Wo sich Tradition und Innovation treffen (3/4)

Als Wirtschaftsstandort überzeugt der Landkreis Goslar mit zentraler Lage, Spitzentechnologien, Weltmarktführern und Tourismus-Attraktionen

Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) in der ehemaligen Rammelsberg-Kaserne. (Foto: Kjell Sonnemann)

Chemische Produkte für globale Industrien wie Automobil und Luftfahrt, Haushaltsgeräte, Land- und Baumaschinen stellt auch die Chemetall GmbH her, die 160 Mitarbeiter in der Kaiserstadt beschäftigt. 1992 wurde die Firma in die Dynamit Nobel AG integriert. Seit 2004 gehört Chemetall zur amerikanischen Rockwood Specialties Group. Goslar ist der größte Produktionsstandort von Rockwood Lithium. Hier werden Lithiumverbindungen hergestellt, etwa in Lithium-Ionen-Batterien oder für medizinische Wirkstoffe. Neben der Chemieindustrie und dem "Silicon Valley des Recyclings" – wie es Kreisrätin Körner so treffend bezeichnet – sind unzählige Unternehmen anderer Branchen in und um Goslar vertreten. So hat hier der deutsche Marktführer unter den Getränke-Logistikern seine Zentrale. Die traditionsreiche Trinks GmbH, deren Wurzeln bis ins Jahr 1735 zurückreichen, beschäftigt deutschlandweit rund 1.600 Mitarbeiter, die auf 17 Standorte verteilt sind. Im Jahr 2015 erwirschaftete man einen Umsatz von 1.450 Mio. Euro. In Goslar liegt auch die europäische Produktionsgesellschaft der Crown Foodcan GmbH. Die Gruppe hat sich zu einem der führenden Verpackungshersteller weltweit entwickelt. Sie stellt Lebensmitteldosen und -verschlüsse aus Weißblech her. Die Bruno Reimann GmbH & Co. KG beschäftigt sich seit mehr als 60 Jahren mit dem ständig nachwachsenden Rohstoff Holz: Von der Holzernte im Forst, über die gesamte Holzlogistik werden die Kunden über den Holzhandel mit Roh-, Rest- und Schnittholz für die Weiterverarbeitung beliefert. Neben den industriellen Abnehmern aus der Holzwerkstoff-, Papier- und Zellstoffindustrie, Sägewerken und Pelletierern ist das mehrfach ausgezeichnete Unternehmen stark im Angebot für Wärmekunden.

Als Wirtschaftsstandort überzeugt der Landkreis Goslar zunächst durch seine zentrale Lage mitten im Herzen der Bundesrepublik Deutschland“, teilt Kreisrätin Körner mit. Hinzu komme das Netz bedeutender Verkehrswege (A7, A395, B6, B82), das eine

schnelle und komfortable Erreichbarkeit stets gewährleistet. Neben der guten Infrastruktur punkte die Region vor allem mit Kompetenz, fügt Frau Blümel von der Wirtschaftsförderung hinzu. „Die Universität, Fachkräfte und mächtige Player sind hier vorhanden.“ Die Wirtschaftsförderung Region Goslar GmbH & Co.KG (WiReGo) hilft Unternehmen und Existenzgründern, voll erschlossene Gewerbeflächen und Immobilien zu finden und berät auch über Förderungen. Körner: „Ferner gehört der Landkreis zu einer der ersten Gebietskörperschaften in Niedersachsen, in der ein flächendeckender Ausbau des Breitbandnetzes realisiert wird. Die Beseitigung der sogenannten „Weißen Flecken“ soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Im gesamten Kreisgebiet sind dann Internetgeschwindigkeiten von mindestens 30 bis 50 Mbit/s verfügbar.“ Arbeiter und Forscher schätzen den Standort Goslar auch als Lebensraum, in dem es sich günstig und ruhig wohnen lässt. Gerade die Idylle des Harzes und die Sehenswürdigkeiten locken auch Touristen.

 

Lesen Sie weiter:

Wo sich Tradition und Innovation treffen – Als Wirtschaftsstandort überzeugt der Landkreis Goslar mit zentraler Lage, Spitzentechnologien, Weltmarktführern und Tourismus-Attraktionen (4/4)

^