Kraft vorangetrieben. Das würde ich auch in einer nächsten Amtszeit zielstrebig weiterverfolgen. Unsere Unternehmen, Schulen und Haushalte sollen im gesamten Landkreis von High-Speed-Glasfaser-Anschlüssen profitieren. Das ist heutzutage so wichtig wie Wasser und Strom. In Sachen Fachkräftesicherung möchte ich Ausbildungsbustouren einführen, bei denen Schülerinnen und Schüler an einem Tag mehrere Unternehmen anfahren. So können Kontakte ganz unmittelbar geknüpft werden, Firmen vor Ort gezielt für sich werben.

Tobias Heilmann, MdL

45 Jahre | Industriekaufmann | SPD
www.tobiasheilmann2021.de | Facebook, Instagram, YouTube: Tobias Heilmann

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Die größte Herausforderung ist die Schaffung und der Erhalt zukunftssicherer Arbeitsplätze trotz des Strukturwandels auf dem Arbeitsmarkt durch Klimawandel und Digitalisierung.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Ich strebe die Schaffung einer schlagkräftigen Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Gifhorn an, um auf diese zahlreichen Veränderungen und Herausforderungen zu reagieren. Hierdurch sollen auch gezielt Unternehmensgründer gefördert werden.

Goslar

Rüdiger Wohltmann

62 Jahre | Erster Polizeihauptkommissar a.D. | DIE LINKE
www.dielinke-goslar.de

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Die strukturschwache Harzregion steht weiter vor erheblichen, auch wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Corona-Pandemie hat die Anfälligkeit der regionalen Wirtschaft verdeutlicht. Hiervon war der Tourismus im Harz, einschließlich des Handels und Handwerkes besonders betroffen. Eine wirtschaftlich starke Region verfügt über eine vielfältige Branchenstruktur und keine einseitige Ausrichtung. Klimawandel, Digitalisierung, Arbeitslosigkeit, Fachkräftemangel als weitere Themen.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Im Miteinander – aber nicht nur reden, immer neue (sich wiederholende) Konzepte erstellen, sondern handeln. Lokale Akteure aus Wirtschaft, Verbänden und Politik gehören an einen Tisch, um zügig zu Ergebnissen zu kommen. Der Landkreis Goslar findet sich im bundesweiten Vergleich in vielen Kategorien im unteren Drittel.
Unter Berücksichtigung der -engen- finanziellen Möglichkeiten sind Prioritäten zu setzen. Überregionale Bündnispolitik ist allerdings nur in Augenhöhe sinnvoll.

Axel Bender

60 Jahre | Hotelkaufmann | CDU
www.axel-bender.online

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Der Fachkräftemangel, die Digitalisierung und die Überregulierung, außerdem zu langwierige Genehmigungsverfahren, hohe Energiekosten und Denkmalschutz. Der Klimawandel ist eine Riesen-Herausforderung und damit auch die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie – das sollte mit Augenmaß geschehen. Der ÖPNV, die Infrastruktur, Bildung, insbesondere Allgemein- und berufsbildende Schulen.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Fachkräftemangel: Weiteres Anwerben von Abiturienten und Studienabbrechern für das duale Ausbildungssystem, weiteres Anwerben von Fachkräften von Drittstaaten Digitalisierung: Breitbandausbau weiter vorantreiben, Funklöcher schließen. Tourismus: Industrie- und Dienstleistungsstandorte im LK GS weiter fördern und Genehmigungsverfahren beschleunigen, ÖPNV stärken und ausbauen.

Dr. Alexander Saipa

44 Jahre | Dipl.-Chemiker / Landtagsabgeordneter | SPD
www.saipa.e | Facebook: @alexandersaipa | Instagram: alexandersaipa

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Nach der schweren Coronavirus-Pandemie besteht die zentrale Herausforderung darin, die Wirtschaft weiter zu stabilisieren. Die prognostizierte Erholung muss in erster Linie stabilisiert werden. Darüberhinaus werden in den kommenden Jahren eine Vielzahl von Herausforderungen an alle Wirtschaftsbereiche gestellt werden, um die Ziele der ökologischen Wende zu erreichen.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Unser Landkreis als Zukunftsort: Das ist es, woran ich glaube und was mich antreibt. Der Kreis Goslar soll ein Raum sein, in dem wir alle gerne leben und das langfristig. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind gute und sichere Arbeitsplätze. Darum werde ich die vielen innovativen Unternehmen in der Region gemeinsam mit unserer Wirtschaftsförderung weiter stärken. Denn bei uns sind die Themen der Zukunft angesiedelt – vom Recycling, über Elektromobilität, Batteriesicherheit und Wasserstofftechnik von der Forschung und Entwicklung bis zur Marktreife. Darauf sind wir stolz, daran wollen wir noch weiterwachsen.

