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11. Mai 2016
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Mittelzentrum des Landes (3/6)

Gifhorn ist eine der wirtschaftlich stärksten Regionen Niedersachsens

BUTTING ist einer der größten Arbeitgeber in der Region, beschäftigt mehr als 1.300 Mitarbeiter in Knesebeck. (Foto: BUTTING Gruppe GmbH & Co. KG.)

Wenn es beispielsweise um Edelstahl geht, ist vielen internationalen Kunden Knesebeck ein Begriff. Dort sitzt seit mehr als 200 Jahren die Butting-Gruppe. Ursprünglich hatte die Firma als Kupferschmiede begonnen. Heute zählt das Familienunternehmen zu den führenden Verarbeitern nicht rostender Edelstähle. Rohre, Rohrleitungen, Behälter und Tanks gehören zum Leistungsspektrum der Firma, die 2015 einen Jahresumsatz von 860 Millionen Euro erwirtschaftete und weitere Standorte in Brasilien, China und Kanada betreibt. Weltweit sind mehr als 1.900 Mitarbeiter beschäftigt. Diese verarbeiten jährlich 80.000 Tonnen nicht rostende Edelstähle und plattierte Werkstoffe. Die Kernkompetenzen liegen in der Umform-, Schweiß- und Werkstofftechnik. Weltweit setzen Kunden auf Erzeugnisse des Familienunternehmens. Von der Leistungsvielfalt zeugen Fassaden-Rohre für das höchste Gebäude der Welt, den Burj Khalifa in Dubai, oder Kraftstoff-Förderleitungen für die Ariane-Trägerrakete genauso wie mehr als 700 Kilometer plattierte Rohre für diverse Offshore-Projekte oder Behälter und Rohre für eine der größten Zell

stofffabriken der Welt in Metsä Botnia (Uruguay).

2015/2016 erhielt Butting in Knesebeck den größten Auftrag seiner Unternehmensgeschichte: Zur Erschließung eines Ölfeldes in Kasachstan wurden etwa 170 Kilometer plattierte Rohre geliefert. „Wir entwickeln gemeinsam mit dem Kunden Produkte und investieren ständig, um unsere technischen Möglichkeiten zu erweitern“, sagt Herrmann Butting, der das Familienunternehmen in siebter Generation führt. Am Standort Gifhorn sieht Butting den großen Vorteil der hohen Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. „Eine langfristige Standortentwicklung ist hier gut möglich“, sagt Butting. Nachteil des Standorts sei hingegen die logistische Anbindung. Das mache sich auch bei Besuchen von Kunden, Partner und Lieferanten bemerkbar. Um seine Mitarbeiter an Gifhorn und das Unternehmen zu binden, bietet Butting eine Vielzahl an Zusätzen: Sprachkurse, Elternforum, betriebliche Gesundheitsförderung. Psychosoziale Beratung, Weihnachts- und Urlaubsgeld oberhalb des Tarifs und flexible Arbeitszeitmodelle in vielen Bereichen gehören beispielsweise dazu. „Eine langjährige Betriebszugehörigkeit ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. Wir sind deshalb sehr stolz darauf, dass eine Vielzahl unserer Mitarbeiter auf eine jahrzehntelange Tätigkeit für Butting zurückblicken kann. Einige unserer Mitarbeiter sind schon in der dritten Generation“, sagt der Geschäftsführer.

Das Unternehmen IAV mit Hauptsitz in Berlin sieht sich als Engineeringpartner der internationalen Automobilindustrie. IAV hat weitere Niederlassungen in Deutschland, Europa, Asien sowie in Nord- und Südamerika. Zu den langjährigen Kunden zählen nahezu alle weltweiten Automobilhersteller und ihre Systemzulieferer. Seit 1986 gibt es den Standort in Gifhorn es ist der größte Standort innerhalb des Konzerns mit mehr als 3.500 Mitarbeitern (6.500 sind es weltweit). Damit ist IAV der größte Arbeitgeber in Gifhorn. Seit der Gründung sei der Standort kontinuierlich gewachsen. Das Unternehmen tätigte Investitionen in hochwertige, moderne Prüf- und Versuchsanlagen. Im September des vergangenen Jahres gab es den ersten Spatenstich für einen Neubau in der Rockwellstraße. „Auf 11.500 Quadratmetern wird der Neubau Büros auf fünf Stockwerken beherbergen und bietet im Erdgeschoss Messplätze für die Entwicklungsarbeit“, erklärt IAV-Pressesprecher Markus Mrozek. IAV hat die Kompetenz für das ganze Fahrzeug und bringt seit über 30 Jahren technische Innovationen erfolgreich in Serie Schwerpunkte sind dabei Elektronik-, Fahrzeug- und Antriebsstrang- entwicklung. Als innovatives Unternehmen betreibt IAV eine eigene Vorentwicklung, führt zukunftsweisende Forschungs- und Grundlagenarbeiten durch und arbeitet interdisziplinär, auch in Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen.

 

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