„Neue Lebensimpulse“

Axel Ditzinger, Geschäftsführer der Werner Ditzinger GmbH, hat eine Trekking-Tour im Himalaya-Gebirge absolviert. Standort38 sprach mit ihm über seine Erlebnisse.

Axel Ditzinger und Joachim Franz während einer kurzen Verschnaufpause. Foto: Privat

Axel Ditzinger und Joachim Franz während einer kurzen Verschnaufpause. Foto: Privat

Welcher Augenblick wird Ihnen immer in Erinnerung bleiben?

Wenn man unter Strapazen einen Berggipfel erreicht, dann ist das schon ein besonderes inneres Glücksgefühl. Der Blick über die Berge in dieser beeindruckenden Landschaft ist unbeschreiblich. Auch wenn man auf knapp 6.000 Meter den Gipfel des Mount Everest zum greifen nah sehen kann und sich doch klar wird, wie unerreichbar weit er für einen persönlich noch weg ist, dann ist das ein ganz besonderer Moment.

Sind Sie an Ihre Grenzen gestoßen?

Die Anstrengungen waren für mich weit größer als ich geahnt habe. Meine Fitnessvorbereitung war optimal. Ich hatte allerdings zeitweise Probleme mit der dünnen Höhenluft und die Natur hat meinen Körper spüren lassen, dass dies keine natürlich Umgebung für mich ist. Man lernt aber auch, dass die persönlichen Grenzen die man meint zu haben am Ende noch lange nicht erreicht sind. Den Kampf gegen den inneren Schweinehund kann man schon noch eine ganze Weile aushalten (lacht). Aber die Erlebnisse haben am Ende alles belastende schnell wieder vergessen lassen.

Warum würden Sie eine solche Reise anderen Entscheidern empfehlen?

Als Unternehmer muss man sich täglich vielschichtigen Herausforderungen stellen. Zahlen, Daten, Fakten bestimmen überwiegend das Tagesgeschäft. Der Blick auf das Wesentliche und das visionäre Denken kommen viel zu kurz. Die völliger Veränderung der Lebensbedingungen und das Eintauchen in die ursprüngliche Natur machen den Kopf klar und schaffen Raum für neue Gedanken. 

Vom „Freizeitvergnügen“ zum Alltag in Ihrem Unternehmen: Sie haben Anfang. Januar 2019 ein Handelshaus aus einem
anderen Bundesland übernommen. Was waren die Gründe dafür?

Wir leben in einer Zeit, wo digitale Herausforderungen und die immer größer werden Anforderungen im Tagesgeschäft besonders kleineren Handelshäusern schnell die Grenzen aufzeigen. Oft fehlt auch die mögliche Unternehmensnachfolge. Beides war in diesem Fall gegeben. Wir haben hier ein großes Wachstumspotential gesehen und schnell erkannt, dass sich ein Engagement lohnen wird. Nur Handelshäuser in einer entsprechenden Größe werden mittelfristig überleben können. Insofern haben wir weiteres Wachstum klar im Fokus.

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