Helmstedt

Jan Fricke

40 Jahre | Büroleiter | SPD
www.janfricke.de | Facebook: @janfricke | Instagram: janfricke.de

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Die nachhaltige Begleitung des Strukturwandels im Helmstedter Revier ist sicherlich die sichtbarste Herausforderung, der wir uns energischer als bisher stellen müssen. Kreisweit sehe ich als weiteres Thema den dramatischen demografischen Wandel, der dazu führt, dass viele Unternehmen weder Nachwuchs noch Fachkräfte anwerben können. Zudem ist die drohende Beschneidung der Förderkulisse GRW ein schwerer Schlag, die Investitionen im Kreis stark behindern wird.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Es wird darauf ankommen, die Eigner des Bergbaugeländes enger in die Entwicklung gemeinsamer Perspektiven einzubinden. Was den demografischen Wandel angeht, so braucht es flexible und kluge Konzepte; ich schlage vor, mit den Kohlemitteln den Ausbau von Infrastruktur und Mobilität zu finanzieren. Das würde neben der Wirtschaft auch allen anderen Lebensbereichen zugute kommen. Zur Infrastruktur zählt auch die breitbandige Anbindung möglichst aller Haushalte im Kreis; hier ist noch viel Luft nach oben.

Gerhard Radeck

62 Jahre | Landrat (ehemals ltd. Kriminalbeamter, Industriekaufm.) | CDU
www.gerhard-radeck.de

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Die Entwicklung von Buschhaus zu einem Energiestandort mit Zukunftstechnologien und die sinnvolle Verwendung der 90-Millionen-Kohleförderung sind von großer Bedeutung. Unsere landwirtschaftlichen Betriebe müssen unterstützt werden, damit sie eine gesicherte Zukunft haben. Nach der Pandemie gilt es zudem, die heimische Wirtschaft, insbes. Gastronomie, Hotellerie und Handwerk, zu stärken.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Unsere neue WirtschaftsRegion GmbH soll bestehende Unternehmen fördern und neue Betriebe im gesamten Landkreis ansiedeln. Die Ansiedlung von Amazon mit über 1.200 Arbeitsplätzen ist der größte strukturpolitische Erfolg seit Jahrzehnten. Davon wird auch die heimische Wirtschaft profitieren. Die touristische Entwicklung
werden wir vorantreiben und damit diesen Wirtschaftszweig unterstützen.

MUDr.PhDr./Univ.Prag
Jozef Rakicky

65 Jahre | Arzt | AfD
www.jozef-rakicky-landratswahl.de | www.afd-helmstedt.de

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Ich denke, dass es in der heutigen Zeit kaum eine regionale Wirtschaft mehr gibt, denn alle unternehmerischen Gegebenheiten sind national und sogar international-global miteinander verbunden. Von der Herausforderung für die regionale Wirtschaft zu sprechen ist relativ, wenn es sie doch in der Form gar nicht gibt.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Der Klein- und Mittelstand ist nach wie vor einer der großen und standorttreuen Arbeitgeber. Warum also werden Gewerbeflächenpläne geschmiedet, ohne vorher ein Ansiedlungskonzept und ein speziell darauf zugeschnittenes Dienstleistungsangebot für die etwaigen Ansiedler zu erarbeiten, so dass genau diese Zielgruppe des Klein- und Mittelstands beworben werden kann?

Peine

Michael Baum

50 Jahre | Krankenkassenbetriebswirt | Wählergemeinschaft FW-PB
www.fw-pb.de | www.michael-baum.eu | Facebook: @MBaumLRPeinerLand

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Beratung und Unterstützung der Inhaber geführten Betriebe und KMU, die besonders an den Folgen der Pandemie bedingten Beschränkungen leiden, insbesondere Handwerk und KMU; Ansiedlung neuer, zukunftsfähiger Unternehmen, insbesondere aus dem Bereich Umweltschutz und Klimaschutz;
Forcierung des flächendeckenden Ausbaus des schnellen Netzes; Förderung und Entwicklung des Nachwuchses für Handwerk und KMU.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Neujustierung der kommunalen Wirtschaftsförderung mit den Gemeinden und der Stadt; Stärkung von wito und Stadtmarketing; Angebote für CoWorking und familienfreundlicher Infrastruktur zur gerechten Teilhabe von Frauen und Männern am Arbeitsleben; Ausschöpfen von Förderprogrammen von Land und Bund für Arbeitsplätze, Umwelt-/ Klimaschutz sowie der reg. Vermarktung von Produkten der Landwirtschaft; Auflegen eigener Förderprogramme für regionale Wertschöpfung.

