100 Millionen Fahrgäste

20 Jahre Verkehrsverbund

Geschäftsführer Timo Kaupert, Geschäftsstellen-Leiterin Katja Keil und Geschäftsführer Hennig Brandes. Foto: VRB

Geschäftsführer Timo Kaupert, Geschäftsstellen-Leiterin Katja Keil und Geschäftsführer Hennig Brandes. Foto: VRB

Seit mittlerweile 20 Jahren können ÖPNV-Fahrgäste im Großraum Braunschweig auf ein einheitliches Tarifsystem mit nur vier Preisstufen zugreifen. Ein Ticket reicht von Wittingen bis Goslar oder von Peine nach Helmstedt. Für die nächsten Jahre stehen Optimierungen der bestehenden Systeme und neue, verbundweite Produkte auf der Agenda. 20 Jahre Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB) bedeuten kommunen- und landkreis übergreifende Tickets, ob Abo oder Einzelfahrschein.

Vor zwei Jahren ist aus dem Tarifverbund ein gemeinsam agierender Verkehrsverbund geworden, um einheitliche Qualitätsstandards und gut aufeinander abgestimmte Fahrpläne noch besser umzusetzen. 100 Mio. Fahrgäste im Jahr werden von 17 verschiedenen Verkehrsunternehmen auf Schiene und Straße transportiert. Insgesamt kommen über 5.600 Kilometer Streckenlänge im Verbundgebiet und rund 2.500 Beschäftigte in allen Betrieben zusammen. Verbundweite Lösungen für Produkte und Angebote bestimmen die Arbeit und Projekte der nächsten Jahre. Das übergeordnete Ziel formuliert Geschäftsführer Hennig Brandes so: ,,Immer mehr Einwohner der Region von der Attraktivität des ÖPNV zu überzeugen und als Kunden zu gewinnen.“

Foto: VRB
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Konkrete Arbeitsaufträge sieht Geschäftsführer Timo Kaupert: ,,Der Verbundtarif wird fortlaufend überprüft und Unstimmigkeiten im Tarifsystem werden korrigiert. Wir optimieren so die bestehenden Produkte und gestalten attraktive Tarifangebote für unsere Kunden.“ Aktuell stehe beispielsweise das Job-Ticket auf dem Prüfstand, um es noch attraktiver zu gestalten und auch Betrieben mit wenig Mitarbeitern zugänglich zu machen. Auch werde eine verbundweite Jugendnetzkarte geprüft, um Insellösungen einzelner Städte oder Kommunen zu vermeiden. Die größte Herausforderung sei dabei die Finanzierbarkeit. Wichtigste Zukunftsthemen sind zum einen der digitale, bargeldlose Vertrieb und die dynamische Fahrgastinformation in Echtzeit. Ziel ist es, den Kunden die tatsächlichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten anzuzeigen und bei Verspätungen Fahrtalternativen anzubieten. Bis zum Jahr 2022 soll das Projekt flächendeckend realisiert werden. Das Volumen beträgt rund 27 Mio. Euro.

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