Neuer Bahnriese entsteht

Alstom und die Siemens-Bahnsparte wollen fusionieren

Der Coradia iLint gehört zu den Alstom-Innovationen auf dem Zugmarkt. Foto: Alstom

Siemens und Alstom wollen laut einer Absichtserklärung ihr Mobilitätsgeschäft zusammenlegen. Dies schließe die Sparte Bahnbetriebe mit ein, die bei Alstom etwa im Salzgitteraner Werk stark vertreten ist. 2500 Mitarbeiter zählt der Alstom-Standort Salzgitter. Er ist auf den Bau von Regionalzügen spezialisiert.

Dem Zusammenschluss müssen noch Kartellbehörden zustimmen. Die Transaktion vereine zwei innovative Unternehmen der Bahnindustrie mit einzigartigem Kundenmehrwert und operativem Potenzial, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Konzerne. Beide Geschäfte ergänzen sich in ihren Aktivitäten und geografischen Standorten weitgehend. „Wir schaffen gemeinsam mit unseren Freunden bei Alstom auf lange Sicht einen neuen europäischen Champion der Eisenbahnindustrie. Unsere Kunden in aller Welt erhalten dadurch ein innovativeres und wettbewerbsstärkeres Angebot“, sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG.

„Dank der globalen Reichweite des Zusammenschlusses von Alstom und Siemens Mobility über alle Kontinente hinweg, seines Umfangs, des technologischen Know-hows sowie der einzigartigen Positionierung im Bereich des digitalen Verkehrs werden den Kunden und letztlich allen Menschen intelligentere und effizientere Systeme bereitgestellt, um die Mobilitätsherausforderungen der Städte und Länder zu bewältigen“, erklärte Henri Poupart-Lafarge, Vorstandsvorsitzender von Alstom SA. „Ich bin besonders stolz darauf, die Schaffung eines solchen Konzerns zu leiten, der zweifellos die Zukunft der Mobilität prägen wird.“

 

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