Henning Heiß

62 Jahre | Erster Kreisrat | SPD
Facebook: @Henning Heiss | Instagram: henningheiss

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Neben der Überwindung der Folgen der
Coronakrise (1) stehen für mich zwei
Herausforderungen im Vordergrund:
Digitalisierung (2) und
Fachkräftemangel (3)

Unterstützung und Beschleunigung bei/ von Baugenehmigungsverfahren.
Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
1. Unterstützung durch einzelbetriebliche Beratung durch die wito, insbesondere das Aufzeigen von Förderprogrammen und Unterstützungsleistungen.
2. flächendeckender Breitbandausbau zu 1 Gbit/s und des LTE-Netzes. Technologietransfers,
niederschwelliger Zugang zu Infos.
3. Stärkung der Bildungslandschaft, insbesondere der BBS, reg. Fachkräftebündnisse, Landkreismarketing, Qualifizierung von MA.

Banafsheh Nourkhiz

59 Jahre | Politikwissenschaftlerin | CDU
Facebook: Banafsheh Nourkhiz

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Die größte Herausforderung für den Landkreis Peine ist als Industriestandort und Wirtschaftsstandort erhalten zu bleiben.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Die vorhandenen Industriezweige insbesondere die Stahlindustrie stärken, den zukunftsträchtigen Industriezweig Wasserstoffproduktion entwickeln.
Durch Wasserstoffproduktion erreichen wir mehr Klimaverträglichkeit und gleichzeitig schaffen wir mehr Arbeitsplätze.
Durch Anreize Unternehmensansiedlungen im Landkreis Peine fördern.
Durch verstärkte Wirtschaftsförderung die Wirtschaft stärken.

Stefanie Maria Weigand

55 Jahre | Staatl. anerkannte Sozialarbeiterin (B.A.) | Bündnis 90/Die Grünen
www.gruene-peine.de | facebook: @Stefanie Weigand

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Die Transformationen, die in allen Bereichen notwendig sind, um der Klimakrise zu begegnen. In und um Peine konzentrieren sich neue wirtschaftliche Ansiedelungen aktuell auf den Bereich der Logistik. Verbunden hiermit gibt es ein hohes Angebot an Arbeitsplätzen im Niedriglohnbereich. Peiner Träger muss seine Produktion schrittweise auf CO2-neutral produzierten Stahl umstellen. Allgemein ist der Fachkräftemangel ein großes Problem für alle wirtschaflichen Bereiche.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Wir wollen Unternehmen, auch Start-ups, unterstützen, die in moderne nachhaltige und faire Technologien investieren und damit Anreize für hoch qualifizierte Fachkräfte in unserem Landkreis schaffen. Qualifikation vor Ort muss ermöglicht werden, damit wir einer sozialen Schieflage entgegenwirken. Gemeinsam mit der Wirtschaft müssen Maßnahmen entwickelt werden, mit denen wir das Ziel erreichen können, den Landkreis Peine bis 2035 klimaneutral zu machen.

Karsten Knoke

56 Jahre | selbstständiger Dozent im gewerkschaftlichen Bereich | Wählergemeinschaft Freie Wähler Peiner Land
www.karsten-knoke.de | facebook: @Karsten Knoke | Instagram: @karsten.knoke

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel begegnen, unter dem immer mehr Betriebe leiden. Den ökologischen Umbau so zu begleiten, dass es auch ökonomisch vertretbar ist.
Die Anforderung an die Digitalisierung werden eine weitere Herausforderung.
Ebenso wie die Veränderung der Mobilität.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Ausbau der Infrastruktur und des sozialen Wohnungsbaus zur weiteren Ansiedlung junger Menschen. Begleitetes Gesamtkonzept zur Umstellung von fossilen auf regenerative Energieträger für Betriebe und Haushalte, Genehmigungsverfahren beschleunigen, Ausbau von HighSpeed-Netzen und Mobilfunk. ÖPNV stärken und ausbauen. Erstellung eines Verkehrskonzepts, das alle Teilnehmer berücksichtigt.

