31. August 2017
Wirtschaftspolitik & -förderung

Wirtschaftsfaktor Tag der Niedersachsen

Die Wolfsburger Unternehmen profitieren von der Großveranstaltung in der Innenstadt

Mit zahlreichen Besuchern zu großen Festen – wie hier das Bierfest – hat die Stadt Wolfsburg reichlich Erfahrung. Foto: Stadt Wolfsburg

Das erste Septemberwochenende steht in Wolfsburg ganz im Zeichen des Tages der Niedersachsen. Im vergangenen Jahr zählte Hildesheim 320.000 Gäste, Wolfsburg möchte, ganz zur Freude seiner Gastronomen und Gaststättenbetreiber, noch mehr Besucher anlocken. „Neben den traditionellen Beiträgen eines Tages der Niedersachsen wollen wir das, was Wolfsburg ausmacht, mit einbringen: Digitalisierung, Technologie und neue Medien“, erklärt Sabrina Dünschede, Mitarbeiterin der Stadt Wolfsburg.

„Mit unseren Leuchttürmen wie der Autostadt, dem Outlet Center Wolfsburg und phaeno gibt es sehr attraktive Gründe, um nach Wolfsburg zu reisen und wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, der kommt vielleicht wieder“, erzählt Wolfgang Strijewski, Vorsitzender des Deutschen Hotels und Gaststättenverbands (DeHoGa) für Wolfsburg. Vom Besucheransturm werden überwiegend die gastronomischen Einrichtungen in der Nähe der Festmeile und Hotels im Innenstadtbereich profitieren. Auf der 1,4 Kilometer langen Route selbst tritt die Auto Vision GmbH als Caterer auf.

Die Festmeile beginnt beim 35. Tag der Niedersachsen am Planetarium und zieht sich mit rund 200 Ständen bis in die Autostadt. Unterteilt ist sie vom 1. bis 3. September in die Themenbereiche niedersächsische Kultur und Tradition, Mobilität und Digitalisierung, Sport, Technik, Jugend, Kirche und Umwelt. Alle Bereiche greifen das Thema Technologie mit auf, so soll es Virtual-Reality-Brillen zum Testen geben und in einem Tonstudio kann man sein eigenes Demotape aufnehmen. „Ich freue mich, dass der TDN17 in Wolfsburg neben den bewährten Programmpunkten auch die Top-Zukunftsthemen Digitalisierung und Mobilität aufgreift und erlebbar macht. Es zeigt sich: Die Menschen und Institutionen in Wolfsburg, der Region und Niedersachsen sind äußerst engagiert und kreativ“, freut sich Wolfburgs Oberbürgermeister Klaus Mohr. Zwischen den Ständen und Themenabschnitten sorgen neun Bühnen für Abwechslung.

In der Innenstadt erweitert die WobCom, Tochtergesellschaft der Stadtwerke Wolfsburg, das freie WLAN-Netz. „Wir erwarten mehr als 300 Teilnehmergruppen und Verbände, die zum Teil in Schulen untergebracht werden. Dafür haben die Bürgerdienste ein Unterbringungskonzept entwickelt. Dazu kommen mehrere Tausend Gäste, die Zugriff auf schnelles Internet haben sollen“, so Dünschede.

Die in der DeHoGa organisierten Gaststätten- und Hotelbetreiber begrüßen die überregional wirkende Veranstaltung. „Das Wolfsburger Gastgewerbe ist sehr vom Geschäftstourismus abhängig, das fast 85 Prozent des Umsatzes ausmacht. Die Veränderungen bei VW sind für uns spürbar“, erklärt Strijeweski. 2016 sei der Umsatz um gut 2 Prozent zurückgegangen, insbesondere langfristig geplante und mehrtägige Tagungen fänden seltener statt. Dafür gebe es einen geringen Anstieg bei den ein- bis zweitägigen Übernachtungen. „Aber das ist ein sehr kurzfristiges Geschäft, dass sich oft erst in der Vorwoche entscheidet“.

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