„Neue Lebensimpulse“

Axel Ditzinger, Geschäftsführer der Werner Ditzinger GmbH, hat eine Trekking-Tour im Himalaya-Gebirge absolviert. Standort38 sprach mit ihm über seine Erlebnisse.

Axel Ditzinger und Joachim Franz während einer kurzen Verschnaufpause. Foto: Privat

Axel Ditzinger und Joachim Franz während einer kurzen Verschnaufpause. Foto: Privat

Kathmandu, Hauptstadt und mit knapp einer Million Einwohnern größte Stadt Nepals, liegt auf rund 1.300 Metern Höhe in einem weiten Talkessel. Seit sich Nepal Mitte der 1950er Jahre für westliche Touristen geöffnet hat, haben hier viele ihren Kick gesucht. Die Hippies früher den Rausch von Drogen und freier Liebe, heute sind Alpinisten dem Rausch der höchsten Berge der Welt verfallen. Wer hier herkommt erlebt Tempel und Kulturerbestätten, Steine und Legenden, Gewühl, Gelassenheit und göttliche Ruhe. Wer die hohen Gipfel besteigt, den verändern zudem besondere Grenzerfahrungen und emotionale Momente. Axel Ditzinger, Geschäftsführer der Werner Ditzinger GmbH, hat sich auf den Weg gemacht – und ist verändert zurückgekommen.

Herr Ditzinger, was hat Sie an einer solchen Extremtour gereizt?

Mit 53 Jahren stellt man sich schon einmal die Frage, was ist wirklich wichtig im Leben und welchen Herausforderungen möchte man sich noch einmal stellen. Ich habe bereits vor 30 Jahren besondere Erfahrungen bei einer Dschungel-Trekking-Tour machen dürfen, von deren Erlebnis ich bis heute zehre und immer wieder ein Glücksgefühl bei der Erinnerung empfinde. Da war es an der Zeit zu prüfen, ob ich schon zum alten Eisen gehöre oder noch mal was reißen kann. Ich wollte neue Lebensimpulse und habe Sie mir geholt.

Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?

Ein Jahr Vorbereitung war angesetzt. Fitness-Begleitung durch einen Personal-Trainer, mentale Workshops mit Veranstalter Joachim Franz und 40-Kilometer-Geländemärsche unter Gepäckbedingungen, haben mich in dieser Zeit gefordert und begleitet.

Wer war neben Joachim Franz noch dabei?

Joachim Franz hat eine zehnköpfige Gruppe von Führungskräften und Unternehmern aus ganz Deutschland zusammengestellt. Alles fantastische Menschen, die eine ähnliche Ausgangssituation hatten. Alle im Job stark gefordert und auf der Suche nach Erdung und neuen Lebensimpulsen.

Welche Himalaya-Regionen wurden von Ihnen bereist?

Die Reise begann in Kathmandu, Nepal, einer unglaublich pulsierenden Stadt. Für uns als Europäer kaum vorstellbar, dort leben zu können. Von dort aus weiter nach Bhutan. Die Stadt Paro war Ausgangsstart unserer Trekking-Tour ins Himalaya-Gebirge und verlief bis zur tibetanischen Grenze. Zum Ende der Tour erreichten wir die Hauptstadt Thimphu. Interessant ist, dass es für Bhutanesen nichts Besonderes ist, so viele Berge mit 6.000 Meter Höhe zu haben, dass man sich nicht mal die Mühe macht, allen Bergen Namen zu geben. Zurück in Kathmandu ging es von dort aus zum Mount Everest.

Wie viele Kilometer und Höhenmeter haben Sie überwunden?

Bei einer solchen Tour ist die Gesamtzahl der gelaufenen Kilometer nicht entscheidend, da die Überwindung der Höhenmeter Zeit braucht und einen entsprechend fordert. In der Spitze habe wir uns auf einer Gipfelhöhe von 5.000 Meter und bis zu knapp 6.000 Meter am Mount Everest bewegt.

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