Salzgitter

Andreas Böhmken

50 Jahre | Rechtsanwalt | FDP
www.fdp-salzgitter.de

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Die Wirtschaft in der Region steht in den nächsten Jahren vor gravierenden Transformationsprozessen im Bereich Wasserstoff und Elektromobilität. Neue Unternehmen, Start-ups werden entstehen, aber auch neue Lehrberufe. Eine weitere wichtige Herausforderung ist, die Balance zu finden zwischen Ökonomie und Ökologie zu finden.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Schaffung einer geeigneten Anzahl von Industrie- und Gewerbeflächen für genau diese Art von Unternehmen. Dabei darf die ökologische Nachhaltigkeit nicht im Widerspruch zum Entstehen eines Industrie- und Gewerbegebietes stehen. Unterstützung von Start-ups, Unternehmensgründungen müssen unkompliziert und papierlos ablaufen, das Ziel dabei: das erste Gründerjahr soll bürokratiefrei sein.

Frank Klingebiel

57 Jahre | Oberbürgermeister (Diplom-Finanzwirt (FH)) | CDU
www.salzgitter.de/ob

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Das wirtschaftliche Herz unserer Stadt – die Industrie – hat im Interesse des Klimaschutzes eine tiefgreifende Transformation zu meistern. Die Verwendung von grünem Wasserstoff und die Fertigung von Batteriezellen sind maßgebliche Eckpfeiler für die wirtschaftliche Zukunft unserer Stadt Salzgitter. Wir müssen uns als Vorreiter für diese Technologien positionieren. Auch werden uns die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie langfristig fordern.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Oberbürgermeister, Politik, Unternehmen und Wissenschaft kooperieren eng am Wasserstoffcampus. Dort laufen durch meine Initiative Forschungsprojekte mit rd. 5 Mio. € aus der von mir generierten 50 Mio. € Landeshilfe. Die E-Mobilitätsoffenvive von VW unterstütze ich. Zur Abmilderung der zu erwartenden Corona-Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft habe ich das Land zur Auflage eines Förderprogrammes animiert, das der Stärkung der Innenstädte dient.

Prof. Dr. Habil. Harald Rau

55 Jahre | Hochschullehrer | Parteilos, für SPD u. Bündnis 90/Die Grünen
www.harald-rau.online | Facebook und Instagram: @HaraldRauSalzgitter

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Transformation der industriellen Arbeitsplätze (Stahl, Fahrzeug, Zulieferer), Ausbau des Know-how bezogen auf alternative Antriebe und Mobilität, Stärkung der Innenstadtbereiche in Bad und Lebenstedt, nachhaltige Entwicklung und Unterstützung von KMU und Mittelstand, neue Gründungskultur schaffen. Wirtschaftspolitik muss Arbeitsmarktpolitik sein – das führt zu Bildungsaspekten.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Wasserstoffcampus stärken, ein souveränes Fördermittelmanagement einrichten, Wirtschaftsförderung stärken und Verwaltungsroutinen verschlanken (z.B. durch „One-Stop-Shopping“, also jeweils einen zentralen Ansprechpartner für Ansiedelung und Gründungsvorhaben), das Stadtmarketing muss künftig strategisch denken und zu echtem Standortmarketing werden. Ich will SZ Selbstbewusstsein zurückgeben.

Wolfenbüttel

Leonhard Pröttel

35 Jahre | Architekt | Bündnis 90/Die Grünen
www.leo2021.de | Instagram und Twitter: leo_proettel

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Die langsame Digitalisierung, der Wandel von Produktionsmethoden und Produkten besonders in der Mobilitätsindustrie und der steigende Anteil an wissensbasierten Industrien und Dienstleistungen. Unsere Forschungseinrichtungen, Universitäten und gut ausgebildeten Fachkräfte sind unsere Stärke. Es mangelt aber an regionaler Verflechtung und der Einsicht, dass wir unser Wirtschaften nachhaltig transformieren müssen um eine Spitzenposition zu behalten.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Mit stärkerer Spezialisierung und Technologisierung müssen wir den Menschen mehr Gründe neben der Arbeit beiten damit sie hier leben wollen um Fachkräfte zu halten. Mehr auf Menschen eingehen, durch Co-Working auch auf dem Land, bessere Mobilität, familienfreundlicheres Arbeiten, intakte Natur und einen Fonds für eine aktive Gründungsszene können unsere Region zu einem Biotop für neue, zukunftsfeste Unternehmen werden und unseren Wohlstand mehren.

