Salzgitter AG erhöht Prognose

Der Stahlkonzern erwartet nun einen Vorsteuergewinn von 175 Millionen bis 225 Millionen

Ein Salzgitter-Mitarbeiter. Foto: Julian Stratenschulte

Die Salzgitter AG trennt sich von einem großen Teil ihrer Anteile am Kupfer-Konzern Aurubis – und erhöht deshalb erneut ihre Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2017. Der Stahlkocher rechnet nun mit einem Vorsteuergewinn zwischen 175 Millionen und 225 Millionen Euro, wie er gestern Abend per Ad-hoc-Meldung mitteilte. Zuletzt war der Konzern von 150 Millionen bis 200 Millionen Euro ausgegangen.

2010 hatte die Salzgitter AG laut einem Sprecher eine Unternehmensanleihe auf sechs Millionen Aurubis-Aktien ausgegeben und so knapp 300 Millionen Euro eingesammelt. Gestern habe der Vorstand nun beschlossen, diese Aktien an die Anleger abzugeben – sie also nicht in bar zu bezahlen.

Statt bisher 25 Prozent wird die Salzgitter AG künftig nur noch rund 16 Prozent an Aurubis halten. Näheres wollen die Salzgitteraner erst mit der Quartalsbilanz am 14. November verraten. Das Unternehmen betonte, "Kernaktionär" von Aurubis zu bleiben.

Mit Abgabe der Aurubis-Aktien wird eine Art Versicherung gegen den Wertverfall der Papiere hinfällig, wie der Sprecher erklärte. Eine Art Rückstellung entfällt dadurch – sodass der Gewinn höher ausfallen dürfte.

Ein weiterer Grund ist nach Unternehmensangaben die "unverändert erfreuliche Ergebnissituation", insbesondere des Flachstahl- und des Handelssegments.

Dieser Artikel ist am 25.10.2017 in der Braunschweiger Zeitung erschienen. Weitere Nachrichten und alles Wissenswerte aus Braunschweig, Wolfsburg und der Region38 finden Sie auf
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