Innovationsscouting für den Mittelstand

Regionales Projekt greift Unternehmen unter die Arme

v.l.n.r.: Gerold Leppa, Wirtschaftsdezernent der Stadt Braunschweig und Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH, Professorin Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig, und Thomas Wetzel, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH, gaben gemeinsam den Startschuss zum Projekt „Regionales Innovationsscouting“. Foto: Kristina Rottig / TU Braunschweig

Die Wirtschaftsförderungen von Braunschweig und Salzgitter machen sich gemeinsam mit der TU Braunschweig stark für den Mittelstand: Am Mittwoch, den 13. Dezember 2017, fiel mit der Vereinbarungsunterzeichnung der Startschuss für das neue Projekt „Regionales Innovationsscouting“.

Im Rahmen des Vorhabens werden Experten der Technologietransferstelle der TU Braunschweig ausgesandt, um den Innovationsbedarf in Unternehmen zu ermitteln. Durch Kooperationen zwischen den Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen soll der Innovationsbedarf gedeckt werden; je nach Fachgebiet vermittelt die TU die Unternehmen dann an weitere Forschungseinrichtungen in der Region. 

Hintergrund des Projektes ist ferner, dass KMU häufig keine eigene Entwicklungsabteilung und nur begrenzte finanzielle Mittel haben, um nötige Innovationen voranzutreiben. Insbesondere die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung werde als große Herausforderung wahrgenommen.  

Gerold Leppa, Wirtschaftsdezernent der Stadt Braunschweig und Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH vertraut auf das „enorme Innovationspotenzial“ der Region: „Wissen und neue Erkenntnisse entstehen direkt hier vor Ort. Wenn es uns gelingt, dieses Wissen den Unternehmen in der Region zugänglich zu machen, machen wir unsere Wirtschaft fit für die Zukunft.“

Mit dem Regionalen Innovationsscouting wolle man die Stärken der Partner bündeln. „Wir haben den direkten Draht zur Wirtschaft und die TU Braunschweig hat das Know-How in Sachen Technologietransfer“, so Leppa. Auch die Präsidentin der Universität Professorin Anke Kaysser-Pyzalla freut sich über die Kooperation: „Die Innovationsscouts werden direkt vor Ort in den Unternehmen Bedarfe abfragen und Gespräche mit unseren Instituten vermitteln.“

„Das Regionale Innovationsscouting soll den Unternehmen auch dabei helfen, Fördermittel abzurufen, denn Innovationen spielen in der aktuellen Förderperiode der EU eine große Rolle“, so Thomas Wetzel, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH. „Zudem ist das Projekt als regionale Kooperation hochinteressant für uns wie auch für die Unternehmen in der Region.“

Auch Leppa betonte den regionalen Charakter der Initiative. „Dass wir diese Aufgabe zusammen mit den Kollegen aus Salzgitter angehen zeigt, dass die Region gut vernetzt ist und an einem Strang zieht.“

Die Stadt Braunschweig fördert das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt mit 36.000 Euro jährlich, die Wirtschaftsförderung Salzgitter steuert pro Jahr 18.000 Euro bei. Entsprechend sind in Braunschweig 30 und in Salzgitter 15 Unternehmensbesuche pro Jahr vorgesehen. 

 

 

 

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