Digitale Tempel der Mobilität (2/2)

Wie Emotionen über die Zukunft des Automobilhandels entscheiden

Der Mercedes me Store im Pekinger Szeneviertel Sanlitun bietet auf 2.400 m2 moderne Architektur, hochwertige Gastronomie und digitale Superlative. Foto: Daimler AG




Herr Huismann, was macht die ungeheure Popularität von SUVs aus?

Die angenehme hohe Sitzhöhe und die damit verbundene Übersicht beim Fahren. Außerdem sind es natürlich auch Fahrzeuge mit einem sehr hohen Prestige.


Die Wenigsten kaufen einen SUV für Fahrten ins Gelände. Ist der Trend damit ein gutes Beispiel für unsere nach wie vor emotionale Beziehung zum Auto?

Ja natürlich. Bei den meisten unserer Kunden spielt die Emotion ein sehr große Rolle.


Wie lange wird das Wachstum im SUV-Segment anhalten?

Das Wachstum wird noch sehr lange anhalten. Gerade auch bei Volkswagen folgen noch weitere Modelle.


Was sind die wichtigsten Volkswagen-Produktneuheiten im Jahr 2017?

Die wichtigsten Produktneuheiten sind im Jahr 2017 der neue Polo, der Tiguan in Langversion, der T-Roc sowie das neue Coupé Arteon. Außerdem folgt gleich Anfang 2018 der neue Touareg.




Frau Block, welche Bedeutung hat die Elektromobilität im Bereich Firmenflotten?

Das Problem der geringen Reichweiten ist eine hohe Hürde. Elektrofahrzeuge werden noch Zeit benötigen, bis sie wenigstens 400 bis 500 Kilometer schaffen. Deutlich attraktiver für Firmenflotten sind Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Hier lassen sich die Vorteile beider Welten verbinden. Für die kurzen Strecken Strom, für die langen Diesel. Unter dem Strich mindert das den Verbrauch fossiler Brennstoffe und spart Kosten. Wir sehen seit Ende vergangenen Jahres, dass die Nachfrage nach entsprechenden Modellen steigt.


Warum sollten sich Unternehmen bereits heute für E-Mobilität entscheiden?

Das ist – ehrlich gesagt – keine einfach Frage. Zumindest dann nicht, wenn sie E-Mobilität ausschließlich als Elektroantrieb betrachten. Fasst man das etwas weiter und bezieht Hybrid-Fahrzeuge mit ein, dann ist die Frage schnell beantwortet. Nehmen wir das Beispiel BMW 225xe iPerformance Active Tourer. Der bietet durch die Kombination von BMW eDrive und einem BMW TwinPower Turbo Motor sowohl elektrisches Fahrerlebnis als auch uneingeschränkte Mobilität. Durch das intelligente Zusammenspiel der beiden Antriebssysteme steht dem Kunden der elektrische Allradantrieb zur Verfügung. Dieses System wird automatisch gesteuert und bietet in jeder Fahrsituation bestmögliche Traktion und Agilität bei optimierten Verbrauchs- und CO2-Werten von 2,1 bis 2,0 l/100 km bzw. 49 bis 46 g/km. Klare Antwort, ökologische und ökonomische Faktoren sprechen für E-Mobilität.


Wann ist die E-Mobilität auch ökonomisch für Unternehmen sinnvoll?

Sie rechnet sich bereits heute. Mit den staatlichen Subventionen von bis zu 3.000 Euro kann man die Investitionen für Steckdosen etcetera kompensieren. Und Großbetriebe, die individuelle Verträge mit ihren Energieversorgern haben, profitieren beim Laden zusätzlich. In kleinen Unternehmen mit ein, zwei Fahrzeugen ist der Effekt naturgemäß geringer. Aber in den Firmen wird ja nicht nur ökonomisch gedacht. Unternehmer sind genauso Menschen, die sich Gedanken um die Umwelt machen. Wir jedenfalls bieten unseren Mitarbeitern besondere Konditionen an, wenn sie sich für einen Plug-inHybrid oder ein i-Modell von BMW entscheiden. Und wenn Mitarbeiter zufrieden sind, dann „rechnet“ es sich auch, oder?


Was sind die wichtigsten Neuheiten im Jahr 2017?

2017 steht bei BMW ganz im Zeichen des neuen BMW 5er. In der Oberklasse setzt die Serie Maßstäbe. Wir freuen uns vor allem darüber, dass der beliebte Touring schon im Sommer geliefert werden kann. In der zweiten Jahreshälfte kommt der neue BMW X3, eine Fahrzeugklasse, die in den vergangenen Jahren immer beliebter wurde, sowie der BMW 6er GT. Das ist ein Fahrzeug, das mit technischen und digitalen Innovationen geradezu glänzt. Genau das steht aktuell im Fokus der Öffentlichkeit.

 

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