Der Gründergeist hat ein neues Zuhause

Einweihungsfeier des Entrepreneurship Hub

Prof. Dr. Reza Asghari, Leiter Entrepreneurship Hub, TU Braunschweig/Ostfalia, Helmut Streiff, Präsident der IHK Braunschweig, Prof. Dr. Rosemarie Karger, Präsidentin der Ostfalia Hochschule, Dr. Sabine Johannsen, Staatssekretärin im Nied. Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Prof. Anke Kaysser­Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig, Prof. Dr. Matthias Pierson, Fakultät Recht der Ostfalia und Prof. Dr. Christoph Herrmann, Dekan der Fakultät Maschinenbau der TU. Foto: Magnus Kleine-Tebbe

Prof. Dr. Reza Asghari, Leiter Entrepreneurship Hub, TU Braunschweig/Ostfalia, Helmut Streiff, Präsident der IHK Braunschweig, Prof. Dr. Rosemarie Karger, Präsidentin der Ostfalia Hochschule, Dr. Sabine Johannsen, Staatssekretärin im Nied. Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Prof. Anke Kaysser­Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig, Prof. Dr. Matthias Pierson, Fakultät Recht der Ostfalia und Prof. Dr. Christoph Herrmann, Dekan der Fakultät Maschinenbau der TU. Foto: Magnus Kleine-Tebbe

Bereits 2009 riefen die Technische Universität Braunschweig und die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften den gemeinsamen Lehrstuhl für Entrepreneurship ins Leben, um ihre Forschung und die Förderung von Gründungspotenzialen zu bündeln. Als „Entrepreneurship Center“ an der Ostfalia und „Lehrstuhl für Entrepreneurship“ an der TU Braunschweig agierte man bislang jedoch unter getrennten Namen. Das ändert sich jetzt.

Künftig operieren die Hochschulen gemeinsam unter dem Dach des Entrepreneurship Hub, mit dem Ziel, als Netzwerkknoten dem regionalen Jungunternehmertum neuen Antrieb zu geben. Damit gingen beide Hochschulen ihren Weg zu Gründerhochschulen weiter, betont Professorin Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig. Das gemeinsame Dach diene der Profilschärfung und sorge außerdem für einen Energieschub. Dr. Sabine Johannsen, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, unterstreicht, dass mit diesem Schritt ein virtuelles Zukunftslabor geschaffen werde, das auch als Austauschplattform zwischen Wissenschaft und Wirtschaft diene. Dies zeige, dass unternehmerische Perspektive durchaus im Einklang mit der Forschung gehe.

Prof. Dr. Asghari, Prof. Dr. Karger, das ist ein Meilenstein – oder?

Asghari: Auf jeden Fall!

Karger: Ich bin sehr glücklich, dass es so gekommen ist und wir das Hub jetzt als gemeinschaftliche Einrichtung beider Hochschulen haben. Das wird uns weiter voranbringen.

Warum ist es wichtig, Gründungen in der Region zu fördern?

Asghari: Wir brauchen Gründerinnen und Gründer, um Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen. Sie sind dafür verantwortlich, dass unser Wohlstand sichergestellt ist. Deshalb sehen wir es auch als eine Aufgabe der Universität, einen aktiven Beitrag dazu zu leisten, dass solche innovativen Unternehmen entstehen.

Karger: Und es ist auch sehr wichtig, dass die Innovationen, die in den Hochschulen entstehen, nach draußen getragen werden.

Wie steht es um die Gründerszene in der Region?

Asghari: Die hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Inzwischen gibt es mehrere Start-Up-Inkubatoren und auch die private Wirtschaft engagiert sich zunehmend in diesem Bereich. Wir erhalten wöchentlich neue Anfragen.

Der regional stark verwurzelte Mittelstand wird also aufgemischt …

Asghari: Genau. Mit der Gründung des Entrepreneurship Hub werden wir die Möglichkeit haben, diese Prozesse viel intensiver zu unterstützen. Ich gehe davon aus, dass die Startups in Braunschweig mittelfristig einen noch größeren Schub erhalten.

Können wir aus dem Hub bald Innovationen wie Facebook und Google erwarten?

Karger: Ob wir so weit kommen (lacht). Ich drücke auf jeden Fall ganz fest die Daumen, dass das gelingt und wir vorwärts kommen. Asghari: Uns steht natürlich nicht das Venture-Capital wie in Nordkalifornien zur Verfügung. Aber wir werden eine Strahlkraft entwickeln und viele Startups beflügeln.

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