Der Schreibtisch von Michael Schmiedel

Geschäftsführer von Ideen für Werbung MS GmbH und Sign Point GmbH

Michael Schmiedel Geschäftsführer von Ideen für Werbung MS GmbH und Sign Point GmbH. Foto: Merle Janßen

Hinaus aus Braunschweig führt dieses Mal der Weg. Nahe der B1, im zwölf Kilometer entfernten Vechelde, steht der Schreibtisch von Michael Schmiedel. Jedenfalls zu 50 Prozent der Zeit, denn der 47-Jährige hat noch einen anderen. Seit dem Jahr 2016 ist er neben seiner Ideen für Werbung MS Gmbh auch bei der aus der Kroschke Gruppe ausgegründeten Sign Point GmbH geschäftsführender Gesellschafter.

Beide Unternehmen sind auf Werbetechnik ausgerichtet. Mit ihren Schildern und Folien sind sie in der ganzen Stadt präsent, zum Beispiel auf Straßenbahnen, LKW und sogar Flugzeugen. „Schmiedel, wieso machst du denn jetzt sowas?“, haben seine Kunden ihn gefragt, als er vor zwei Jahren bei Sign Point einstieg. Zu diesem Zeitpunkt war der gelernte Klavierbauer bereits seit rund 20 Jahren in der Werbetechnik-Branche tätig. Seine Antwort: „Weil es mir Spaß macht und ich Bock auf Innovation habe!“ Das bestehende KnowHow der Ideen für Werbung konnte so um die Experten am Braunschweiger Standort ergänzt werden. Insgesamt 42 Mitarbeiter stehen heute unter Michael Schmiedels Federführung. Der berufliche Spagat, zwei Unternehmen unter einen Hut zu bekommen, war dabei nicht immer einfach.

„Die Zerreißprobe ist sehr heftig!“, betont Schmiedel, der sich das Vorhaben anfangs leichter vorgestellt hatte. Mittlerweile sei der Rhythmus aber gefunden: „Da ich SignPoint erst seit Kurzem übernommen habe und dort schon ein funktionierendes Team bestand, verbringe ich momentan mehr Zeit in Braunschweig als in Vechelde. Wenn wir ehrlich sind, bräuchte ich dafür aber eine Acht-Tage-Woche!“ Während die Schwerpunkte beider Unternehmen für Außenstehende zunächst ähnlich klingen, hat sich die Ideen für Werbung GmbH auf Folientechnik spezialisiert. Rund 500 Fahrzeuge im Jahr beklebt der Betrieb, der seit 2014 auf dem neuen Firmengelände ansässig ist, im Durchschnitt. Sign Point, bis zum Jahr 2000 eines der größten deutschen Stempelunternehmen, fokussiert sich dagegen auf  Lichtwerbung und Beschilderung, insbesondere im öffentlichen Raum. An vergangene Highlights erinnert sich Schmiedel gerne zurück: So zum Beispiel die Einführung der Marke BS Engergy, in deren Zuge das gesamte Eintrachtstadion in Banner gehüllt wurde.


Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann: Ein italienischer Abend mit Freunden.  Foto: Merle Janßen

„Letztes Jahr haben wir außerdem eine 3D-Geisterbahn auf dem Hamburger Dom installiert – das war richtig cool!“ Dass von Kundenseiten manchmal auch völlig unrealistische „Hirngespinste“ geäußert werden, habe der Familienvater auch schon erlebt. So wurde er zum Beispiel gebeten, Fahnenmasten auf Hochhäusern zu installieren, überdimensionale LED-Leinwände auf der Autobahn anzubringen oder ganze Straßen zu bekleben. Wenn er nicht zwischen Braunschweig und Vechelde pendelt, verbringt Michael Schmiedel Zeit mit seiner Frau und dem zehnjährigen Sohn. Obwohl er beruflich stark eingespannt ist, sei er aber kein Workaholic: „Ein Acht- bis Neun-StundenTag reicht vollkommen aus, wenn man sich organisieren kann!“ Erfolg sei das eine, betont Schmiedel, aber seine Freizeit möchte er auch genießen. „Selbst, wenn ich die nur gemütlich auf dem Sofa oder draußen beim Spaziergang mit unserem Hund

 verbringe!“

 

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