Uwe Schäfer

57 Jahre | Handlungsbevollmächtigter, Koordinator Bankvertrieb | CDU
www.schaefer21.de

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Die Sicherung von wohnortnahen Arbeitsplätzen, die damit verbundene Standortsicherung für Mittelstand, Handwerk und Industrie ist die Kernaufgabe aller Akteure.
Das sichern der Verkehrsinfrastruktur, Digitale Teilhabe auf Augenhöhe gerade im Bereich der KMU und des Handwerks sowie die Sicherung der Nachwuchs- und Fachkräfteversorgung werden die Themen sein, die wir zu stemmen haben.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Wir brauchen eine gemeindeübergreifende Abstimmung bei Gewerbeflächen,die dafür notwendige und auf die Betriebe zugeschnittenen Infrastruktur, sowie möglichst unbürokratische Verwaltungsprozesse und beschleunigte Genehmigungsverfahren. Wir müssen mit attraktiven Ausbildungsmöglichkeiten und dem Erhalt von Wohnortnahen Berufsschulen, dem Fachkräftemangel entgegen wirken.

Christiana Steinbrügge

63 Jahre | Landrätin | SPD
www.christiana-steinbruegge.de

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Auch in unserer Region steht die Wirtschaft in den nächsten Jahren vor gravierenden Transformationsprozessen. Saubere Energie und Nachhaltigkeit bei Produkten, Infrastruktur und Mobilität werden zunehmend zum Standortfaktor und schaffen moderne, zukunftsfähige Arbeitsplätze. Für unsere Region heißt das, mehr Diversifierung, mehr erneuerbaren Energien, mehr Ressourceneffizienz.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Wirtschaftliche Entwicklung kann heute nicht mehr isoliert betrachtet werden. Es braucht die Kooperation und Abstimmung mit den Nachbarstädten und -kreisen. Mit der Allianz für die Region, dem Regionalverband, dem Amt für regionale Landesentwicklung sind wir auf gutem Wege, z. B. bei der Fachkräftegewinnung oder der Entwicklung von Zukunftsprojekten, etwa zu 5G-Anwendungen in der Region.

Wolfsburg

Iris Bothe

53 Jahre | Dezernentin f. Jugend, Bildung u. Migration | Parteilos, für SPD
www.irisbothe.de | Facebook: @IrisBothe.WOB

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Meiner Auffassung nach sind die zentralen Herausforderungen neben der Bewältigung der Pandemie, die Fachkräftesicherung, die digitale Transformation und Entwicklung der Elektromobilität bei gleichzeitiger Technologieoffenheit, die Innenstadtentwicklung, der Bürokratieabbau sowie die Gewerbeflächenentwicklung.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Entscheidend ist es, eine interkommunale Innovationsstrategie aktiv und partizipativ zu gestalten. Dazu gehören konkrete Unterstützungsangebote, finanzielle Hilfen aber auch der Ausbau der Infrastruktur, die Verschlankung bürokratischer Prozesse, die Stärkung des Hochschulstandorts und Investitionen in Wissenschaft.

Andreas Klaffehn

56 Jahre | Beamter | PUG (Parteiunabhängige Gemeinschaft) e.V.
www.pug-wob.de | www.pug-wolfsburg.de | Facebook: @andreas.klaffehn.wolfsburg

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Umgang mit den Folgen der Corona-Krise, Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels, Anwerbung und Sicherung von Fachkräften auch in ländlichen Regionen, Ausbau der Breitbandnetze zur Erhöhung der ternetübertragungsgeschwindigkeit, aber auch klassische Herausforderungen wie der intelligente Aus- und Umbau der Verkehrswege, die angemessene Nutzung verfügbarer Flächen.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Hilfen einfordern, ggf. für Bund / Land in Vorkasse für Betroffene gehen, Entbürokratisierung, digitale Verwaltung forcieren, Kluge Ansiedlungspolitik durch bezahlbaren Wohnraum, Grundstückvergaben auf Erbpacht, moderne Wohnformen (Mehrgenerationenhäuser), Stärkung des Mittelstandes, Abschaffung der Zweitwohnsitzsteuer, Ausbildungsangebote vergrößern, Kooperationen von öffentlichen und privaten Anbietern, ÖPNV attraktiver für Pandler machen.

