1.412 Projekte in 35 Ländern

Seit 1987 plant das Ingenieurbüro Hornig Elektrotechnik

Das Studierendenhaus Masch.Bau wurde im Herbst 2016 fertiggestellt. Die Herstellkosten beliefen sich auf 2,35 Millionen Euro. Foto: Ingenieurbüro Hornig

Das Studierendenhaus Masch.Bau wurde im Herbst 2016 fertiggestellt. Die Herstellkosten beliefen sich auf 2,35 Millionen Euro. Foto: Ingenieurbüro Hornig

Als erster norddeutscher Verein errichtete Eintracht Braunschweig 1957 eine Flutlichtanlage, die von da an auch Abendspiele ermöglichte. 168 Lampen an 44 Meter hohen Masten sorgten damals mit 200.000 Watt für ausreichend Beleuchtung. Heute ist das Stadion eine Multifunktionsarena. Gut 25.000 Fußballfans und Sportbegeisterte haben hier Platz und verfolgen mühelos auch die kleinste Bewegung auf der Rasenfläche. Denn seit diesem Jahr verfügt das Stadion über eine neue Lichtanlage – geplant und umgesetzt vom Ingenieurbüro Hornig aus Wendeburg.

Seit 2014 sanierte das Team stufenweise die Elektrotechnik des Stadions an der Hamburger Straße. Mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahren die Nord- und Haupttribüne sowie die Sicherheitsbeleuchtung zunächst elektrotechnisch entkernt und anschließend erneuert. Spätestens mit der in diesem Jahr erneuerten Flutlichtanlage herrscht im Stadion jetzt sogar Erstliga-Niveau (– zumindest was die Lichtleistung betrifft). „Die von der DFL für Zweitligisten geforderte Erhöhung der Beleuchtungsstärke von 600 Lux auf 1.200 Lux war sowohl technisch als auch wirtschaftlich nicht umsetzbar. Deshalb wurde diese im Juni auf 1.600 Lux erhöht“, sagt Christian Kamp, einer von drei Geschäftsführern. Von Beleuchtungskonzepten über Datennetze bis hin zu Sicherheits- und Schwachstromtechnik plant das Unternehmen seit 31 Jahren elektrische Gebäudetechnik und organisiert darüber hinaus Projektabwicklungen und Instandhaltungsmaßnahmen.

Im Eiltempo

1987 gründete Helmut Hornig das Unternehmen in Wendeburg im Landkreis Peine. Seit 2010 liegt die Geschäftsführung in den Händen von Carsten Dorsch, Christian Kamp und Frank Neumann. Mit dem Unternehmen verbindet sie zu diesem Zeitpunkt bereits ein langer gemeinsamer Berufsweg. Als zweite Kraft kam Christian Kamp 1988 in den Betrieb. Vier Jahre später folgten Carsten Dorsch und Frank Neumann. Seit ihrer Anfangszeit im Unternehmen habe sich einiges getan, erzählt Kamp: „Anfangs haben wir noch auf Transparente gezeichnet und Texte mit Schere und Kleber zusammengefügt.“ Mit der Einführung des Computers zog 1990 die Netzwerktechnik in das Unternehmen ein. „Seitdem konnten wir genauere und umfangreichere Berechnungen anstellen“, sagt Dorsch. Heute würden Pläne im Tagesrhythmus ausgetauscht und abgeglichen, Änderungen kurzfristig eingefügt und neu verteilt. Das sei nicht immer vorteilhaft, merkt Kamp an: „Ich glaube, man ist etwas gleichgültiger gegenüber Änderungen geworden und setzt diese schneller um, ohne lange zur reflektieren. Und auch die Erwartung an schnelle Rückmeldungen ist gestiegen. Wenn man innerhalb einer Stunde nicht auf eine Nachricht geantwortet hat, bekommt man direkt einen Anruf: Haben Sie meine Mail nicht gelesen?“

Regional verwurzelt

1.412 Projekte in 35 Ländern konnten die Ingenieure bislang realisieren. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen so rund 1,9 Millionen Euro. Seit über zwölf Jahren zählt New Yorker zu den Stammkunden. Täglich plane ein eigens hierfür zuständiges Team europaweit Um- und Neubauten für den Konzern und kümmere sich um die Instandhaltung der gesamten Gebäudetechnik, sagt Dorsch. Nach wie vor lege man jedoch auch großen Wert auf regionale Kunden, denn das Unternehmen sei fest in der Region verwurzelt. Im neu errichteten Lilienthalhaus Braunschweig planten die Ingenieure vergangenes Jahr für 1,2 Millionen Euro die Gebäudetechnik. Für Fagus wurden 2016 und 2017 in zwei Bauabschnitten Elektroinstallationen, Lichttechnik, Netzersatzanlage und die Zutrittssysteme im Bürogebäude Kontorhaus an der Frankfurter Straße umgesetzt.

^