30. August 2019
Wirtschaftspolitik & -förderung

36. Braunschweiger Unternehmergespräch

Berufliche Bildung als Schlüssel zur Arbeitswelt von morgen

v.l.n.r.: Gerold Leppa, Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH, Ralf Halfbrodt, Geschäftsführer der Westermann Gruppe, Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft in Ludwigshafen, Ulrich Markurth, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, und Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, trafen sich mit rund 250 Gästen beim 36. Braunschweiger Unternehmergespräch. Foto: Braunschweig Zukunft GmbH/Philipp Ziebart

Der Wandel der Arbeitswelt erfordert auch einen Wandel der beruflichen Bildung – so lautete eine der Botschaften des 36. Braunschweiger Unternehmergesprächs am Mittwoch, 28. August. Rund 250 Gäste begrüßte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft gemeinsam mit der gastgebenden Westermann Gruppe zum jährlichen Treffen von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Stadtverwaltung.

„Wir alle müssen uns nicht nur fragen: ‚Wie finden wir in Zeiten des Fachkräftemangels weiterhin gutes Personal?‘ Ebenso drängend ist die Frage: ‚Wie können wir unsere Belegschaften angemessen weiterbilden, schulen, sozusagen ‚up-to-date‘ halten?‘“, so Oberbürgermeister Ulrich Markurth am 28. August auf dem Gelände der Westermann Gruppe beim 36. Braunschweiger Unternehmergespräch. Gute Bildung habe eine große gesamtgesellschaftliche Bedeutung und auch die zeitgemäße Aus- und Weiterbildung sorge für langfristigen Erfolg von Unternehmern.

„Unbestritten führen die Trends in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt zu veränderten Anforderungen an Aus- und Weiterbildung“, sagte die renommierte Professorin Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft in Ludwigshafen, in ihrem Gastvortrag. Insbesondere die eigene Motivation zur Weiterbildung sei für die Menschen heute essenziell: „Dabei stehen nicht nur die Inhalte und Lehrpläne, sondern auch die Lehr- und Lernmethoden sowie die Aus- und Weiterbildung der Lehrenden selbst im Fokus.“

Auch das Thema Stadtentwicklung wurde beim Unternehmergespräch diskutiert. Insbesondere ginge es dabei um die Frage nach der Entwicklung neuer Gewerbeflächen: „Der Bedarf an Flächen ist groß, die Wartelisten mit Unternehmen sind gut gefüllt“, so Ulrich Markurth. Ein interkommunales Gewerbegebiet mit der Stadt Wolfenbüttel stände in Planung, sobald die Räte der Stadt eingewilligt haben.

Die Unternehmer wurden von Gerold Leppa, Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH, dazu eingeladen gemeinsam mit der Stadt an zukunftsweisende Lösungen für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Braunschweig zu arbeiten.

„Beim Thema ‚Smart City‘ setzen wir in der Wirtschaftsförderung besonders auf Kooperationen mit Unternehmen, die innovative Ideen entwickeln und daraus zukunftsfähige Geschäftsmodelle ableiten wollen“, so Leppa. Innovative Start-ups sollen in Zukunft mithilfe des Accelerators für Wachstum und Innovation unterstützt werden. „14 Partnerunternehmen sind bereits als Mentoren im W.IN an Bord, weitere sind herzlich willkommen“, so Leppa.

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