Frank Richter

54 Jahre | Dipl.Ing. Stadt- und Regionalplaner | Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Facebook: @FRichterWob

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Eine große Herausforderung besteht für den Einzelhandel und die Gastronomie, Hotellerie und die Kulturszene liegen brach. Hier brauchen wir eine ökologische, arbeitsplatzsichernde und -schaffende Ausrichtung der Wirtschaft. Des Weiteren müssen die Automobilindustrie und die Zulieferer Digitalisierung und Nachhaltigkeit umsetzen und Partner für die Region und für die Arbeitnehmerschaft bleiben.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Kurzfristig sollte der Einzelhandel durch kulturelle Veranstaltungen und neue Formate unterstützt werden. Perspektivisch muss ein Konzept für eine lebendige, grüne Innenstadt vom Nordkopf bis zur AutoStadt und DOW geschaffen werden, mit einer hohen Aufenthaltsqualität. Dies unter Einbeziehung alle Akteure, auch der Besitzer*innen der Immobilien und auch der Einwohner*innen.

Thomas Schlick

45 Jahre | CAD-Konstrukteur | Alternative für Deutschland (AfD)
www.thomas-schlick-wolfsburg.de

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Wir müssen den Rückstand bei der Digitalisierung aufholen. Auch bei der Ausbildung und Gewinnung von Fachkräften. Die Innenstadtentwicklung, besonders der Porschestraße im Zusammenspiel mit dem neu zu entwickelnden Wohn- und Bürokomplex an der Heinrich-Nordhoff-Straße wird für den Einzelhandel in der nächsten Ratsperiode sehr wichtig werden.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Die Bereitstellung einer leistungsfähigen, digitalen Infrastruktur muss Top-Priorität haben. Das geht von der Glasfaserleitung bis zu digitalen Angeboten und Service in der Verwaltung. Es muss uns gelingen, die Verweildauer in der Porschestraße zu erhöhen, sodass die Menschen mehr Zeit dort verbringen möchten. Dazu können Spielplätze, Grünflächen, mehr Außengastronomie und Kulturangebote beitragen.

Dennis Weilmann

46 Jahre | Erster Stadtrat, Dezernent Wirtschaft, Digitales und Kultur | CDU
www.dennisweilmann.de | Facebook: @DeWeilmann | Instagram: deweilmann

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Fast alle Branchen, insbesondere Handel, Handwerk, Gastronomie und Hotellerie, haben mit den Folgewirkungen der Corona-Einschränkungen zu kämpfen. Aber auch ohne die Pandemie bedarf es in einigen Bereichen, wie bswp. der Innenstadt, neuer Konzepte und Ideen, um den bereits vor Corona entstandenen negativen Entwicklungen entgegenzutreten und die regionale Wirtschaft schnellstmöglich zu beleben.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Eine hohe Wirtschaftskompetenz im Rathaus ist sehr wichtig, um den Problemen entgegenzutreten. Gemeinsam mit WMG und weiteren Partnern kann die lokale Wirtschaft so bestmöglich unterstützt und gefördert werden. Dafür brauchen wir unter anderem eine attraktive Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität, die Einheimische aber auch Touristen zum Verweilen einlädt und für Gewerbetreibende lukrativ ist.

Bastian Zimmermann

37 Jahre | Selbstständiger Mediengestalter | DIE LINKE
www.bastian-zimmermann.de

Was sind die größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft?
Der Umbau der Automobilindustrie, die Folgen auf Zulieferbetriebe und mittelbar Betroffene. Darüber hinaus natürlich das dominierende Thema Corona. Die Auswirkungen der Corona-Krise und die damit einhergehende nachhaltige Veränderung des Konsumverhaltens vieler Menschen.

Wie wollen Sie diesen konkret begegnen?
Ich werde mich für ein Institut für die Transformation der Automobilindustrie einsetzen, indem Vertreter:innen aus Wirtschaft, Arbeitnehmervertretung, Gesellschaft und Politik gemeinsame Strategien entwickeln.
Einzelhändler brauchen weitere Unterstützung bei der Digitalisierung, z.B. bei der Einführung von digitalen Kassensystemen und ergänzenden Onlineshops.

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