Health-Hacks mit Zukunft gesucht - Standort38
26. August 2019
Treffpunkte

Health-Hacks mit Zukunft gesucht

Die Metropolregion lädt am 9. und 10. November zum zweiten Hackathon in den Trafo Hub

Initiatoren und Partner vereint (von links): Thomas Deserno (PLRI), Birka Ließ (Netzlink), Jens Martens (KreativRegion), Inken Holldorf (Techniker Krankenkasse), Wiebke Ludwig (Netzlink), Kai Florysiak (Metropolregion), Sebastian Hallmann (Braunschweig Zukunft), Thorsten Witt (Haus der Wissenschaft), Miriam Herzberg (Stiftung Neuerkerode), Rifat Fersahoglu-Weber (AWO Bezirksverband Braunschweig) und André Kalesse (Metropolregion). Foto: Holger Isermann

Die Welt steckt mitten in der Digitalisierung. Sie ist nicht mehr nur Thema, sondern hat längst auch die Veranstaltungsformate selbst erreicht und verändert. Während man in Barcamps oder bei World Cafés vor allem redete – übernehmen Hackathons methodisch viele Glaubenssätze der Gegenwart: Konkrete Probleme sollen kollaborativ und in kurzer Zeit in möglichst enger Abstimmung mit den Nutzern gelöst werden – Entwicklung, Prototyping, Erprobung, es ist Hands-on-Mentalität gefragt.

Aus Ideen Innovationen machen

Das Konzept hat auch die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH überzeugt. Sie veranstaltet am 9. und 10. November 2019 zusammen mit der Techniker Krankenkasse (TK) bereits zum zweiten Mal einen Hackathon zur Digitalisierung des Gesundheitswesens. „Nur wenige Bereiche sind so stark vom digitalen Wandel betroffen wie der Gesundheitssektor“, betont Metropolregion-Geschäftsführer Kai Florysiak und ergänzt: „Wo wir es schaffen, aus Ideen Innovationen zu machen, stärken wir die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Metropolregion und die Versorgung.“

Werkzeuge, Sensoren, Datensätze

Studierende, Programmier- und Designtalente sowie alle Menschen, die Ideen haben sind in den Braunschweiger Trafo Hub eingeladen, um gemeinsam neue Gestaltungsmöglichkeiten für das Gesundheitssystem der Zukunft zu entwickeln. Dafür erhalten die Teams Zugang zu verschiedenen Werkzeugen, Sensoren und Datensätzen, die von Partnern der Metropolregion zur Verfügung gestellt werden. „Wir sind daran interessiert, innovative Versorgung im Bereich eHealth zu unterstützen und die sich bietenden Chancen der Digitalisierung sichtbar zu machen“, erklärt Inken Holldorf, Leiterin der Techniker Krankenkasse Landesvertretung Niedersachsen.

Curilab und RESP-VR bleiben dabei

Zum Abschluss präsentieren die Teams ihre erarbeiteten Lösungsvorschläge vor einer Jury und dem Publikum. Die drei vielversprechendsten Hacks werden ausgezeichnet, das Sieger-Team erhält ein Preisgeld von 1.000 Euro. Im vergangenen Jahr hat „Curilab“ gewonnen. Mittels künstlicher Intelligenz wollte das Team den Protokollierungsaufwand für Pflegefachkräfte reduzieren und verfolgt diese Idee bis heute weiter. Das trifft auch auf das Team „RESP-VR“ zu, die damals zweiter wurden und mit VR-Brillen Physiotherapie zu Hause ermöglichen wollen.

Machen und nicht reden

Auch Rifat Fersahoglu-Weber, der Vorstandsvorsitzende des Bezirksverbandes Braunschweig, glaubt an die Chancen, die von der Startup-Kultur ausgehen. Deshalb unterstütze der Bezirksverband den Hackathon. Er betont: „Wir haben bisher ganz viel geredet, wir müssen aber auch machen.“ Die AWO hat im letzten Jahr in einem ehemaligen Schwimmbad einen ThinkPool eröffnet, der helfen soll, die Expertise eigener Mitarbeiter zum Motor sozialer Innovationen zu machen – Intrapreneurship ist das Stichwort.

Viele Unterstützer – ein Ziel

Außerdem unterstützen die Netzlink Informationstechnik GmbH und symeda GmbH sowie das Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik, Siemens Healthineers, Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH, skbs.digital GmbH (Klinikum Brauschweig), Digitalagentur Niedersachsen, Nibelungen Wohnbau GmbH, Braunschweig Zukunft GmbH, Standort38, Evangelische Stiftung Neuerkerode, Unternehmerverbände Niedersachsen e.V., Verein Wirtschaft in der Metropolregion die Veranstaltung. Diese sei nachhaltig und keine reine Show, betont Kai Florysiak und verweist auf die beiden vorgestellten Startups: „Zwei von fünf Ideen sind in der Umsetzung, das kann sich sehen lassen.“

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